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Charttechnik Dax schafft sich neuen Spielraum nach oben

 ·  Der Dax sieht charttechnisch ziemlich gut aus. Gerade hat er den Abwärtstrend seit November 2000 und sein Jahreshoch überwunden.

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Der Dax bringt die Charttechniker gehörig auf Trab. Nicht nur ist er schneller als erwartet an seinen Abwärtstrend seit November 2000 herangelaufen, der gerade bei 5.280 Zählern verläuft.

Mit dem Plus von 1,3 Prozent auf 5.355 Punkte bis zum Mittag hat er diesen am Donnerstag sogar überwunden, wenn auch noch nicht signifikant. Mehr noch: Mit dem Tageshoch bei 5.370 hat der Index auch sein bisheriges Jahreshoch bei 5.352 übertroffen.

Neuer Kursspielraum

„Das sieht recht konstruktiv aus“, meint Klaus Tafferner. Der technische Analyst von Concord Effekten ist guten Mutes, dass der Index nun bald auch den langfristigen Baissetrend seit März 2000 in Angriff nehmen kann. Der läuft gerade bei 5.700 Zählern; in eineinhalb Wochen wird er bei 5.650 Punkten liegen. Hält er sich auf dem Niveau um 5.360 Punkte, hat sich der Dax charttechnisch also eine Menge neuen Bewegungsspielraum geschaffen.

„Am langfristigen Trend (seit März 2000) dürfte der Dax ein paar Tage knabbern, und hätte dann Potenzial bis 5.925 Punkte“, meint Tafferner. Diese Marke leitet er aus einem Fibonacci-Widerstand her, da sich der Index in letzter Zeit sehr stark an den Fibonacci-Marken orientiert habe.

Allerdings kalkuliert Tafferner nach den jüngsten Avancen auch eine kleine Schwächephase ein, die den Dax noch einmal bis in den Bereich von 5.220 oder sogar 5.150 Punkten führen könnte. Entscheidend dafür sieht er die Frage, ob auch der Dax-Future, der derzeit um 5.360 notiert, sein bisheriges Jahreshoch bei 5.389 Punkten überwinden kann.

Kein technisches Störfeuer aus Amerika

Geht es um die Marktverfassung, ist natürlich ein Blick über den großen Teich unerlässlich. Aber auch an der Wall Street geben die Charts keinen Grund zur Besorgnis: Mit dem Fall der Widerstände beim Nasdaq Composite um 1.878 Punkte ist dort der Weg frei bis in die Zone von 1.915 bis 1942 Punkten, meint der technische Analyst Paul Cherney von Standard & Poor's. Zur Wochenmitte erreichte der Index 1.890 Punkte. Unterstützung sieht Cherney beim Nasdaq bei 1.849 bis 1.859 Punkten.

Der S&P 500-Index bewegt sich mit 1.162 Punkten gerade in seiner Widerstandszone zwischen 1.150 bis 1.177 Punkten. Cherney erwartet, dass der S&P 500 in den nächsten Tagen einen weiteren Aufstieg bis in die Zone von 1.190 bis 1.206 Punkten.

Ist die Baisse am Ende?

Ist das der sehnlich erwartete Abschied von der Baisse, die fundamental durch neue Konjunkturhoffnungen für die USA und die massiven Zinssenkungen des vergangenen Jahres unterstützt wird? Oder wird die Unsicherheit über manipulierte Bilanzen und die Gewinndynamik die Erholung wieder im Keim ersticken? Diskutieren Sie mit im FAZ.NET-Forum (vgl. Link).

Dax im Fünfjahreschart.

Quelle: @la
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