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Donnerstag, 16. Februar 2012
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Dienstleister Smit-Aktie noch vernünftig bewertet

14.03.2006 ·  Die Aktie von Smit International verbuchte in den vergangenen Monaten deutliche Kursgewinne. Das Unternehmen profitiert vom boomenden Seefrachtgeschäft. Die Aktie ist vernünftig bewertet, die Dividendenrendite nicht zu verachten.

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Des einen Pech, des anderen Glück. Das gilt zumindest zum Teil für Smit International und dessen Aktionäre. Die Aktie des niederländischen Bergungsunternehmens und Hafenserviceanbieters Smit International.

Das Unternehmen konnte in den vergangenen Jahren Umsatz und Gewinn zumindest in Trend steigern. Die Aktie reagierte darauf mit einem mittelfristigen Aufwärtstrend, der ausgehend von einem Tief bei 16,49 Euro im April des Jahres 2003 auf zuletzt 63 Euro führte. Das entspricht einem Kursgewinn von 282 Prozent. Der Trend zeigt weiterhin nach oben.

Kurs-Gewinnverhältnisse sind kleiner als zwölf

Das dürfte kaum verwundern. Denn das Unternehmen legte in den vergangenen Wochen gute Zahlen vor und gleichzeitig ist die Aktie mit Kurs-Gewinnverhältnissen von 11,36 und 11,65 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr und mit einer Dividendenrendite von vier Prozent auf Basis der im Mai anstehenden Ausschüttung von 2,5 Euro je Aktie noch vernünftig bewertet.

Das Unternehmen konnte den Gesamtumsatz im vergangenen Geschäftsjahr im Vergleich mit der Vorjahresperiode um 12,25 Prozent auf 387,5 Millionen Euro steigern. Der operative Gewinn verbesserte sich um knapp 29 Prozent auf 42,3 Millionen Euro und der Nettogewinn um 39,78 Prozent auf 38,3 Millionen Euro oder 4,98 Euro je Aktie - und das bei einer von 24 auf 30 Prozent zunehmenden Steuerbelastung.

Smit International geht davon aus, Umsatz und Gewinn in den kommenden Jahren weiter steigern zu können. Das Unternehmen rechnet im Bereich Hafenschleppdienste und Hafenterminals mit einem Umsatzwachstum von 50 Prozent in den kommenden fünf Jahren, mit zehn Prozent Wachstum im Bereich Transport und mit einer gewissen Stagnation im Bergungswesen und beim Einsatz von Schwerlastkränen.

Daraus leiten Analysten ein durchschnittliches Gewinnwachstum von sieben Prozent pro Aktie in den kommenden drei bis fünf Jahren ab. Das klingt machbar angesichts der Strategie des Unternehmens, sich künftig auf das Gewinnwachstum zu konzentrieren. Dabei möchte man einerseits eine größere Stabilität als in der Vergangenheit erreichen und sich gleichzeitig in den oberen Segmenten etablieren, in denen man tätig ist.

Weitere Gewinnsteigerungen sind denkbar

Smit erläutert auch, wie diese Ziele erreicht werden sollen. So denkt man im Bereich der Hafenschleppdienste an Akquisitionen und den Ausbau der bestehenden Flotte. Bei den Terminals sollen die bestehenden Kontrakte erneuert und neue dazu gewonnen werden. Dabei legt das Management wert auf möglichst langfristige Verträge. Das Segment Bergung wird auf die Wahrung vom Marktanteilen und die Akquisition höherwertiger Aufträge ausgerichtet. Der Transportbereich strebt zusätzliche Langfristkontrakte an.

Diese Ziele werden unterstützt durch die Erneuerung der bestehenden Flotte auf Basis erprobter Technologien und Standards. Gleichzeitig soll starker Wert auf die Qualität der erbrachten Dienstleistungen gelegt werden.

Insgesamt scheint die Aktie in einem anhaltend freundlichen weltwirtschaftlichen Umfeld noch sehr vernünftig bewertet zu sein und entsprechende Kursphantasie bieten. Absicherungsstrategien dürften jedoch nicht schaden, zeigen sich doch in einigen Staaten wirtschaftliche Abkühlungserscheinungen - etwa in Neuseeland. Sollten sie aufgrund der steigenden Zinsen auch auf Amerika übergreifen, dürfte das die Aussichten solcher Unternehmen eintrüben.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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