Zumindest teilweise ist es im Monat August zu einer Branchenrotation im DJ Euro Stoxx gekommen. So fielen die Versicherungen als im Juli noch zweitbeste Branche im Vormonat mit einem Minus von 3,92 Prozent auf den letzten Platz zurück (siehe Tabelle unten).
Dafür erlebten die nichtzyklischen Güter ein kleines Comeback. Dank einem Monatsplus von 8,55 Prozent und Platz vier konnten sie ihr im bisherigen Jahresverlauf eingefahrenes Minus auf 5,98 Prozent begrenzen.
Dadurch haben sich alle Sektoren zumindest theoretisch die Chance erhalten, bis zum Jahresende noch in den schwarzen Bereich vorzustoßen. Allerdings ist dabei speziell bei der Branche Gesundheit und Pharma eine Inititialzündung nötig, denn hier ging es auch im August nur gemächlich voran.
Konjunktursensible Branchen liegen vorne
Gemächlichkeit, mit aber einer immerhin stetig nach oben gerichteten Tendenz, war auch das, was die im DJ Euro Stoxx vertretenen Branchen insgesamt im August zu bieten hatten. Durch ein durchschnittliches Monatsplus von 2,34 Prozent kommen die Branchen nun in den ersten acht Monaten des Jahres 2003 auf einen Wertzuwachs von im Schnitt fast zehn Prozent.
Wie schon im Juli liegen dabei noch vier Branchen im Minus, während es an der Spitze mit der Technologie, den zyklischen Gütern und den Industriegütern gleich drei Sektoren auf ein Plus von über zwanzig Prozent gebracht haben. Die zyklischen Gütern brachten es dabei alleine im August auf einen Wertzuwachs von 11,27 Prozent.
Da hinter dieser überzeugenden Vorstellung vornehmlich die Hoffnung auf ein Anspringen der Weltkonjunktur steckt und diese Hoffnung zuletzt durch die neuesten Konjunkturdaten noch genährt wurde, könnte die gute Form dieser Branchen anhalten.
Rangfolge scheint vorerst weitgehend zementiert
Ähnlich wie im Vormonat könnte es zwar auch im September zu einer gewissen Branchenrotation kommen, aber eine generelle Verschiebung der Prioritäten der Anleger zeichnet sich derzeit nicht ab.
Dafür spricht auch die historische Erkenntnis, daß je näher das Jahresende rückt, die Fondsmanager dazu neigen, die bereits gut gelaufenen Titel noch einmal verstärkt aufzukaufen. Das Ziel dahinter ist es, den Anlegern am Ultimo beim Ausweis der Positionen zu zeigen, wie richtig man mit seinen Anlageentscheidungen doch gelegen hat.