22.12.2009 · Mit überdurchschnittlichen Kursgewinnen hat sich in den vergangenen Monaten die Vorzugsaktie der Hornbach-Holding vom Ausverkauf im vergangenen Jahr erholt. Tatsächlich entwickelt sich das operative Geschäft bisher vergleichsweise robust.
Mit überdurchschnittlichen Kursgewinnen hat sich in den vergangenen Monaten die Vorzugsaktie der Hornbach-Holding vom Ausverkauf im vergangenen Jahr erholt. Die Papiere konnten seit März knapp 90 Prozent zulegen, während der Dax um 60 und der S-Dax um 64 Prozent stieg.
Tatsächlich entwickelt sich das Geschäft des Unternehmens trotz der Krise bisher vergleichsweise robust, während die Aktie selbst nach den Kursgewinnen mit Kurs-Gewinnverhältnissen von 11,5 Prozent auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr noch vergleichsweise vernünftig bewertet ist.
Operatives Geschäft entwickelt sich robust
Die Hornbach-Gruppe hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009/2010 wegen im Vorjahr verbuchter positiver Sondereffekte zwar ein geringeres Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) verzeichnet. Das lag mit 152,6 Millionen Euro um 6,7 Prozent unter dem in der Vergleichsperiode des Vorjahres erreichten Niveau, wie die Hornbach Holding AG am Dienstag mitteilte. Bereinigt um die Sondereffekte, die vor allem aus Sondererlösen aus Immobilientransaktionen herrührten, erzielte die Hornbach-Gruppe ein Plus von fast zwölf Prozent. Der Nettoumsatz stieg um 4,4 Prozent auf 2,311 Milliarden Euro.
Im größten operativen Teilkonzern, der Hornbach-Baumarkt-AG, konnten die europaweit 130 Bau- und Gartenmärkte den Umsatz insgesamt um vier Prozent auf 2,166 (2,083) Milliarden Euro steigern, wie das SDax-Unternehmen weiter berichtete. Flächenbereinigt betrug das Plus allerdings nur 1,6 Prozent. Erfreulich sei jedoch die flächenbereinigte Umsatzdynamik der Bau- und Gartenmärkte in Deutschland, die in den ersten neun Monaten eine Wachstumsrate von 3,0 Prozent erzielten. Hornbach sei es damit „erneut gelungen, von der Lust der Deutschen am Heimwerken und Renovieren stärker als der Branchenschnitt zu profitieren und Marktanteile hinzuzugewinnen, erklärte das Unternehmen.
Überwiegend erfreuliche Umsatzsteigerungen hätten auch die übrigen westeuropäischen Länder, in denen Hornbach großflächige Bau- und Gartenmärkte betreibe, verzeichnet. Im Gesamtkonzern seien so die konjunkturbedingten Nachfragerückgänge in Osteuropa mehr als ausgeglichen worden. Der Teilkonzern Hornbach Baustoff Union GmbH, in dem Hornbach den Baustoffhandel zusammenfasst, steigerte den Umsatz in den ersten neun Monaten gegen den negativen Branchentrend um fast elf Prozent und verbesserte die Erträge „deutlich überproportional“, wie es weiter hieß.
Aktie ist vernüftig bewertet
Die Prognose für das Gesamtjahr 2009/2010, das Ende Februar des kommenden Jahres abgeschlossen wird, ließ das Unternehmen unverändert. Demnach erwartet die Hornbach-Gruppe einen Umsatzanstieg im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Das operative Ergebnis werde im Gesamtjahr wegen eines Basiseffektes „deutlich“ unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2008/2009 von 179,1 Millionen Euro liegen, aber voraussichtlich die 105,5 Millionen Euro des Jahres 2007/08 übertreffen, hieß es.
Auf dieser Basis scheinen die Kursgewinne der Aktie in den vergangenen Monaten gerechtfertigt zu sein. Absicherungsstrategien können jedoch nicht schaden. Denn es ist denkbar, dass sich die Wirtschaftskrise nach dem Auslaufen von Kurzarbeitsregeln und keynesianischen Ausgabenprogrammen auf Pump noch einmal deutlicher zeigen wird.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.339,94 | +0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| TecDAX | 752,47 | +0,08% |
| MDAX | 10.196,40 | −0,34% |
| SDAX | 4.817,28 | +0,29% |
| REX | 434,70 | −0,15% |
| Eurostoxx 50 | 2.161,87 | +0,25% |
| F.A.Z. EURO | 69,61 | +0,13% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| Nasdaq 100 | 2.527,05 | −0,17% |
| S&P500 | 1.317,82 | −0,22% |
| Nikkei225 | 8.580,39 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
| Bund Future | 144,35 € | +0,25% |