21.12.2012 · Der jüngste Rückschlag im amerikanischen Haushaltsstreit macht die Anleger nervös. Doch der Grund dafür ist weniger der Jahreswechsel als die generelle Lähmung der amerikanischen Politik.
Von Martin HockRichtlinien für Lesermeinungen
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Weltweit gibts Vertrauen in die US Dollar aber wie lange noch
Dieses Vertrauen Scheint unerschütterbar zu sein. Alle Ratingagencies sind Amerikaner. Die US Ökonomie kommt nur schleppend voran. Arbeitslosigkeit bleibt auf eine Historisch höhe rate. Auch wenn die Parteien einigen sie sich die Staatsschulden sind so hoch wie zeit 1945 nicht mehr. Das die Sturmgewehr Industrie lauft auf hoch Turen sollte normalerweise Vertrauen erodieren. Es gibt nur noch ein Supermacht, aber wie stabil ist sie wirklich. Die Dollar AAA Rating ist unantastbar aber trotzdem Vertrauen konnte sinken. Werden die Dollar zins steigen ein % denn ist die USA bankrott und die schlimmste Wirtschaftskrise je gesehen beginnt.
Immerhin gibt es in den USA gegensaetzliche Positionen die durchgefochten werden und auch muessen. Kein Einheitsbrei wie in Deutschland wo es defacto keine Opposition mehr gibt. Es ist einfach bloedsinn hier von Laehmung zu reden. Die USA sind dabei ihren Weg fuer die Zukunft zu finden. Soll es ein System wie in Europa werden mit hohen Steuern, Sozialabgaben und Nanny-Staat oder will man den American Way haben quasi als Gegemodell zu Europa mit individuellen Chancen und moeglichst grosser Freiheit fuer die Buerger. Es ist wert diese Auseinandersetztung zu fuehren.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.12.2012 01:45 UhrWaffen und Sturmgewhren bringen nur barberei und veringern die Freiheit.
Bildung ist nicht die Stärke der USA.Die ganze dumme Imperium is auf Waffengewalt erbaut und wenn irgand wann bankrott es wird weiter hin überall geschossen.
hier wie in europa geht es nicht so sehr um die fragen mehr oder weniger
sozialstaat etc.
der hund liegt in wahrheit im geldsystem begraben, und über
sozialausgaben, steuern etc. zu diskutieren, ist nur systemkosmetik,
wird aber langfristig nichts ändern. leider so gut wie tabu in den
medien.
unser zins- und zinseszinsystem weist, ganz ähnlich wie die
menschheit, ein expotentielles wachstum auf, und irgendwann hat man
einen punkt überschritten, da wird es immer schneller immer mehr,
explodiert regelrecht.
das ist das hauptproblem bei der ganzen schuldenmacherei in einem
zinssystem.
so gut wie alle westlichen staaten befinden sich jetzt an jenem punkt,
wo es einfach explodiert. wer sollte das jetzt ändern?
außer rumms, zack, großer schuldenschnitt für alle,
währungsreform etc. und dann hoffentlich was gscheiteres!
1000 Zeichen reichen nicht aus, auf diesen flachen Artikel zu antworten
Wie wunderbar staendige Steuererhoehungen funktionieren zeigt Europa, wo Abgabenquoten von um die 40% und 20% Mehrwertsteuer immer noch nicht genug sind, die Ausgabenwut des Staats zu befriedigen, im Gegenteil. In den USA ist das nicht anders. Waehrend der Streit um das "Fiscal Cliff" tobt, versucht der Praesident, von den Republikanern mal eben zusaetzliche schlappe 1.6 Billionen USD zur freien Verfuegung zu erpressen; derzeit ist der von Demokraten dominierten Senat dabei, ein 60 Mrd. $ Gesetz durchzupeitschen das offiziell die Schaeden von Sandy bezahlen soll, aber tatsaechlich ca. 30 Mrd. $ beinhaltet um damit die Eisenbahn, ein Projekt in Alaska, die Umweltbehoerde, Nationalparks usw. usw. zu unterstuetzen, alleine 17 Mrd. $ davon sind dafuer vorgesehen, bestimmte Stadtbezirke "zu staerken" - also mehr Sozialausgaben. So kann Amerika einfach nicht weitermachen.
Die USA haben ein Ausgabenproblem UND eine Besteuerungsproblem
Beide Seiten sollten sich an die eigene Nase fassen.
Dogmatischen Festhalten an gestrigen Vorstellungen führt zum
Schaden beider Seiten.
Die "Hawkes & Doves" sollten sich auf ihre gemeinsame
Tradition berufen.
mangelnde Tiefe / Vor- und Nachteile eines Sanierungskurses und höherer Steuern
Da man nicht weiß, welche(r) republikanische Heckenschütze(n) Boehner ein Bein stellen, fragt man sich, aus welchem Grund ein strengerer Sanierungskurs (den wollen die Republikaner) und eine größere steuerliche Inanspruchnahme (das wollen die Demokraten) eigentlich schaden sollen. Mir fehlt es bei dieser Diskussion - und dem Artikel hier - an einer grösseren Tiefe und Auseinandersetzung, da man seit Monaten immer nur dieses Horrorszenario in einer Endlos-Schleife lesen kann ...
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.12.2012 16:32 UhrDas mit der Tiefe....
Im Kern geht es um die Frage, welche Aufgaben der Staat überhaupt erledigen sollte. Sollte der Staat ein kampfstarker Staat sein, in dem die sozialen Konflikte auf familiärer Ebene allenfalls auf kommunale Ebene zu regeln sind oder sollte der Staat ein Vater-Staat sein, der ein soziales Netz vorhält, damit die Menschen nicht ins bodenlose Fallen können. Die Variante 2 kostet Geld und das muss durch Steuererhöhungen finanziert werden und dafür ist ein Teil der Republikaner nicht zu gewinnen: Jeder für sich und Gott für uns Alle!
Die Republikaner werden Amerika den Rest geben
Das Ende des Amerikanischen Traums wird die Republikaner erst recht dazu
anstacheln, den Reichtum der Reichen mit allen Mitteln zu verteidigen,
damit wenigstens eine klitzekleine Minderheit noch weiterträumen
kann. Amerika geben sie damit allerdings den Rest.
Nur wenn Obama sich wieder und wieder schützend vor das Volk
stellt, gibt es noch eine kleine Chance, dass sich Amerika aus seiner
selbstverschuldeten Notlage befreit.
Den Vermögenstransfer aus den Taschen der Massen in die Kassen der
Eliten zu stoppen, wird allerdings noch ein gehöriges Stück
Arbeit sein. Obama wird Tag und Nacht dafür schuften müssen
und dabei viel von seinem lässigen Appeal verlieren.
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