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Basismaterialien Aktie von HeidelCement profitiert von Wiederaufbauphantasie

13.01.2005 ·  Die Aktie von HeidelbergCement verbuchte in den vergangenen Monaten Kursgewinne. In jüngster Zeit spielte die Wiederaufbausphantasie in Asien eine Rolle. Der Trend zeigt weiterhin nach oben, ein Schnäppchen ist das Papier nicht mehr.

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Die Baubranche in Deutschland glänzt nicht gerade und trotzdem hat sich in den vergangenen Monaten die Aktie des Zementherstellers HeidelbergCement von ihren Tiefs erholt, den langfristigen Abwärtstrend überwunden, einen mittelfristigen Aufwärtstrend etabliert und inzwischen knapp 163 Prozent auf zuletzt 64,64 Euro zugelegt. Der Trend zeigt weiterhin nach oben.

Das hängt einerseits damit zusammen, daß das Unternehmen international tätig und damit nicht sonderlich stark auf den deutschen Markt angewiesen ist. Während in den vergangen Jahren die Umsätze in Europa stärker und in Nordamerika etwas leichter zurückgegangen sind, haben sie in anderen Regionen zum Teil deutlich zugelegt.

Steigende Nachfrage nach Rohstoffen auch im Bausstoffsektor

Die Unternehmen der Branche profitieren seit einiger Zeit von der starken Nachfrage nach Rohstoffen, auch im Baussektor. Sie haben gleichzeitig inzwischen schon zu steigenden Preisen geführt. Das dürfte dazu geführt haben, daß auch HeidelbergCement nach einem eher schwächeren Jahr 2003 im Jahr 2004 wieder steigende Umsätze und Erträge verbuchte.In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres ist der Umsatz im Vergleich mit der

Vorjahresperiode um 8,33 Prozent auf 5,215 Milliarden Euro gestiegen, der Nettogewinn legte sogar um 137 Prozent auf 286 Millionen Euro zu. Das Unternehmen ging zu diesem Zeitpunkt von einer anhaltend positiven Entwicklung der Weltwirtschaft aus. Dabei rechnete das Unternehmen mit einer abnehmenden Wachstumsdynamik in den Vereinigten Staaten, während sie in Osteuropa und auch in Asien weiterhin anhalten sollte.

Es dürfte nicht neu sein, daß das Geschäft in diesen Regionen förmlich boomt. Denn dort gibt es sowohl im Bereich der öffentlichen Infrastruktur als auch im Privatbereich - sprich Lebensstandard - bei anhaltendem Wirtschaftswachstum und den dadurch steigenden Einkommen noch deutlichen Nachholbedarf. Vor allem das Geschäft der Bau-Servicetochter Maxit scheint sehr gut zu laufen und verbucht bei leicht zurückgehendem Personalbestand steigende Umsätze und Gewinne.

... Wiederaufbauphantasie in Asien nach dem Tsunami

Das Unternehmen erzielte in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres knapp 48 Prozent seiner Umsätze in allen Teilen Europas, etwas mehr als 20 Prozent in Nordamerika und knapp 32 Prozent in Afrika, Asien und der Türkei. In jüngster Zeit sorgte vor allem auch die Wiederaufbau-Phantasie in Südasien für eine gewisse Kursphantasie. Denn das Unternehmen ist unter anderem auch in Indonesien mit einer Beteiligung von knapp 33 Prozent an Indocement stark vertreten. Auf der anderen Seite besteht allerdings ein gewissen Risiko, daß andere bisher gut gelaufene Märkte, beispielsweise in Großbritannien, künftig nicht mehr so stark laufen könnten wie in der Vergangenheit. Solche Argumente könnten den aktuell anhaltenden Optimismus dämpfen.

Mit Kurs-Gewinnverhältnissen von 14,1 und 11,8 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Jahr scheint die Aktie vernünftig bewertet zu sein. Allerdings unterstellen die Analysten bei ihren Schätzungen kräftige Gewinnsteigerungen. Auch eine Dividendenrendite von 2,45 Prozent und der Chart können sich sehen lassen. Der mittelfristige Trend zeigt weiterhin nach oben. Sollte es der Aktie gelingen, die nächste Widerstandsmarke bei 49 Euro herauszunehmen, würde sie sich zumindest aus charttechnischer Sicht weiteren Spielraum erschließen. Absicherungsstrategien dürften allerdings nie schaden.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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