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Aktien-Analyse In der Lynas-Aktie schlummert viel Kurspotenzial

12.07.2010 ·  Seltene Erden gelten als strategisch wichtige Rohstoffe. Lynas verfügt über so viele Reserven, dass die Gesellschaft zum größten Produzenten außerhalb Chinas aufsteigen könnte. Das verspricht für den Aktienkurs einiges, je näher der Produktionsstart rückt.

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Bedenken hinsichtlich des Tempos der Konjunkturerholung in Amerika und die Sorgen vor einem Nachlassen der wirtschaftlichen Dynamik in Verbindung mit den Schuldenproblemen in Südeuropa haben bei vielen Industrierohstoffen in den vergangenen Monaten negative Spuren hinterlassen. Und weil von den genannten Ängsten die größten Energie- und Rohstoffverbrauchern auf dem Weltmarkt betroffen sind, ist diese Entwicklung irgendwie auch nachvollziehbar.

Relativ unbeschadet überstanden haben diese Entwicklung bisher dagegen die Gruppe der Seltenen Erden (dahinter steckt eine Gruppe metallischer Elemente mit ähnlichen chemischen Eigenschaften wie Lanthan, Cerium, Neodym und Europium). Sie haben tendenziell im Preis vielmehr sogar weiter zugelegt.

Erklären lässt sich das gleich mit mehreren Faktoren. Zu nennen sind zum einen eine wachsende Nachfrage (in den vergangenen zehn Jahren stieg die globale Nachfrage nach Seltenen Metallen von 40.000 auf 120.000 Tonnen jährlich und 2014 könnten es schon 180.000 Tonnen p.a. sein) und ein begrenztes Angebot. Anders als der Name vermuten lässt, kommen Seltene Metalle zwar durchaus häufig vor. Das Problem ist aber, dass sie nicht einfach zu gewinnen sind und ein Abbau deshalb oft nicht rentabel ist.

China will die Ausführen stark beschneiden

Auch wegen dem Kostenfaktor stammen derzeit rund 95 Prozent der Weltproduktion aus China. Doch das ist unter anderem auch deshalb ein Problem, weil das stark wachsende Riesenreich immer mehr davon für den eigenen Bedarf benötigt. Erst in der Vorwoche haben die Verantwortlichen im Reich der Mitte angekündigt, die Ausfuhren drastisch zu senken. Laut Daten aus dem Handelsministerium in Peking werden die Ausfuhrquoten für diese Mineralien im zweiten Halbjahr um 72 Prozent gesenkt.

Für den Rest der Welt ist das ein ernstes Problem, weil die Stoffe etwa bei der Herstellung von Hybrid-Fahrzeugen, Fernsehgeräten, Windturbinen, leistungsstarken Magneten oder in den Festplatten von Laptop-Computern benötigt werden. Die Bedeutung dieser metallischen Elemente hatte übrigens schon der 1997 verstorbene ehemalige chinesische Staatspräsident Deng Xiaoping erkann. Denn schon zu seinen Lebzeiten wies er stolz darauf hin, dass der Nahe Osten Erdöl besitze, China dafür aber über die Seltenen Erden verfüge.

Von Meldungen wie diesen profitieren natürlich Aktien von Unternehmen, die sich in dem Bereich tummeln. Dabei handelt es sich vor allem um viele Explorer, deren Geschäfte sich noch im Aufbau befinden. Viele davon dürften wegen der Komplexität der Förderung aber nicht allzu weit kommen. Eine sehr gute Chance auf langfristigen Erfolg darf aber der Lynas Corp. zugetraut werden, die derzeit im westaustralischen Mount Weld ein Bergwerk zum Abbau Seltener Erden errichtet.

Potenzial: Größter Produzent von Seltenen Erden außerhalb Chinas

Laut Plan wird die Produktion zwar erst im dritten Quartal 2011 aufgenommen. Doch schon jetzt beflügeln Meldungen über steigende Preise den Aktienkurs. So hat auch zum Wochenauftakt die Nachricht, wonach die Preise für den Korb an Seltenen Erden, die sich in der Mount Weld-Mine befinden, eben auf ein neues Rekordhoch von 18,02 Dollar je Pfund gestiegen sind.

Halten sich die Notierungen auf diesem Niveau, wäre das für Lynas ein Segen. Denn alleine in der erwähnten westaustralischen Mine werden die Vorkommen auf 917.000 Tonnen geschätzt). Das ist genug dafür, dass die Gesellschaft mittelfristig das Zeug dazu hat, zum größten Produzenten von Seltenen Erden außerhalb Chinas aufzusteigen. Diese Phantasie birgt sehr viel Kurspotenzial, das sich der Titel nach und nach erschließen sollte, je näher der Produktionsstart rückt.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors wieder.

Quelle: @JüB
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