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Deutsche Bank Anleger stoßen Aktien ab

28.07.2009 ·  Börsianer haben die Quartalszahlen der Deutschen Bank am Dienstag negativ aufgenommen: Der Aktienkurs des größten deutschen Geldhauses büßte mehr als acht Prozent ein und führte damit die Verliererliste im Dax an.

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Aktien der Deutschen Bank sind am Dienstag nach gemischt aufgenommenen Zahlen deutlich unter Druck gekommen. Die Titel des Branchenprimus sackten am Dax-Ende um mehr als 8 Prozent auf 47 Euro ab. Der deutsche Leitindex stieg in den Mittagsstunden leicht um 0,2 Prozent auf 5260 Zähler.

Die Deutsche Bank hat im zweiten Quartal dank des florierenden Investmentbankings erneut einen Milliardengewinn eingefahren. (siehe dazu: ) Dennoch bleibt Bankchef Josef Ackermann vorsichtig. „Der Ausblick für das verbleibende Jahr 2009 hängt stark davon ab, wie es mit der Entwicklung der globalen Wirtschaft weitergeht“, sagte er.

In den vergangenen Tagen hatten zahlreiche internationale Großbanken ihre Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Bis auf wenige Ausnahmen erwirtschafteten die Institute trotz der Finanzkrise Milliardengewinne und schnitten besser ab als erwartet. (siehe: )

Beim Zinsüberschuss verfehlte die Bank zudem die Erwartungen. Händler waren geteilter Meinung. Ein Börsianer bemängelte die hohe Risikovorsorge. Ein weiterer äußerte sich derweil positiver. „Insbesondere der Überschuss und das Handelsergebnis sehen gut aus“, sagte er am Morgen. In den vergangenen drei Wochen hatte der Aktienkurs rund 26 Prozent zugelegt und gehörte damit zu den stärksten Dax-Werten.

Zahlreiche Analysten fanden diverse Kritikpunkte. Die Commerzbank erwägt eine Abstufung der Titel. Der Überschuss sei zwar besser als erwartet ausgefallen, die Gewinnqualität habe allerdings enttäuscht, schrieb Analyst Michael Dunst in einem ersten Kommentar am Morgen. Die „stabilen“ Geschäftsbereiche hätten einen Vorsteuergewinn weit unter seinen Erwartungen abgeliefert. Es hänge nun von der Analystenkonferenz ab, ob er seine bisherige Einschätzung „Add“ mit einem Kursziel von 50,00 Euro senke.

Auch J.P.Morgan zeigte sich enttäuscht vom zweiten Quartal. Rechne man die ganzen Sondereffekte heraus, habe der Vorsteuergewinn die Erwartungen um 200 Millionen Euro verfehlt, so die Analysten. Überraschend schwach habe sich das Anleihengeschäft entwickelt, das im Vergleich zum Vorquartal um 44 Prozent gesunken sei. „Goldman Sachs konnte hier das Niveau halten.“ Das Aktiengeschäft sei allerdings gut verlaufen. Die Abschreibungen seien hingegen wahrscheinlich nicht hoch genug, daher erwartet JPMorgan weitere Wertberichtigungen. Insgesamt habe die Bank „verwirrende Ergebnisse mit zu vielen Sondereffekten“ vorgelegt.

Analyst Christian Hamann von der Hamburger Sparkasse wertete die Zahlen unterdessen insgesamt eher positiv. „Was die Aktie nach unten schickt, sind Gewinnmitnahmen“, sagte der Experte. Ansonsten sei das Ergebnis im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, die starke Risikovorsorge könne sich die Bank gut leisten. „Nun stehen zudem saisonal die schwächeren Quartale an, daher ist es gut, dass Risiken im Kreditgeschäft reduziert wurden“, so Hamann. Sehr positiv bewertete er die Kernkapitalquote von elf Prozent. Damit sei die Deutsche Bank ein gutes Stück von einer möglichen Kapitalerhöhung weggerückt.

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