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Aktienmärkte Ägypten - die beste Börse im ersten Quartal

04.04.2005 ·  Auch wenn es in jüngster Zeit zu Gewinnmitnahmen kam, zählte die ägyptische Börse in den ersten drei Monaten mit einem Plus von 68 Prozent zu den besten Märkten weltweit. Auf der Verliererseite steht die venezolanische Börse.

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Auch wenn es in jüngster Zeit zu zum Teil deutlichen Gewinnmitnahmen kam, zählte die ägyptische Börse in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres zu den besten Märkten weltweit. Der Case 30 Index legte alleine in diesem Zeitraum satte 68 Prozent zu. Der mittelfristige Trend zeigt weiterhin nach oben.

Die Werte des Index legten mit einer Ausnahme mehr oder weniger deutlich zu. Allen voran die Aktie des Tourismusunternehmens Orascom Projects & Tourist Development mit einem Kursgewinn von mehr als 200 Prozent alleine von Ende Dezember der vergangenen bis Ende März des laufenden Jahres. Weiterhin gut im Rennen liegen auch die Bau- und Telekommunikationswerte des Landes.

Wirtschaftliche und politische Dynamik in Ägypten

Hintergrund ist die Tatsache, daß sich in Ägypten wirtschaftspolitisch einiges zu bewegen scheint. Auf diese Weise wird das Wirtschaftswachstum im Land der Pyramiden stimuliert. Möglicherweise spielen auch der Boom beim Ölpreis und wirtschaftliche Diversifikationsüberlegungen in den Golfstaaten eine gewisse Rolle.

Aber auch in Europa entwickeln sich die Märkte recht unterschiedlich. So erleben die skandinavischen Börsen die längste Aufwärtsbewegung seit dem Jahr 1987. Der Dow Jones Stoxx Nordic 30 Index, der sich aus Aktien der vier nordischen Ländern zusammensetzt, ist seit acht Quartalen in Folge gestiegen. Am vierten März erreichte der Stoxx Nordic 30 ein Dreijahreshoch, im ersten Quartal hat er 3,4 Prozent gewonnen. Zwölf der 30 Werte kletterten in dem Quartal auf ein Allzeithoch, darunter Norsk Hydro, Statoil, A.P. Moeller und Volvo.

Von den nationalen Benchmarks schnitt der dänische KFX im ersten Quartal am besten ab, er zog zehn Prozent an. Norwegens OBX stieg acht Prozent. Der OMX von Helsinki gewann 6,7 Prozent und der OMX der Börse Stockholm 3,8 Prozent. Alle vier Indizes schlugen den Dow Jones Stoxx 50 Index: Das europäische Börsenbarometer hat zwischen Januar und März 3,3 Prozent zugelegt.

In Europa haben vorerst Norwegen und Dänemark gute Karten

Norwegen und Dänemark haben bessere Karten als Schweden und Finnland, daß die Kursrally an ihren Börsen weitergeht. Zugpferde sind dabei Ölwerte und Reedereiaktien. Die Ölaktien profitieren vom gestiegenen Ölpreis, die Aktien der Reedereien vom Wachstum des weltweiten Handels. Denn Ölaktien wie Norsk Hydro ASA und Statoil ASA machen über 30 Prozent vom norwegischen OBX aus, während A.P. Moeller-Maersk A/S, die weltgrößte Reederei, das Schwergewicht im dänischen KFX Index ist.

"Es gibt extrem starke Fundamentaldaten für die Ölmärkte und das Reedereigeschäft. Wir steuern auf weitere Kursgewinne zu," sagt Niclas Roeken, Fondsmanager bei SEB Fonder in Stockholm. Hingegen seien die Börsen Finnland und Schweden weniger attraktiv, weil ihre Kursentwicklung stärker vom "Auf und Ab der Konjunktur abhängig ist", berichtet er.

"Öl- und Reedereigesellschaften profitieren mehr als andere Branchen vom Wachstum in China," erläutert Jarl Ulvin, bei Odin Forvaltning AS in Oslo für die Investments zuständig. Die chinesische Wirtschaft ist im letzten Jahr 9,5 Prozent gewachsen, das ist die stärkste Expansion seit acht Jahren.

Unternehmen wie Volvo AB, Europas größter LkW-Hersteller und Mitglied im schwedischen OMX Stockholm 30 Index, könnten indessen unter Druck geraten, wenn die Zinsen steigen und die Konjunktur sich abschwächt, erläutert Fondsmanager Roeken. Der Aktienkurs von Volvo dürfte seinen Höhepunkt erreicht haben, weil die Volkswirtschaft im Euroraum bereits Zeichen einer Abschwächung zeige, berichtet Anders Evander, bei Alfred Berg in Stockholm, einer Tochtergesellschaft der ABN Amro Holding NV, für die Investments zuständig. "Zyklische Unternehmen werden leiden," prognostiziert Evander. "Wir sind für den Sektor negativ gestimmt."

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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