05.04.2007 · Der Aktienkurs der Accell Group gibt nach einjähriger Verschnaufpause wieder Gas. Auf die Sprünge hilft dem Fahrradhersteller eine günstige Bewertung und die Hoffnung auf einen wachsende Akzeptanz von Elektro-Fahrrädern in Deutschland.
Seit gut einem Jahr ist der Aktienkurs der Accell Group per saldo nur auf der Stelle getreten. Doch nun könnte es an der Zeit sein, dass die Notiz wieder in den Vorwärtsgang schaltet.
In den vergangenen Tagen hat der Kurs an der Amsterdamer Börse bei vergleichsweise hohen Handelsumsätzen jedenfalls deutlich bis auf 28,60 Euro angezogen. Damit ist der Widerstandsbereich um 27,35 Euro überwunden und charttechnisch gesehen der Weg frei in Richtung Allzeithoch von knapp 31 Euro.
Beim Broker SNS Securities veranschlagen die Analysten den fairen Wert für den Titel auf 32 Euro. Und wenn die Gewinnschätzungen des niederländischen Brokers für den Hersteller von (Elektro-)Fahrrädern stimmen, zu dessen Modellpalette auch die Marken Winora und Hercules sowie ein Angebot an Fitnessgeräten zählen, dann muss auch bei diesem Niveau das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sein.
Vorteilhafte Bewertungsrelationen
Denn die Aktie ist momentan noch moderat bewertet. So rechnet SNS Securities in den Jahren 2007 und 2008 mit Gewinnen je Aktie von 2,32 und 2,71 Euro nach adjustierten 2,04 Euro im Vorjahr. Daraus ergeben sich Kurs-Gewinn-Verhältnisse von 12,3 und 10,6. Ebenfalls recht ansehnlich ist die Dividendenrendite, zumindest wenn die Annahme von SNS stimmt, wonach die Ausschüttung von 0,95 Euro je Aktie für das Jahr 2006 für 2007 und 2008 auf 1,09 Euro und 1,27 Euro erhöht werden könnte. Dann betrüge die Dividendenrendite auch auf der jetzt etwas erhöhten Kursbasis noch 3,8 und 4,4 Prozent.
Beim Umsatz wird zudem von einem Anstieg auf 486 Millionen und 533 Millionen Euro in diesem und im nächsten Jahr ausgegangen, nach 431,7 Millionen Euro im Jahr 2006. Dem steht aber nur eine Marktkapitalisierung von 273 Millionen Euro gegenüber. Legt man den geschätzten Umsatz für 2008 zu Grunde, wird somit jeder erwirtschaftete Euro an der Börse nur mit gut der Hälfte bewertet. Auch diese Relation deckt somit den Eindruck einer relativ niedrigen Bewertung.
Deutscher Markt für Elektrofahrräder mit Potenzial
Phantasie beinhaltet die Aktie der primär im mittleren und gehoberenen Preissegment tätigen Accell insbesondere wegen der starken Stellung des Unternehmens im Bereich des Baus von Hybridfahrrädern. Fahrräder mit Elektromotorunterstützung dürften ihren derzeit noch geringen Marktanteil in den kommenden Jahren deutlich ausbauen können und als ein führender Anbieter dürfte Accell mit seiner breiten und attraktiven Modellpalette von diesem Trend sehr profitieren.
In den Niederlanden ist der Marktanteil dieser Fahrradklasse im Zeitraum von 2002 bis 2006 schon von ein Prozent auf zehn Prozent gestiegen. Zu diesem Wachstum hat nicht zuletzt die Markteinführung des Accell-Produkt Sparta-Ion beigetragen. Und wenn es nach den Analysten von SNS geht, dann werden Elektro-Fahrräder ihren Siegeszug nun auch in Deutschland antreten. Bei SNS geht man jedenfalls davon aus, dass sich das hiesige Marktvolumen von lediglich 31 Millionen Euro im Jahr 2006 bis 2010 auf 260 Millionen Euro erhöhen kann. Sollte sich dieses Wachstum tatsächlich einstellen, würde das sicherlich auch dem Accell-Aktienkurs zu Gute kommen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.339,94 | +0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| TecDAX | 752,47 | +0,08% |
| MDAX | 10.196,40 | −0,34% |
| SDAX | 4.817,28 | +0,29% |
| REX | 434,70 | −0,15% |
| Eurostoxx 50 | 2.161,87 | +0,25% |
| F.A.Z. EURO | 69,61 | +0,13% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| Nasdaq 100 | 2.527,05 | −0,17% |
| S&P500 | 1.317,82 | −0,22% |
| Nikkei225 | 8.580,39 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
| Bund Future | 144,35 € | +0,25% |