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Banken UBS-Aktie weiter im Vorwärtsgang

14.02.2006 ·  Der Schweizer Bankkonzern UBS meldet einen ordentlichen Gewinn und blickt optimistisch in die Zukunft. Auch der Chart sieht gut aus. Einiges spricht dafür, daß das so bleibt.

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Rekordgewinn, gesteigerte Rendite, Prognosen übertroffen, ein optimistischer Blick in die Zukunft - der Schweizer Bankkonzern UBS hat mit den am Dienstag vorgelegten Zahlen sein Bestes getan, um die Aktionäre zu erfreuen.

Jahrelang hatte es die Aktie nicht geschafft, dauerhaft aus dem Korridor zwischen 35 und 60 Euro auszubrechen. Inzwischen aber ist ihr das gelungen: Seit Mai vergangenen Jahres eilt sie von Hoch zu Hoch, am Montag wurde ein neuer Rekordwert von 90,40 Euro erreicht.

„Deal-Pipelines“ vielversprechend

UBS hat 2005 bei guten Verhältnissen an den Finanzmärkten aus den fortgeführten Geschäften einen Rekordgewinn von 9,844 (Vorjahr: 8,089) Milliarden Franken erzielt (6,33 Milliarden Euro). Einschließlich des Gewinnbeitrages aus dem Verkauf der Privatbanken mit einem Nettoerlös von 3,705 Milliarden Franken ergab sich ein Jahresgewinn von 14,029 Milliarden Franken, das sind 9,02 Milliarden Euro.

Der Gewinn des vierten Quartals aus fortgeführten Geschäften belief sich auf 2,629 (Vorjahresquartal 2,021) Milliarden Franken. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten den Quartalsgewinn auf 5,93 Milliarden Franken einschließlich Verkaufsgewinn und auf 2,51 Milliarden Franken ohne den einmaligen Verkaufsgewinn veranschlagt.

Aktiensplit im Juli vorgesehen

Die Ausschüttung soll nach drei Franken im Vorjahr 3,80 Franken betragen, einschließlich einer steueroptimierten einmaligen Nennwertrückzahlung von 0,60 Franken je Aktie. Die Aktie soll im Juli im Verhältnis 1:2 gesplittet werden, um die Liquidität zu verbessern. Die Aktienrückkäufe werden fortgesetzt und für Aktien an die Mitarbeiter eine bedingte Kapitalerhöhung um bis zu 75 Millionen (alte) Aktien vorgeschlagen.

Den Neugeldzufluß im Konzern des Jahres 2005 für die fortgeführten Geschäfte gab UBS mit 148 (Vorjahr 82,2) Milliarden Franken an, davon 95,1 Milliarden Franken im Vermögensmanagement. Hier gab es der Bank zufolge bedeutende Zuwächse in Asien.

Erträge wachsen schneller als die Kosten

Im vierten Quartal flossen dem Vermögensmanagement 19,7 Milliarden Franken zu. Ende 2005 verwaltete die Bank als größter Vermögensverwalter der Welt Vermögen im Wert von 2,7 Billionen Franken.

Sämtliche Geschäftsbereiche hätten sich verbessert, teilte die Bank mit. Die Erträge seien schneller gewachsen als die Kosten. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis habe sich um 1,3 Prozentpunkte auf 70,9 Prozent verbessert.

Gute Chancen für die Aktie

Für das laufende Jahr 2006 zeigte sich die Bank optimistisch. 2006 habe mit einem positiven Trend begonnen. Die Wachstumsfaktoren für die Finanzbranche seien intakt und die „Deal-Pipelines“ der Investmentbanken seien viel versprechend, erklärte die größte Schweizer Bank am Dienstag. Den Zielwert für die Eigenkapitalrendite hob die Bank von bisher 15 bis 20 Prozent auf 20 Prozent an.

Die Analystenzunft sieht die Zukunft des Schweizer Konzerns ähnlich positiv wie das Management: Der Gewinn je Aktie, so ihre Durchschnittsschätzung, soll bis 2006 auf 10,09 Franken und bis 2007 auf 11,16 Franken steigen. Das klingt nicht übertrieben, schließlich lag der Gewinn je Aktie 2005 bei 9,78 Franken, wenn man den Verkauf der Privatbanken nicht berücksichtigt.

Auf Basis der genannten Gewinnschätzungen ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 13,9 für 2006, für 2007 sinkt das KGV auf 11,4. Mit dieser Bewertung liegt die Aktie im Branchenschnitt.

Nicht zu verachten ist auch die Dividende: Analysten rechnen im Schnitt mit einer Ausschüttung von 3,96 Franken für 2006, für 2007 sollen es dann 4,50 Franken sein. Das würde beim Kurs vom Montag einer Dividendenrendite von 2,8 bis 3,2 Prozent entsprechen.

Es spricht einiges dafür, daß sich UBS im Wettbewerb gut behaupten kann. Die Branchenkonjunktur ist intakt, derzeit profitieren die meisten Banken von der guten Stimmung an den Finanzmärkten und lukrativen Beraterverträgen. Von diesem positiven Umfeld sollte die UBS-Aktie auch in Zukunft profitieren können.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @bemi mit Material von Reuters
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