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Beteiligungsgesellschaften Aktie von Danaher auf Allzeithoch

07.10.2004 ·  Die Aktie der amerikanischen Danaher Corporation hat in den vergangenen 19 Jahren knapp 30 Prozent pro Jahr zugelegt. Der Trend zeigt weiterhin nach oben, die Aktie hat allerdings ihren Preis.

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Aktienanleger sind unterschiedlich gestrickt. Die spekulativen sind aus auf rasche, starke Kursgewinne und setzen aus diesem Grund recht gerne auf Werte, die ihrer Meinung nach schnell steigen werden. Dabei sind sie bereit, hohe Risiken einzugehen. Das andere Extrem bevorzugt Aktien von jenen Unternehmen, die langfristig und nachhaltig wachsen.

Dazu könnte beispielsweise die amerikanische Danaher Corporation gehören. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren nicht nur die Umsätze, sondern gleichzeitig auch den Gewinn je Aktie stetig gesteigert. Der Chart der Aktie befindet sich in einem eindrucksvollen, langfristigen Aufwärtstrend. Mit einem Kursgewinn von 5,58 Prozent auf 54,90 Dollar hat die Aktie am Mittwoch ein neues Allzeithoch erreicht.

Überdurchschnittliche Renditen in der Vergangenheit ...

Anleger, die sich die Aktie bei 40 Cents im Jahr 1985 ins Depot legten und sie bis heute nicht mehr anrührten, können auf einen Kursgewinn von 13,625 Prozent zurückblicken. Das ergibt eine Rendite alleine auf Grund der Kursgewinne von jährlich 29,6 Prozent. Mit der regelmäßig ausgeschütteten, wenn auch eher bescheidenen Dividende liegt der Ertrag noch etwas höher.

Die Wachstumsstrategie und die Ertragskraft erklärt sich aus einer Mischung zwischen organischem Wachstum und einem stetigen Strom von Übernahmen von in ihren Märkten gut positionierten mittelständischen Unternehmen. Dabei geht das Management sehr zielgerichtet vor. Es legt wert auf starke und bekannte Marken, eigene Technologien und Marktführerschaft.

Was den Erfolg des Unternehmens ausmacht formulierte es in einem Jahresbericht: „Wir haben das Ziel, bei den Produkten, die wir anbieten, die innovativsten und kostengünstigsten zu sein. Wir versuchen in spezifischen Marktnischen mindestens an erster oder zweiter Stelle zu liegen“. Im Laufe der Zeit und mit fortlaufenden Übernahmen hat sich der Umsatzschwerpunkt des Unternehmens immer wieder gewandelt. Wurden im Jahr 1985 noch 86 Prozent der Umsätze mit Reifen und Gummiprodukten erzielt, so kamen im vergangenen Jahr 77 Prozent des Umsatzes von Wassertestern, Präzisionsmotoren, Spannungsmeßgeräten und anderen Produkten, die das Unternehmen als Prozeß- und Umweltkontrollsegment bezeichnet.

... als Resultat einer profitablen Strategie

Die Grundstrategie besteht erstens darin, auf Unternehmen mit guten Marken zu setzen. Zweitens in Segmenten aktiv zu werden, in denen sich durch den Kauf und die Zusammenführung verschiedener Unternehmen „Marktführer“ schaffen und gleichzeitig Synergien heben lassen. Vor allem in der Integration scheint Danahers Stärke zu liegen. Im Frühjahr des laufenden Jahres wurde der deutsche Hersteller von zahnmedizintechnischen Geräten Kaltenbach & Voigt für 425 Millionen Dollar übernommen. Aktuell bietet Danaher für die britische Linx Printing Technologies knapp das Doppelte der bis dahin an der Börse erreichten Marktkapitalisierung. Linx hat in den vergangenen Jahren nicht nur immer Gewinne erzielt und in jedem Halbjahr eine Dividende ausgeschüttet. Es ist auch stetig gewachsen.

Auf Basis solcher Übernahmen dürfte sich auch der Erfolg der Danaher Coporation als solche und der Aufwärtstrend der Aktie erklären lassen. Qualität hat allerdings ihren Preis. Denn mit Kurs-Gewinnverhältnissen von 24,5 und 21,5 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr ist die Aktie sicherlich kein Schnäppchen. Ein Blick auf die Vergangenheit und die Entwicklung der Kurs-Gewinnverhältnisse - Basis: abgelieferte Gewinne - im Laufe der Zeit zeigt allerdings, daß die Aktie in den vergangenen Jahren immer auf diesem Niveau gehandelt wurde. Wer sie haben möchte, dürfte sie kaum günstiger erhalten.

Trotz des eindrucksvollen Trends dürfte es nicht schaden, sich gegen unliebsame negative Überraschungen durch die geschickte Platzierung von Stopp-Loss-Orders abzusichern. Denn es gibt auch Kritiker, die das Unternehmen, das eine eher zurückhaltende Informationspolitik betreibt, für instrasparent halten.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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