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Veröffentlicht: 02.06.2017, 09:30 Uhr

Technische Analyse Das sind die Perlen am britischen Aktienmarkt

Das britische Pfund schwächelt angesichts der politischen Lage im Land. Trotzdem können Brexit-Risiken beim Aktienkauf umgangen werden. Die Technische Analyse von

von Achim Matzke
© Reuters Das Pfund schwächelt. Auf der Kaufliste befinden sich deshalb nur Aktien, die diese Schwäche überkompensieren können.

In Großbritannien finden am 8. Juni 2017 vorgezogene Parlamentswahlen statt, wobei die zurzeit allein regierenden Konservativen bei den Umfragen zuletzt ihren deutlichen Vorsprung gegenüber der oppositionellen Labour-Partei hergeben mussten. Nach der Wahl wird sich die Dauerdiskussion rund um den „Brexit“ fortsetzen. Da Großbritannien zurzeit sowohl ein Haushalts- wie auch ein Leistungsbilanzdefizit aufweist und dazu auch noch eine lockere Geldpolitik der Bank of England vorherrscht, überrascht es nicht, dass das britische Pfund auch gegenüber dem Euro schwächelt.

Technisch motivierte Investments sollten deshalb nur in britischen Aktien vorgenommen werden, die eine mögliche Pfund-Schwäche überkompensieren können. Deshalb befinden sich auf der technischen Kaufliste für britische Aktien aus dem Stoxx 50 der Tabak-Konzern Imperial Brands, der Finanzkonzern Prudential und Reckitt Benckiser. Wenig überzeugend ist aktuell die technische Lage bei britischen Banken wie Barclays sowie bei britischen Immobilienwerten.

Imperial Brands in einer Bilderbuch-Hausse

Von den beiden britischen Tabak-Konzernen im Stoxx 50 bietet sich ein technisches Neuengagement aktuell bei Imperial Brands an. Die Aktie gehört zu den Aktien mit sehr langfristigen Aufwärtsbewegungen am europäischen Aktienmarkt. Seit Februar 2000 und Kursen um 265 britische Pence befindet sich der Titel in einer langgezogenen Hausse. Im ersten Teil von Februar 2000 bis Januar 2008 lief die Aktie in einer technischen Bilderbuch-Hausse bis auf 2416 britische Pence.

Barclays © Reuters Vergrößern Keine Kaufempfehlung gibt es von der technischen Analyse für die britische Bank Barclays.

In der zweiten technischen Phase zwischen Januar 2008 und April 2009 ergab sich eine technische Korrektur bis auf 1412 britische Pence. Seitdem befindet sich die Aktie in der dritten Phase, wobei wieder eine technische Bilderbuch-Hausse vorliegt. Hierbei liegt der zentrale, achtjährige Hausse-Trend zurzeit bei etwa 2900 britischen Pence. Ab Mitte 2014 kam es zu einer mittelfristigen Aufwärtsbeschleunigung, welche die Aktie bis August 2016 auf neue Allzeithochs um 4145 britische Pence als neue Widerstandszone und damit in eine mittelfristig überkaufte Lage geführt hat.

Attraktive Rendite

Zurzeit befindet sich der Titel in einer mittelfristigen Konsolidierung mit der Kernhandelsspanne von 3500 bis 4000 britischen Pence. Da diese Konsolidierung einen trendbestätigenden Charakter nach oben aufweist, bietet sie aus Timing-Aspekten attraktive Kurse für einen Positionsaufbau.

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Darüber hinaus weist der Titel, der immer wieder auch als Übernahmekandidat in der Diskussion steht, eine attraktive Brutto-Dividendenrendite von zurzeit etwa 4,6 Prozent auf. Hierbei werden die Dividenden – in unterschiedlich hohen Zahlungen – anteilig im Quartal vorgenommen. Da das nächste mittelfristige technische Ziel im Test der Widerstandszone um 4150 britische Pence liegt, ist Imperial Brands ein defensiver technischer Kauf.

Finanzkonzern erreicht Allzeithochs

Prudential Plc ist ein weltweit tätiger Finanzkonzern mit einer umfangreichen Palette an Versicherungs- und Investmentprodukten und -dienstleistungen. Nachdem die Aktie von 1988 bis 1999 eine feine Hausse mit einem Kursanstieg von 135 auf 1177 britische Pence durchlaufen hatte, ergab sich von 1999 bis März 2009 eine sehr schwankungsintensive Baisse mit einem Kursrutsch bis auf 195 britische Pence. Seitdem befindet sich die Aktie wieder in einer Hausse-Bewegung. Zuerst ergab sich ein sehr steiler mittelfristiger Aufwärtstrend, der sich immer weiter ausweitete und Prudential bis zum März 2015 auf neue Allzeithochs um 1761 britische Pence führte.

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