08.10.2007 · Amazon und Harley-Davidson sind vielleicht ganz interessante Unternehmen. Jedoch nicht für Anleger.
Von Michael KayeVor einigen Wochen führten wir bei S&P anhand unserer Sterne- und Fair-Value-Methodik ein Screening durch, in dem wir uns auf die erstklassigen Aktien aus den besten Sektoren konzentrierten. Dabei stießen wir auf zehn attraktive Werte.
Während wir unser Augenmerk in dieser Rubrik vornehmlich auf die Erkennung von Anlagemöglichkeiten richten, macht gerade auch die Umkehrung der Kriterien das Aktien-Screening interessant - und sinnvoll. Somit können jene Aktien aufgespürt werden, um die die Anleger lieber einen Bogen machen sollten. Diesen Ansatz verfolgten wir, als wir in dieser Woche mit Hilfe unseres Top-Down-Verfahrens die am niedrigsten bewerteten Aktien aus den am niedrigsten bewerteten Sektoren bekannt gaben.
Vorsicht vor Konsumgütern
Fangen wir ganz oben an. Momentan wird nur einer der elf Sektoren des S&P 500, der Sektor dauerhafte Konsumgüter, von S&P Equity Research zur Untergewichtung empfohlen. (Bei den übrigen Gruppen lautet die Empfehlung jeweils auf Marktgewichtung oder Übergewichtung.) Somit beschränkten wir unsere Liste zunächst auf die Hersteller dauerhafter Konsumgüter.
Dann nahmen wir jene Unternehmen unter die Lupe, die in unserem Sterne- und Fair-Value-Ranking am schlechtesten abgeschnitten hatten. Unser Sterne-Ranking ist ein qualitatives Bewertungssystem, das sich auf die Fundamentalrecherche der S&P-Analysten stützt. Innerhalb der Kategorie dauerhafte Konsumgüter betrachteten wir jene Aktien, die von S&P mit nur 2 Sternen („Verkaufen“) oder gar einem Stern („Unbedingt verkaufen“) bewertet wurden. Die S&P-Analysten gehen davon aus, dass die Aktien mit diesen Bewertungen im Laufe der kommenden zwölf Monate in punkto Gesamtrendite hinter der Performance des S&P 500 zurückbleiben und entweder keine Kursgewinne (bei 2 Sternen) oder gar einen Kursrückgang (1 Stern) verzeichnen werden.
Wie sich überbewertete Aktien erkennen lassen
Anschließend wandten wir uns dem S&P-Fair-Value-Modell zu, einem Ranking-System zur quantitativen Bewertung von Aktien. Mit Hilfe des Modells wird einmal pro Woche der „Fair Value“ einer Aktie berechnet. Das ist der Kurs, zu dem die Aktie angesichts der gegebenen Marktsituation gehandelt werden müsste.
Diese Berechnung stützt sich auf Fundamentaldaten wie beispielsweise die Unternehmensgewinne und das Wachstumspotential, die Eigenkapitalrendite, die laufende Rendite im Vergleich zum S&P 500 und das Kurs-Buchwert-Verhältnis.
Die Aktien werden auf einer Skala von 5 bis 1 eingestuft. Stufe 5 lässt eine signifikante Unterbewertung gegenüber dem Fair-Value-Bereich erkennen, während Stufe 1 auf eine signifikante Überbewertung verweist. Für uns waren die Aktien der Stufen 2 und 1 von Interesse.
Wieder haben wir das Top-Down-Prinzip angewandt, und wieder haben wir 10 Werte ermittelt. Nur sei den Anlegern diesmal geraten, sich von diesen fernzuhalten.
Amazon.com (US0231351067)
CBRL Group (US12489V1061)
Coinstar (US19259P3001)
Echostar Communications (US2787621091)
Harley-Davidson (US4128221086)
Mediacom Communications (US58446K1051)
Superior Industries International (US8681681057)
Thomson
Washington Post (US9396401088)
Westwood One (US9618151073)
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.339,94 | +0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| TecDAX | 752,47 | +0,08% |
| MDAX | 10.196,40 | −0,34% |
| SDAX | 4.817,28 | +0,29% |
| REX | 434,70 | −0,15% |
| Eurostoxx 50 | 2.161,87 | +0,25% |
| F.A.Z. EURO | 69,61 | +0,13% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| Nasdaq 100 | 2.527,05 | −0,17% |
| S&P500 | 1.317,82 | −0,22% |
| Nikkei225 | 8.580,39 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
| Bund Future | 144,35 € | +0,25% |