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Veröffentlicht: 10.02.2017, 11:42 Uhr

Technische Analyse Das sind die Dax-Favoriten für 2017


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Im Sommer 2014 war Infineon mit einem neuen Investment-Kaufsignal aus dieser Handelspanne herausgelaufen, so dass jetzt insgesamt schon seit September 2012 (Kurse um 4,83 Euro) die dritte Phase - ein neuer Hausse-Trend (Hausse-Trendlinie zurzeit bei etwa 10 Euro) - vorliegt. Seit dem August 2015 hat die Aktie eine Aufwärtsbeschleunigung (neuer Aufwärtstrend aktuell bei rund 14,50 Euro) etabliert. Zuletzt hat Infineon mit mehreren Kaufsignalen nachgelegt, so dass diese technische Hausse eine hohe Qualität besitzt. Da das neue technische Etappenziel bei 20 Euro liegt, bleibt Infineon ein technischer Kauf. Ein strategischer Sicherungsstopp für eine Infineon-Position sollte bei 13,50 Euro gesetzt werden.

SAP bleibt interessant

Der Software-Konzern SAP ist nach Gesamtmarktkapitalisierung mittlerweile die größte deutsche Aktie. Nach Streubesitz befindet sich der Titel hinter Siemens und Bayer und leicht vor BASF an Position drei. Diese Positionierung ist ein Resultat der stabilen langfristigen Hausse-Bewegung, in der sich SAP befindet. Die Aktie war durch die sehr stürmische Hausse der neunziger Jahre bis zum März 2000 auf circa 71,30 Euro gestiegen. Bis zum Oktober 2002 musste SAP dann einen Kursrutsch bis auf etwa 10 Euro hinnehmen.

Seitdem befindet sich die Aktie wieder in einer langfristigen Hausse, wobei sich ab Oktober 2008 und mit Kursen um rund 20,80 Euro ein idealtypischer Hausse-Trend, der zurzeit bei etwa. 62 Euro anzutreffen ist, herausgebildet hat. Mit Hilfe dieses Trends hat die Aktie die Widerstandszonen im Umfeld der alten Höchstkurse überwunden, so dass die technische Neubewertung des Titels wieder in Gang gekommen ist. Bei SAP, bei denen der Markt von einer Dividendenanhebung auf rund 1,20 Euro ausgeht, erscheint aufgrund der hohen Qualität der Hausse das alte technische Etappenziel von 90 Euro zu konservativ. SAP bleibt ein technischer Kauf, wobei der strategische Sicherungsstopp bei 63 Euro liegen sollte.

VW ist ein spekulativer technischer Kauf

Bei den Volkswagen-Vorzügen endete die feine technische Hausse, die im Oktober 2008 bei circa 28,10 Euro startete, im März 2015 bei rund 262,50 Euro. Danach setzte parallel zum Gesamtmarkt eine technische Korrektur ein, die sich in den Folgemonaten - verstärkt durch die damaligen Wirtschaftsdaten aus China - zu einer technischen Baisse ausgeweitet hat. Mit dem Dieselskandal sind die VW-Vorzüge danach sehr deutlich eingebrochen, wobei der technische Ausverkauf erst bei Kursen um 86,40 Euro im Oktober 2015 endete. Im Anschluss bildete sich eine schwankungsintensive Pendelbewegung heraus. Diese hat die Form eines technischen Aufwärtsdreiecks (Widerstandszone um 139,50 Euro; untere Aufwärtstrendlinie aktuell bei 117 Euro) und damit den charttechnischen Charakter einer Bodenformation.

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Deshalb überrascht es nicht, dass der Titel im vierten Quartal 2016 mit ersten Trading-Kaufsignalen den Abschluss der Bodenformation vorbereitet hat. Zum Jahreswechsel 2015/2016 ist die Aktie mit einem Investment-Kaufsignal (Sprung über die Widerstandszone) aus der Bodenformation herausgekommen, so dass die Aufarbeitung der vorherigen Baisse - sicherlich unter Schwankungen je nach Nachrichtenlage zum Dieselskandal - in Gang gekommen ist. Da das erste mittelfristige technische Etappenziel im Bereich um 160 Euro liegen sollte, sind die VW-Vorzüge ein etwas spekulativerer technischer Kauf. Der Sicherungsstopp für jede Position in dem Wert sollte bei 115,00 Euro gesetzt werden.

Achim Matzke leitet in der Commerzbank den Bereich Technische Analyse & Index Research.

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