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Börsenweisheit „Fünf-Tage-Regel“ gutes Omen für Börsenjahr 2013

Nach der sogenannten „Fünf-Tage-Regel“ gibt die Kursentwicklung der ersten fünf Handelstage die Richtung für das Gesamtjahr vor. Glaubt man der Regel, können sich Anleger auf ein gutes Börsenjahr freuen.

© dpa Vergrößern Geht’s in den ersten fünf Handelstagen nach oben, stehen die Zeiten auch für das gesamte Jahr auf Hausse - das besagt die „Fünf-Tage-Regel“.

Die Chancen für ein erfolgreiches Börsenjahr 2013 stehen gut - zumindest wenn man der Statistik glaubt. Denn nach der sogenannten „Fünf-Tage-Regel“ gibt die Kursentwicklung der ersten fünf Handelstage die Richtung für das Gesamtjahr vor. Für den breit gefassten amerikanischen Aktienindex S&P 500 stimmte dies seit 1950 in 85 Prozent der Fälle. In der 25-jährigen Geschichte des Dax liegt die Quote bei immerhin knapp 75 Prozent. Beide Indizes gewannen in den vergangenen Tagen jeweils gut ein Prozent.

Für Jim O’Neill, Chef von Goldman Sachs Asset Management, ist die Fünf-Tage-Regel ein erstaunlich präziser Indikator. Erklären kann er diesen Effekt allerdings nicht. „Aus wirtschaftlicher Sicht ergibt das keinen Sinn.“

Der Januar ist ein guter Börsenmonat

Jim Reid, Anlagestratege und Börsen-Historiker der Deutschen Bank, betont, dass der Januar - unabhängig von der Fünf-Tage-Regel - generell ein guter Börsenmonat ist. Der S&P 500 habe seit seiner Einführung 1928 in diesem Monat durchschnittlich 1,73 Prozent zugelegt. Dies sei der höchste Wert aller Monate. „Unsere Markteinschätzung basiert zwar nicht auf einigen historischen Statistiken, aber die Zahlen sagen doch etwas über saisonale Muster aus“, fügt Reid hinzu.

Warten Anleger wirklich einfach nur das neue Jahr ab, um ihre Wetten auf die Kursentwicklung der kommenden Monate zu plazieren? Zweifel sind angebracht, denn vor allem institutionelle Investoren treffen ihre Entscheidungen für das kommende Börsenjahr meist schon im November. Kleinanleger warten da eher schon mal ab, weil sie befürchten, dass es in den umsatzarmen vorweihnachtlichen Wochen zu Kurs-Verzerrungen kommt.

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Einige Börsianer sehen in dem ganzen Phänomen eine sich selbst verstärkende statistische Abweichung. Anleger suchen nach wiederkehrenden Mustern, anhand derer sie Kursentwicklungen voraussagen wollen. Chart-Analysten pressen daher das Auf und Ab seit Jahrzehnten in mathematische Formeln. Mit dem Siegeszug des sogenannten Algo-Trading gewinnt diese Börsen-Disziplin an Bedeutung. Dabei kaufen und verkaufen Computerprogramme auf Basis charttechnischer Formeln - Algorithmen - eigenständig Wertpapiere. Schätzungen zufolge gehen an der Wall Street rund 70 Prozent der Aktienumsätze auf das Konto des Maschinenhandels. In Deutschland dürften es 40 Prozent sein.

Quelle: FAZ.net mit Reuters

 
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