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Rally geht weiter : Neue Rekordmarke im Dax

  • Aktualisiert am

Die Bullen haben den Dax weiter fest im Griff. Bild: dpa

Der Dax haussiert und meldet gleich zur Börseneröffnung am Dienstag ein neues Rekordhoch. Die runde 13.000er-Marke rückt nun immer näher.

          Mit Rückenwind aus Amerika und Asien ist der Dax auf ein neues Rekordhoch geklettert. In den ersten Handelsminuten konnte der Index ein Plus von über 0,4 Prozent auf 12.940 Punkte verbuchen.

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          Sein bisheriges Allzeithoch von 12.921 Zählern hatte er vergangene Woche erklommen. Am Montag stieg der Dax wegen der Erleichterung über den Sieg der reformorientierten Partei des französischen Präsidenten Emmanuel Macron bei der Parlamentswahl um 1,1 Prozent auf 12.888,95 Punkte.

          Aktien deutscher Stahlkonzerne könnten am Dienstag derweil unter der Furcht vor amerikanischen Schutzzöllen leiden. Amerikas Handelsminister Wilbur Ross hatte in einem Interview mit Bloomberg TV angedeutet, dass Präsident Donald Trump geneigt sei, Schritte zum Schutz der Branche zu unternehmen. Bereits zuletzt hatte es Dumping-Vorwürfe der amerikanischen Regierung gegen mehrere ausländische Stahlproduzenten gegeben, darunter auch gegen die deutsche Salzgitter AG.

          Beim Stahlhändler Klöckner & Co droht Börsianern zufolge eine nachbörsliche Gewinnwarnung des amerikanischen Branchenkollegen Reliance Steel & Aluminum auf die Stimmung zu drücken. Dessen Aktien hatten nach der Schlussglocke an der Wall Street knapp 7 Prozent eingebüßt.

          Anleger warten auf Hinweise der Notenbanken

          Ihre Aufmerksamkeit richten Investoren aber auch unter anderem auf die Zahlen zur Leistungsbilanz der Euro-Zone und der Vereinigten Staaten. Von diesen erhoffen sie sich Hinweise auf die Geldpolitik der amerikanischen Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank (EZB). Das Fed-Notenbankmitglied Charles Evans hat sich derweil für eine längere Pause bei den Zinserhöhungen in den Vereinigten Staaten ausgesprochen.

          Mit dem nächsten Zinsschritt „können wir bis zum Dezember warten", sagte der Vorsitzende der regionalen Notenbank von Chicago in der Nacht zum Dienstag vor Journalisten in New York. Evans, der in diesem Jahr im geldpolitischen Ausschuss der Notenbank Fed (FOMC) stimmberechtigt ist, gilt als geldpolitische „Taube". Er steht also für eine eher lockere Geldpolitik.

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          Amerikas Leitzins wurde zuletzt in der vergangenen Woche um 0,25 Prozentpunkte in einer Spanne zwischen 1,0 und 1,25 Prozent angehoben. Nach Einschätzung von Evans ist eine stärkere Inflation für eine Fortsetzung der Zinserhöhungen notwendig. Es sei wichtig, einige Monate mit „deutlich besseren Inflationsdaten abzuwarten", sagte er. In einer Reihe von enttäuschenden Konjunkturdaten aus Amerika war auch die Preisentwicklung überraschend schwach ausgefallen.

          Nikkei baut Gewinnserie aus

          An der Wall Street hatten die wichtigsten Indizes gestern nach Börsenschluss in Deutschland ihre Gewinne ausgebaut. Der Dow Jones beendete die Sitzung 0,7 Prozent höher mit 21.528 Punkten, der Nasdaq gewann 1,4 Prozent. Der S&P500 stieg um 0,8 Prozent.

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          In Tokio zog der Nikkei-Index am Dienstag um 1,1 Prozent auf 20.292 Zähler an. Damit baute er seine jüngste Gewinnserie aus - seit dem Zwischentief vor knapp zwei Monaten legte der Nikkei 225 zirka 2000 Punkte oder rund elf Prozent zu.

          Auf Jahressicht summiert sich das Plus auf gut 35 Prozent. Damit entwickelte sich der bekannteste japanische Aktienindex besser als der amerikanische Leitindex Dow Jones, aber etwas schlechter als der Dax. Letzterer gewann in den vergangenen zwölf Monaten fast 40 Prozent.

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          Quelle: casc/dpa-AFX

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