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Dialysetochter belastet : Fresenius-Aktie verliert nach Gewinnrückgang

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Die Dialysetochter FMC belastet das Ergebnis von Fresenius. Bild: dapd

Der Gewinneinbruch der amerikanischen Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) hat den Überschuss von Fresenius deutlich geschmälert. Der Kurs der Fresenius-Aktie sank um 1,7 Prozent, der von FMC um 2,3 Prozent.

          Mit Enttäuschung aufgenommene Quartalszahlen haben die Aktien der beiden Gesundheitskonzerne Fresenius SE und FMC am Dienstag deutlich belastet. Während FMC-Titel um 2,3 Prozent nachgaben, verloren Fresenius-Aktien 1,7 Prozent auf 94,95 Euro. Der Dax lag dagegen fast ein Prozent im Plus. Fresenius hat im ersten Quartal dank der Nachfrage nach Generika und höheren Patientenzahlen zwar mehr verdient als im Vorjahr. Doch der Gewinn der Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) brach überraschend wegen Kürzungen im amerikanischen Gesundheitssystem, höhere Kosten und einem positiven Sondereffekt im Vorjahr ein.

          Die Hessen blieben beim Konzernergebnis und operativen Ergebnis (Ebit) hinter den Erwartungen des Marktes zurück. So stieg der Überschuss bereinigt um Einmalkosten für die Integration des amerikanischen Unternehmens Fenwal um 12 Prozent auf 224 Millionen Euro und das Ebit legte um 5 Prozent auf 696 Millionen Euro zu. Der Umsatz kletterte um 11 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro. Doch während die Hessen mit ihrer zweitgrößten Sparte Kabi sowie der Krankenhaustochter Helios mit prozentual zweistelligen Zuwächsen überzeugen konnten, brach der Gewinn bei der Dialysetochter Fresenius Medical Care um 39 Prozent auf 225 Millionen Dollar ein.

          Analysten von Zahlen enttäuscht

          Eine solide Entwicklung bei den Töchtern Kabi und Helios habe die Schwäche bei FMC wettgemacht, schrieb Analyst Volker Braun von der Commerzbank und bestätigt Fresenius mit einem Kursziel von 97 Euro. Ein gesunkener amerikanische Produktabsatz sowie höhere Kosten, insbesondere pro Patientenbehandlung, hätten aber die Margen des Dialysespezialisten belastet. Analyst Sven Kürten von der DZ Bank bezeichnete bei FMC vor allem das Ebit und die Nettozahlen als enttäuschend. Sie hätten seine und die durchschnittlichen Expertenschätzungen verfehlt. Beim Mutterkonzern Fresenius sei das Ebit zwar auch schwächer als erwartet ausgefallen, das Unternehmen habe aber den Ausblick bestätigt und das wertete er positiv. Er empfiehlt die Papiere weiter zum Kauf, rechnet aber mit einer negativen Kursreaktion. FMC hat er auf „Halten“. Die amerikanische Bank JP Morgan hat die Einstufung für Fresenius SE nach Zahlen auf „Neutral“ mit einem Kursziel von 92 Euro belassen. Der Medizinkonzern habe wegen der schwachen Ergebnisse der Dialysetochter Fresenius Medical Care im ersten Quartal die Gewinnprognosen verfehlt, schrieb Analyst David Adlington in einer Studie vom Dienstag. Zudem seien die Margen des Bereichs Kabi durch die Übernahme von Fenwal stärker als von ihm erwartet verwässert worden.

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