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Aktien des Tages EADS-Verkauf rettet Daimler

Mercedes macht Daimler immer noch Kummer, doch der EADS-Verkauf tröstet. Wacker Chemie leidet heftig unter der Solarkrise, aber Heidelbergcement ist im Tritt.

, von Martin Hock
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Verkauf von EADS verhindert Gewinnrückgang bei Daimler
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Verkauf von EADS verhindert Gewinnrückgang bei Daimler

Nur der Verkauf der Anteile am Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hat den Autobauer Daimler 2012 vor einem Gewinnrückgang gerettet. Unter dem Strich fuhr der Konzern 6,5 Milliarden Euro ein nach 6 Milliarden Euro im Vorjahr. Ohne den EADS-Verkauf wäre der Gewinn auf etwa 5,8 Milliarden Euro gefallen. Das Betriebsergebnis gab um zwei Prozent auf 8,6 Milliarden Euro nach. Der Umsatz stieg um 7 Prozent auf 114,3 Milliarden Euro.

Das als „Übergangsjahr“ angekündigte Jahr lief vor allem in der zweiten Jahreshälfte spürbar schlechter als erwartet. Daimlers Kernmarke Mercedes liegt zudem auf Dauer im Hintertreffen. Zwar verkaufte Mercedes-Benz mit 1,42 Millionen Autos 4,5 Prozent mehr als im Jahr davor und so viele wie nie, blieb damit aber vor deutlich hinter der Konkurrenz zurück. BMW und Audi verbuchten zweistellige Zuwachsraten. Der Grund ist vor allem die Schwäche von Mercedes-Benz auf dem immens wichtigen chinesischen Markt.

Die Umsatzrendite sank auf 7,1 Prozent von 9 Prozent im Vorjahr. Auch damit hinkt Daimler wohl hinter den Rivalen her, zudem erwartet der Konzern einen weiteren Rückgang der Marge. Laut Prognose wird der Gewinn aus dem laufenden Geschäft mit den Marken Mercedes-Benz, AMG und Smart „leicht unterhalb des Vorjahres“ liegen. Schon 2012 war das Betriebsergebnis um 15 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro gefallen.

Etwas besser lief es für Daimler 2012 dagegen in der Nutzfahrzeugsparte. Allerdings fiel auch hier die Umsatzrendite auf 5,5 von 6,5 Prozent im Vorjahr.