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Dienstleister Smit-Aktie profitiert vom „Havarie-Boom“

06.01.2005 ·  Die Aktie von Smit International setzt ihren Aufwärtstrend fort. Das Unternehmen dürfte indirekt vom boomenden Seefrachtgeschäft profitieren. Die Aktie ist vernüftig bewertet, die Dividendenrendite ist nicht völlig zu verachten.

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Mit einem Aufwärtstrend und Rekordkursen kann die Aktie des niederländischen Bergungs-, Transport- und Seeterminalservice-Unternehmens Smit auf sich aufmerksam machen. Sie dürften nicht nur auf die optimistische Stimmung an den Börsen zurückzuführen sein, sondern auch auf die operative Entwicklung.

In der ersten Hälfte des vergangenen Jahres stagnierte der Umsatz im Vergleich mit der Vorjahrespediode bei 185,6 Millionen Euro, aber der Nettogewinn konnte trotzdem um 19,16 Prozent auf 14,3 Millionen Euro oder 1,89 Euro je Aktie gesteigert werden. Das Unternehmen ließ dabei zwar verlauten, der Gewinn des Jahres 2003 von 32,9 Millionen Euro oder 3,62 Euro je Aktie könne nicht erreicht werden.

Unternehmen profitiert indirekt vom boomenden Seefrachtgeschäft

Aber es hatte einen Nettogewinn von mindestens 21 Millionen Euro oder 2,76 Euro je Aktie prognostiziert. Alleine auf dieser Basis wäre die Aktie mit einem Kurs-Gewinnverhältnis von etwa zwölf noch vergleichsweise günstig zu sein. Der Markt scheint jedoch auf mehr zu spekulieren. Möglicherweise zu recht. Denn auf Grund des starken Welthandels hat auch der internationale Seefrachtverkehr deutlich zugenommen. Und wo viel „geschippert“ wird, da kann auch einiges schief gehen.

Davon lebt das Unternehmen mit seinem Bergungsaktivitäten zu einem guten Teil. So konnten in den vergangenen Monaten verschiedene Bergungskontrakte abgeschlossen und neue hinzugewonnen werden. Auch das Geschäft mit Schleppdiensten dürfte angesichts des Booms im Seefrachtbereich nicht schlecht laufen. Das Unternehmen setzt mehr als 150 Hafen- und Küstenschlepper in den größten und aktivsten Häfen weltweit ein. Unter anderem in Kanada, Panama, Mexiko, Argentinien, Belgien, Malaysia, Singapur und Indonesien und natürlich in den Niederlanden.

Im Zusammenhang mit der kolportierten Ölknappheit im Vergangenheit dürfte auch der Terminalservice des Unternehmens interessant sein. Er befaßt sich mit allen Belangen, die mit dem Bau, dem Betrieb und der technischen Unterhaltung zusammenhängen. Insgesamt scheint das bei den Börsianern zu einer zunehmenden Gewinnerwartung zu führen. Das Unternehmen selbst hat schon früher den Anspruch formuliert, künftig das Niveau der Gewinne im Vergleich mit der Vergangenheit verbessern zu können, allerdings ohne dabei konkreter zu werden.

Volatile Aktie - noch günstig bewertet

Auf Basis der Gewinnschätzungen für vergangene und das kommende Jahr liegen die Kurs-Gewinnverhältnisse bei 10,65 und bei 10,6. Dabei werden zum Teil deutlich geringere Gewinn unterstellt als im Jahr 2003. Denn damals konnte das Unternehmen von Sondererträgen profitieren. Sowohl der Chart als auch die Gewinnentwicklung in der Vergangenheit machen deutlich, daß das Geschäft des Unternehmens zum Teil ziemlich sprunghaft ist. Der „Boom“ bei Havarie dürfte das Unternehmen beschäftigen. Aus diesem Grund ist die Aktie des Unternehmen auch eine gewisse Wette auf solche Ereignisse.

Rein charttechnisch scheint mehr möglich zu sein, denn der in den vergangenen Jahren etablierte Trend zeigt weiterhin nach oben. Insgesamt dürfte das Papier auch auf Grund der Dividendenrendite - sie dürfte sicherlich nicht mehr ganz so hoch ausfallen wie die im Jahr 2004 für das Jahr 2003 ausgeschütteten zwei Euro je Aktie, aber relativ attraktiv bleiben - und der Bewertung nach wie vor einen Blick wert sein. Vor allem dann, wenn der Boom im Seetransport anhalten sollte. Aber auch hier gilt für die Aktie: Absicherungsstrategien können nie schaden.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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