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Veröffentlicht: 08.02.2016, 17:51 Uhr

Chesapeake Energy Gerüchte um Fracker-Pleite lassen Aktienkurs einbrechen

Droht einem der großen Erdgas-Produzenten der Vereinigten Staaten die Pleite? Ein entsprechender Bericht führt zu einer Handelsunterbrechung. Das Unternehmen dementiert.

© Reuters Eine Gasquelle von Chesapeake Energy in Pennsylvania.

Die Angst vor einer Umschuldung hat den Aktienkurs des eigenen Angaben zufolge zweitgrößten amerikanischen Erdgas-Prozenten Chesapeake Energy einbrechen lassen. Die Titel halbierten sich auf rund 1,50 Dollar, der Börsenwert fiel insgesamt auf 1 Milliarden Dollar. Das ist der niedrigste Stand seit Mai 1999.

Die Aktien wurden schließlich mit dem Hinweis auf eine bevorstehende Nachricht vom Handel ausgesetzt. Chesapeake teilte dann mit, keine Pläne zu verfolgen, eine Insolvenz einzuleiten (hier geht es zur Mitteilung). Das Unternehmen muss insgesamt Schulden in Höhe von mehr als zehn Milliarden Dollar schultern und habe Sanierungsexperten von der Anwaltskanzlei Kirkland & Ellis angeheuert, berichtete zuvor die Nachrichtenagentur Reuters und berief sich dabei auf mit der Sache vertraute Personen. Chesapeake wies in der Mitteilung wiederum darauf hin, bereits seit dem Jahr 2010 mit der Kanzlei zusammen zu arbeiten.

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Chesapeake Energy ist auch einer der größten Schiefergas-Förderer der Vereinigten Staaten. Schon seit einiger Zeit machen Sorgen die Runde, der niedrige Ölpreis könne dazu führen, dass Fracking-Unternehmen pleitegehen. Die große Angst dabei ist nicht so sehr, dass es in dieser neuen Branche zu einer Marktbereinigung kommt, sondern die Frage, ob die Banken viele Kredite an die Branche vergeben haben und deswegen selbst Schwierigkeiten bekommen könnten. Auch die Kurse vieler Bankaktien sind in den vergangenen Monaten merklich gefallen - sogar stärker als von vielen Energieunternehmen.

Neben Chesapeake haben viele Energieunternehmen mittlerweile Berater engagiert, um mit ihrer Schuldenlast fertig zu werden. Chesapeake hatte allein im dritten Quartal 2015 einen Verlust von 4,7 Milliarden Dollar ausgewiesen. Der Konzern baute im vergangenen Jahr rund 15 Prozent seiner Arbeitsplätze ab und nahm Wertberichtigungen an einigen Öl- und Erdgasvorkommen vor.

2015 meldeten rund 40 Unternehmen der Energiebranche Konkurs an. Angesichts des Ölpreisverfalls wird damit gerechnet, dass in den kommenden Monaten weitere folgen. Seit Mitte 2015 ist der Ölpreis um mehr als 70 Prozent gefallen.

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