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Banken Bankaktien sehen im Moment relativ attraktiv aus

15.02.2006 ·  Die Geschäfte der Banken scheinen wieder gut zu laufen. Das zeigt sich nicht nur an den steigenden Kursen ihrer Aktien, sondern auch an der Ertragsentwicklung. Beides läßt sie im Moment vergleichsweise attraktiv aussehen.

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Die Geschäfte der Banken scheinen wieder gut zu laufen. Das zeigt sich nicht nur an den steigenden Kursen ihrer Aktien, sondern auch an der Ertragsentwicklung. Denn beide haben sich in den vergangenen Monaten durchwegs positiv entwickelt.

Das läßt sich an den Meldungen der vergangenen Tage leicht ablesen. „Der Schweizer Bankkonzern UBS hat 2005 wieder einen Rekordgewinn, die Commerzbank hat im abgelaufenen Jahr auch ohne die umfangreichen Verkäufe von Beteiligungen ihre selbstgesteckten Ziele übertroffen, der Finanzkonzern Credit Suisse hat den Gewinn leicht um vier Prozent gesteigert“ - solche Mitteilungen häuften sich.

Banken profitieren vom positiven Umfeld ...

Das dürfte kaum verwundern. Denn erstens profitieren die Unternehmen der Branche von den anhaltend tiefen Zinsen, zweitens lassen die steigenden Kurse an den Börsen und die aus diesem Grund zunehmenden Aktivitäten der Anleger in diesem Bereich die Erträge wieder sprudeln und drittens machen sich auch die Restrukturierungen der vergangenen Jahre nun positiv bemerkbar. Denn sinkende Kosten machen sich bei zunehmenden Aktivitäten zumindest optisch doppelt bemerkbar.

Aus diesen Gründen und auch in Verbindung mit der anhaltenden Konsolidierung in der Branche dürften die weiteren Perspektiven bei einer anhaltend freundlichen weltwirtschaftlichen Entwicklung und einer positiven Stimmung an den Finanzmärkten nicht schlecht sein. Für dieses Umfeld scheinen manche Einzelwerte sogar noch ausgesprochen günstig zu sein.

Die Unternehmen dürften nicht nur von der wirtschaftlichen Dynamik profitieren, sondern sie setzen auch ihre inzwischen eingeschlagenen Strategien fort, gleichzeitig zu wachsen und dabei auch noch profitabler zu werden. Im Unterschied zu früher scheint Größe allein nicht mehr das entscheidende Kriterium, um für Prestige zu sorgen.

Viele der Unternehmen haben ihre Geschäftsmodelle in den vergangenen Jahren überarbeitet und streben in den von ihnen definierten Kerngeschäftsfeldern eine führende Marktstellung an. Dazu zählen beispielsweise bei Unternehmen wie der UBS und der Deutschen Bank das Investmentbanking und auch die Vermögensverwaltung, die Commerzbank scheint sich immer mehr auf den Mittelstand und den Immobilienbereich zu konzentrieren und die französischen Bankenriesen sind sowohl im Investmentbanking als vor allem auch im Privatkundenbereich stark positioniert.

... und von der Repositionierung

Größere Institute sind inzwischen dazu übergegangen, sich auch international Marktanteile zuzukaufen. Das gilt beispielsweise für die Unicredito aus Italien mit der Übernahme der HypoVereinsbank, aber auch für ABN Amro, die BNP Paribas und andere. Italien scheint im Moment im Brennpunkt der Branchenkonsolidierung zu stehen.

Insgesamt dürften solche Strategien die Profitabilität der marktführenden Unternehmen noch verstärken, vor allem in einem anhaltend freundlichen Umfeld. Schwieriger könnte es erst dann wieder werden, wenn sich die konjunkturelle Situation eintrüben sollte. Denn würde sowohl die Kreditwürdigkeit der Kunden zurückgehen und auf diese Weise den Geschäftsgang der Banken bremsen. Gleichzeitig würde sich wohl auch das Börsenumfeld eintrüben mit entsprechend negativen Auswirkungen auf das Handels- und Anlagegeschäft und auf die Reserven der Unternehmen.

Insgesamt mögen die Bankenwerte im Moment attraktiv aussehen und die Charts verlockend. Das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß das Geschäft im Prinzip zyklisch ist. Aus diesem Grund dürfte es ratsam sein, sich von den Papieren rechtzeitig wieder zu verabschieden.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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