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Branchenrückblick Von Technologie- zu konservativen Branchen

 ·  Während im Euro Stoxx in den ersten elf Monaten des Jahres die Technologiebranche gut schlug, wurde sie im Russell 2000 von den Ölwerten geschlagen. Im November entwickelte sich in Europa die Chemie am besten.

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Der Blick zurück auf die Kursentwicklung der verschiedenen Branchen im November und den vergangenen elf Monaten bestätigt das Bild, das sich schon bei der Betrachtung der Einzelaktien ergab. Denn insgesamt haben die Technologiewerte die Kurserholung angeführt. Allerdings hat ihre Dynamik im vergangenen Monat deutlich nachgelassen.

Im Dow Jones Euro Stoxx schnitten im November mit einem Plus von 5,03 Prozent die Chemiewerte am besten ab, gefolgt von der Medien-, Versorger- und der Gesundheitsbranche mit einem Plus von jeweils mehr als vier Prozent. Ein deutlicheres Minus war lediglich bei den Einzelhandelswerten und den antizyklischen Gütern zu finden. Wenn auch nicht sonderlich ausgeprägt.

Branchenentwicklung zeigt die Hoffnung auf den Aufschwung

In den ersten elf Monaten lagen die Technologiewerte vorne mit einem Plus von knapp 33 Prozent. Aber auch die Industriegüter, zyklische Güter und Banken konnten mit Kursgewinnen von mehr als 25 Prozent deutliche Kursgewinne verbuchen. Bei den Banken zeichnet sich damit die Erholung von ihren enormen Tiefständen ab. Sie kann begründet werden mit der Restrukturierung innerhalb der einzelnen Unternehmen und mit der Erwartung, daß es in absehbarer Zukunft nun auch in der Branche zu größeren Bewegungen kommen wird. Immer wieder geistern Vermutungen über Fusionen und Übernahmen durch die Gazetten.

Im etwas breiteren Russell 2000 führten im November eindeutig die Ölwerte mit einem Plus von 7,37 Prozent, gefolgt von den Rohstoffwerten und der Investitionsgüterbranche mit einem leichten Plus. Unterdurchschnittlich schnitten dagegen die Automobil- und die Versorgerbranche ab. Bei der Autobranche dürfte sich die Entwicklung damit begründen, daß die Anbieter zumindest in Amerika den Absatz in den vergangenen Monaten mit Sonderkonditionen beinahe schon bis zum Letzten ausgereizt haben. Irgendwann dürften sie nicht mehr wirken.

In Amerika hat sich die Ölbranche gut geschlagen

Sogar mit Blick auf die ersten elf Monate haben die Ölwerte mit einem Plus von 76,3 Prozent überdurchschnittlich abgeschnitten. Sogar noch deutlich besser, als die Technologiewerte. Für diese Entwicklung dürfte auf der einen Seite der relativ hohe Ölpreis mit verantwortlich sein.

Für die weitere Entwicklung dürfte es entscheidend sein, wie sich die amerikanische Zentralbank in den kommenden Tagen über die weiteren konjunkturellen Perspektiven äußern wird. Sollte sie andeuten die Zinsen noch längere Zeit tief zu halten, könnten die Börsen möglicherweise noch etwas Dynamik gewinnen. Möglicherweise verschiebt sie allerdings ihren „Meinungswandel“ bis ins erste Quartal des kommenden Jahres, um den Marktteilnehmern noch etwas Luft zu geben.

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