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Amerika Der Aktienmarkt bleibt ein Sorgenkind

 ·  Die Aktienmarktentwicklung im bisherigen Jahresverlauf gibt Anlass zur Sorge. In den ersten drei Wochen hat der S&P-500 rund neun Prozent an Wert verloren. Weitere Kursverluste würden die konjunkturelle Erholung in Frage stellen.

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Die Aktienmarktentwicklung im bisherigen Jahresverlauf gibt Anlass zur Sorge. In den ersten drei Wochen hat der marktbreite S&P-500 rund neun Prozent an Wert verloren.

Im vergangenen Jahr brach der S&P-500 um 38 Prozent ein. Im Dezember konnten die Verluste zwar durch eine Jahresendrally etwas verringert werden, viele gingen jedoch davon aus, dass der Markt für 2009 bereits ein sehr schwieriges konjunkturelles Umfeld eingepreist hatte.

Ist der Höhepunkt der Verkaufswelle tatsächlich schon überschritten?

Bruce Bittles, Chef-Investmentstratege bei R.W. Baird & Co, ist angesichts der im zurückliegenden Jahr verzeichneten Kursverluste und der bereits in Geldmarktfonds geflossenen „gewaltigen Summen“ an Barmitteln „vom anhaltenden Abgabedruck überrascht“. „Diese Entwicklung wirft die Frage auf, ob wir den Scheitelpunkt der Verkaufswelle und das Zyklustief wirklich bereits im Oktober und November gesehen haben“, sagt er.

Nach seiner Ansicht zeige ein Blick auf die historische Entwicklung, dass Aktienkurse genau vor der Amtseinführung eines neuen Präsidenten nachgäben und innerhalb von ein oder zwei Wochen nach Amtsantritt zur Erholung ansetzten. Wir werden sehen, ob es zu einer „Post-Obama-Rally“ kommt.

Die Aktienmarktentwicklung der nächsten Wochen könnte entscheidend sein. Zum einen aufgrund des „Januar-Barometers“: Der Wall Street Börsen-Almanach fand heraus, dass eine positive Kursentwicklung der Aktienmärkte im Januar üblicherweise mit einer positiven Jahresentwicklung einhergeht, während eine negative Performance im ersten Monat des Jahres für gewöhnlich einen Rückgang für das Gesamtjahr signalisiert. In den Jahren seit 1950 lag dieses „Barometer“ in 91 Prozent der Fälle richtig, so auch im vergangenen Jahr. Der erste Monat des Jahres kann Anlegern also wichtige Hinweise auf das finanzielle, politische und wirtschaftliche Klima im weiteren Jahresverlauf liefern.

Weitere Kursverluste würden die konjunkturelle Erholung in Frage stellen

Darüber hinaus könnte ein starker oder zumindest ein sich stabilisierender Aktienmarkt stützend auf eine schwache Konjunktur einwirken: „Der Aktienmarkt spielt für die Wirtschaft aus vielerlei Gründen eine zentrale Rolle, zu denen nicht zuletzt der Vertrauensfaktor zählt. Wenn Finanzkrisen partout nicht verschwinden wollen, ist dies fast ausnahmslos auf einen Vertrauensverlust zurückzuführen. Die für das erste Quartal erwartete Bodenbildung der Konjunktur und die Stabilisierung zur Jahresmitte würden durch neue Tiefs der wichtigsten Indizes gefährdet“, so Bittles. Ein neuerlicher Zusammenbruch des Aktienmarktes würde daher nicht nur die Anleger, sondern auch alle anderen in Mitleidenschaft ziehen.

Ben Steverman ist Reporter für den Business Week Investing Channel.

Quelle: Business Week Online
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