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Dating-App : Tinder kommt an die Börse

  • Aktualisiert am

Auf einer Tinder-Party in Rio de Janeiro. Bild: AP

Der Betreiber der Dating-App Tinder kommt demnächst an die Börse. Dadurch wird klar, wie groß der Unternehmensgewinn ist.

          Der Anbieter der Dating-App Tinder strebt an die Börse. Am Wochenende hat die „Match Group“ die nötigen Dokumente bei der amerikanischen Börsenaufsicht eingereicht.

          Die „Match Group“ ist eine Tochtergesellschaft des amerikanischen Medienkonzerns „Interactive Corp“ (IAC). Sie betreibt nicht nur Tinder, sondern auch weitere Dating-Plattformen wie OkCupid, Match und FriendScout 24. Im Juni rechnete IAC damit, dass bei einem Börsengang rund 20 Prozent der Aktien verkauft würden.

          Für alle, die Tinder nicht kennen: Die Dating-App hat einen ganz neuen Single-Markt hervorgebracht. Das Smartphone zeigt Fotos von Singles in der Nähe – ein Wisch nach links bedeutet „nicht gut“, ein Wisch nach rechts bedeutet „gut“. Haben beide nach rechts gewischt, können sie sich verabreden. Was anfangs vor allem für schnellen Sex genutzt wurde, hat inzwischen auch die eine oder andere langfristige Beziehung hervorgebracht.

          Der Gewinn wächst

          Dass das Unternehmen gleich mehrere Portale betreibt, sieht es als Vorteil: „Unser Mehrmarken-Ansatz erlaubt es uns, eine breite Nutzerschaft anzusprechen.“ Jeder Bevölkerungsgruppe werde die Plattform präsentiert, die das Unternehmen für die geeignetste hält. „So schaffen wir eine größere Reichweite bei geringeren Kosten für die Nutzergewinnung.“ Zudem könnten die Plattformen sich gegenseitig bewerben.

          Insgesamt hat das Unternehmen laut den Angaben  monatlich 59 Millionen aktive Nutzer und 4,7 Millionen zahlende Mitglieder. Der Umsatz sei in den Jahren 2012 bis 2014 von 713 Millionen Dollar auf 888 Millionen Dollar gestiegen, der Nettogewinn habe sich in der gleichen Zeit von 90 Millionen auf 148 Millionen gesteigert.

          Zudem sieht das Unternehmen offenbar weiteres Umsatzpotenzial durch Werbung. Die Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg zitiert das Unternehmen mit dem Satz, bei Tinder werde nur zwei Prozent des verfügbaren Platzes genutzt.

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