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Deutsche Telekom KfW soll künftig Aktien statt Dividenden bekommen

 ·  Die Deutsche Telekom braucht Geld für ihren Netzausbau. Deswegen kürzt der Konzern die Dividende und will sie künftig verstärkt in Aktien auszahlen. Die KfW zieht offenbar mit.

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Der Bund überlegt, die liquiden Mittel der Deutschen Telekom zu schonen und sich bzw. der Förderbank KfW wenigstens einen Teil der Unternehmensdividende in neuen Aktien auszahlen zu lassen. Dies berichtet das „Handelsblatt“ (Montagausgabe) unter Berufung auf Regierungskreise. Eine Entscheidung für eine solche Sachdividende sei allerdings noch nicht gefallen.

Milliardenersparnis

„Ob sich ein Aktionär für eine Sachdividende entscheidet, ist eine Angelegenheit des Aktionärs selbst“, sagte ein Telekom-Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters. Die Telekom-Aktionäre können bei der nächsten Ausschüttung erstmals wählen, ob die Dividende in bar oder in Aktien ausgezahlt werden soll.

Sollte sich die KfW mit ihrem Aktienanteil von 17 Prozent für die zweite Variante entscheiden, blieben dem Konzern 2013 wahrscheinlich mehr als 500 Millionen Euro in der Kasse, in den beiden Folgejahren knapp 370 Millionen Euro pro Jahr. Für seinen direkt gehaltenen Anteil von 15 Prozent will der Bund dem Bericht zufolge aber nicht auf den Bargeldzufluss verzichten. Die Einnahmen sind schon im Bundeshaushalt eingeplant.

Mehr Geld für den Netzausbau

Eine Sachdividende ist üblicherweise wenig populär, weil die zusätzliche Ausgabe von Aktien den Aktienkurs und den Gewinn pro Anteilsschein verwässert. Die Telekom hatte Anfang Dezember seine Aktionäre mit einer unerwartet heftigen Dividendenkürzung geschockt. Zugunsten des Netzausbaus soll die Gewinnbeteiligung für 2013 und 2014 auf 0,50 Cent je T-Aktie gekappt werden - das ist der niedrigste Stand seit knapp zehn Jahren.

4 Milliarden Euro will die Telekom in die Modernisierung ihres Mobilfunknetzes in den Vereinigten Staaten stecken, weitere 6 Milliarden Euro sollen in den Breitband-Ausbau in Deutschland fließen. Für 2012 will die Telekom im Mai kommenden Jahres noch 70 Cent je Aktie ausschütten. Spätestens danach drohen Kurseinbußen, eine deutliche Verwässerung des Gewinns je Aktien könnte diese noch verschärfen.

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17.12.2012, 10:56 Uhr

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