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„Große werden größer“ : Apple-Aktie vor Zahlen auf Rekordhoch

Bild: reuters

Am Abend legt Apple Geschäftszahlen vor. Am Montag erreichte der Aktienkurs ein Rekordhoch. Wahrer Antreiber ist aber nicht die kurzfristige Zahlenvorlage.

          Und wieder einmal blickt die Welt am späten Montagabend hiesiger Zeit gespannt nach Cupertino zum Unterhaltungselektronik- und Computerkonzern Apple. Diesmal gibt es zwar kein neues iPhone, iPad oder iSonstwas, dafür aber neue Geschäftszahlen, ganz ohne I.

          Martin Hock

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Am Montag jedenfalls erreichte der Aktienkurs schon einmal ein Rekordhoch, als er um zwei Prozent auf zeitweilig 147,20 Dollar stieg. Aber auch der Schlusskurs von 146,58 Dollar ist noch der höchste, den die Apple-Aktie jemals erreicht hat.

          Apple Inc

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          Kann man den Zwei-Dollar-Sprung zum Handelsbeginn am Montag als Omen für das Zahlenwerk zum zweiten Geschäftsquartal werten? Vielleicht sollte man sich nicht so sehr mit diesen kurzfristigen Indikatoren aufhalten. Erwartet wird ein Umsatzanstieg von fünf Prozent auf dann 53 Milliarden Dollar. Das ist gut, wenn auch nicht sensationell. Worauf der Blick allerdings mehr fällt, sind die Umsätze aus dem App-Store und der anderer Dienstleistungen wie Apple Music, wo Analysten mit einem Plus von 20 Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar rechnen.

          Die Börsenstory dahinter heißt: “Die Großen werden größer”. In der Perspektive der Anleger dominieren Amazon und Alphabet, Facebook und Apple einen immer größeren Anteil des Internet- und des Einkaufslebens. Suchen heißt googeln, soziale Interaktion fast schon facebooken. Einkaufen heißt zwar noch nicht amzonien und Musik hören noch nicht appeln, aber die Richtung stimmt.

          Jeder dieser Giganten haben einen geschützten Bereich, der ihm die Dominanz erlaube, sagte Ben Schachter, Analyst bei Macquarie der Nachrichtenagentur Bloomberg. Jedes Mal, wenn Apple ein iPhone verkauft, kauft der Kunde auch Apps und andere Dienstleistungen mit ein und werde über das Speichern von Fotos oder Kontakten mit der Apple-Welt verbunden. Die hohen Margen erlaubten Apple mehr Forschung zu betreiben und den Kunden bessere Produkte zu verkaufen.

          Natürlich sind die bevorstehenden Quartalszahlen der aktuelle Anlass für den Zwei-Dollar-Sprung, sie sind aber nicht die eigentliche Ursache.

          Vielleicht hat es auch ein wenig damit zu tun, dass der bekannteste Zulieferer, die taiwanesische Foxconn, in Amerika investieren will. Damit würde Foxconn der Trumpschen Agenda entgegenkommen, der Apple im Wahlkampf wegen der Produktion im Ausland angegangen war.

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