15.09.2006 · Mit satten Kursgewinnen macht seit Tagen die Aktie des französischen Chemieunternehmens Arkema aufmerksam. Es wird am oberen Ende der bisherigen Prognosen in die Gewinnzone zurückkehren. Die Aktie ist aber kein Schnäppchen.
Mit satten Kursgewinnen macht seit Tagen die Aktie des französischen Chemieunternehmens Arkema aufmerksam. Auf Sicht einer Woche hat das Papier knapp 25 Prozent auf zuletzt 36,71 Euro zugelegt, alleine am Freitag geht es um 4,89 Prozent nach oben.
Auf diese Weise scheint der Ausbruch aus dem Seitwärtstrend nach oben gelungen zu sein, in den die Aktie nach der Abspaltung von Total und dem Börsengang im Mai des laufenden Jahres übergegangen war.
Rückkehr in die Gewinnzone am oberen Ende der bisherigen Prognosen
Diese Entwicklung mag angesichts des wettbewerbsintensiven Umfeldes zunächst etwas überraschen. Allerdings lieferte das Unternehmen in den vergangenen Tagen positive Nachrichten, die die Anleger zu inspirieren scheinen. Arkema kündigte an, im laufenden Geschäftsjahr nach einer deutlichen Restrukturierung erstmals seit vier Jahren nicht nur die Gewinnzone zu erreichen, sondern der Ertrag solle auch noch am oberen Ende der bisherigen Prognosen liegen.
Das Jahresergebnis werde positiv ausfallen und das Ergebnis vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen im Vergleich eher mit 15 denn mit zehn Prozent wachsen, teilte das Unternehmen bei der Präsentation der Zahlen zum zweiten Quartal mit. Diese Prognose berücksichtige sowohl die übliche Saisonalität zwischen dem ersten und zweiten Quartal, die hohen Energie- und Rohstoffkosten, die angespannte Wettbewerbslage im Acrylgeschäft und die anhaltend starke Nachfrage, die trotz der erwarteten wirtschaftlichen Abschwächung in den Vereinigten Staaten zu erwarten sei, hieß es weiter.
In diesem Umfeld werde sich das Unternehmen weiterhin versuchen, einerseits die Verkaufspreise zu erhöhen und auf der anderen Seite in der Produktion die Effizienz zu verbessern und neue Produkte an den Markt zu bringen.
Aktie ist kein ausgeprägtes Schnäppchen
Die Prognose für das Gesamtjahr dürfte durch die operative Performance in der ersten Hälfte des laufenden Jahres unterstützt werden. Immerhin konnte der Umsatz im Vergleich mit der Vorjahresperiode um 5,8 Prozent auf 3,076 Milliarden Euro gesteigert werden und obwohl die operative Marge und damit auch das operative Ergebnis leicht zurückgingen, konnte statt einem Verlust von 36 Millionen Euro ein Nettogewinn von 37 Millionen Euro erwirtschaftet werden.
Das Unternehmen befindet sich weiterhin im Umbau, in dessen Rahmen bis zu 1.100 Arbeitsplätze abgebaut wurden und werden, um aus der Verlustzone zu kommen. Sie führen nach Unternehmensangaben zu Kosteneinsparungen in Höhe von 30 Millionen Euro. Gleichzeitig sollen bestimmte Unternehmensteile verkauft werden, deren Erlöse für gezielte Akquisitionen verwendet werden sollen. Auch die Konzentration auf effiziente Produktionsstätten geht weiter. Ein Kern der künftigen Strategie liegt auch im Erschließen rasch wachsender Märkte in Asien.
Insgesamt klingt die Unternehmensstrategie schlüssig. Allerdings steht Arkema damit nicht alleine. Denn ähnliche Pläne sind in der Branche inzwischen weit verbreitet. Auf dieser Basis sollten Anleger die Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Immerhin ist die Aktie mit Kurs-Gewinnverhältnissen von 18,9 und 15,3 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr kein Schnäppchen mehr.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.692,96 | −1,41% |
| FAZ-INDEX | 1.495,13 | −1,32% |
| TecDAX | 769,89 | −0,43% |
| MDAX | 10.249,10 | −1,04% |
| SDAX | 4.985,13 | −0,71% |
| REX | 421,06 | −0,02% |
| Eurostoxx 50 | 2.480,76 | −1,65% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 80,01 | −1,60% |
| Dow Jones | 12.801,20 | −0,69% |
| Nasdaq 100 | 2.547,32 | −0,65% |
| S&P500 | 1.342,64 | −0,69% |
| Nikkei225 | 8.999,63 | +0,59% |
| EUR/USD | 1,3239 | +0,01% |
| Rohöl Brent Crude | 118,24 $ | +0,29% |
| Gold | 1.711,50 $ | −2,09% |
| Bund Future | 138,62 € | +1,01% |