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Aktionärszahlen : Die Aktie tut sich weiter schwer

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Hauptversammlung: neben der Dividendenzahlung das Highlight im Leben eines Aktionärs. Bild: dpa

Die Zahl der Aktionäre bleibt seit Jahren auf niedrigem Niveau. Immerhin nimmt die Zahl der jungen Aktienbesitzer weiter zu.

          Auch wenn Aktien als Teil der Altersvorsorge oder als Geldanlage mehr empfohlen werden denn je – im vergangenen Jahr hat sich dies in Deutschland nicht bemerkbar gemacht. Vielmehr ist die Zahl der Aktionäre und Besitzer von Aktienfonds mit knapp 9 Millionen Menschen stabil geblieben. Das berichtet das Deutsche Aktieninstitut (DAI) in seiner jährlichen Studie zu den Aktionärszahlen.

          Nachdem diese sich 2015 deutlich von 8,4 auf 9 Millionen deutlich erhöht hatten, ging dieser Trend 2016 nicht weiter. Damit bleibt es dabei, dass nur jeder Das ist jeder siebte Deutsche im Alter von mehr als 14 Jahren Aktionär ist. Offenbar wirkt die Finanzkrise damit weiter nach. 2008 war die Aktionärszahl um eine Million von 10,3 auf 9,3 Millionen gesunken. Seither hat sie sich nicht mehr erholt, sondern schwankt durchschnittlich vier Prozent um den Mittelwert von 8.9 Millionen.

          Christine Bortenlänger, geschäftsführender Vorstand des DAI, sieht es von der positiven Seite: „Die Kursturbulenzen der ersten Jahreshälfte haben die Aktienbesitzer nicht nachhaltig eingeschüchtert“, sagt sie. „Das ist ein erfreuliches Zeichen für die Aktienkultur in Deutschland.“

          Bortenlänger hat auch Grund zum Optimismus: Denn während es im ersten Halbjahr nur gut 8,5 Millionen Aktionäre und Aktienfondsanleger gab, waren es im zweiten Halbjahr rund 9,4 Millionen. Und das ist der höchste Stand auf Halbjahresbasis seit dem Anfang 2012. Besonders erfreulich sei, dass schon das zweite Jahr in Folge die Zahl der Aktienbesitzer im Alter unter 40 Jahren gestiegen ist.

          Dennoch bleibt das DAI bei seiner Einschätzung: Die Aktionärsquote von gerade einmal 14 Prozent ist viel zu niedrig. Nur die breitere Teilhabe am Aktienmarkt aber könne helfen, gesellschaftliche Probleme zu lösen: Wer in der Vergangenheit 30 Jahre lang monatlich einen Sparbetrag von 50 Euro in Aktien investiert habe, konnte damit im Durchschnitt eine Zusatzrente von 870 Euro im Monat erzielen, die 20 Jahre lang gezahlt wird.

          Selbst im Falle einer ungünstigeren Entwicklung der Aktienmärkte waren es immer noch 360 Euro. „Nur mit Aktien und Aktienfonds werden wir es schaffen, die Schwächen der staatlichen Rente zu kompensieren“, sagt Bortenlänger. „Die Politik darf unsere Ergebnisse nicht ignorieren und muss mehr dafür tun, dass die Aktie in der Altersvorsorge einen festen Platz erhält.“

          Interessant ist, dass sich Ost- und Westdeutschland auseinander entwickelt haben. Während der Anteil der Aktienbesitzer im Westen mit 14,9 Prozent den zweithöchsten Stand seit 2011 erreicht hat, ist er in Ostdeutschland nach einem kurzen Hoch im Jahr 2015 wieder auf den Durchschnittswert von 10,3 Prozent zurückgefallen.

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