26.07.2007 · Immer noch auf ihrem langjährigen Höhenflug befindet sich die Syngenta-Aktie. Nach einem guten Jahr 2006 sehen auch die ersten sechs Monate des laufenden Jahres und der Ausblick positiv aus. Die Aktie ist fair bewertet.
Die Aktionäre des Agrartechnologiekonzerns Syngenta können sich über den Kursverlauf der Aktie in den vergangenen Jahren kaum beklagen. Die Namensaktien stagnieren zwar seit Jahresbeginn etwas, allerdings konnten die Papiere zuvor in einem eindrucksvollen Aufwärtstrend von 51,55 Franken im März des Jahres 2003 bis zu 380 Prozent auf 244,94 Franken in der Spitze zulegen.
Am Donnerstag liegen die Papiere mit einem Plus von knapp einem Prozent bei 233,7 Franken und damit nur leicht unter dem noch Anfang des Monats erreichten Allzeithoch. Die Robustheit des Kurses in einem etwas stagnierenden Schweizer Aktienmarkt dürfte kaum verwundern. Denn Syngenta konnte in den vergangenen Jahren Umsatz und Gewinn im Trend deutlich steigern. Auch die weiteren Aussichten scheinen nicht schlecht zu sein. Immerhin blickt das Unternehmen anhaltend optimistisch in die Zukunft und die Aktie ist mit Kurs-Gewinnverhältnissen von 17,7 und 15,9 noch vernünftig bewertet.
Umsatz- und deutliches Gewinnwachstum in der ersten Jahreshälfte
Die positive operative Entwicklung wird am Donnerstag bestätigt durch die Halbjahreszahlen. Sie wiesen im Vergleich mit der Vorjahresperiode ein Umsatzwachstum von 9,4 Prozent auf 5,69 Milliarden Dollar, einen Zuwachs der operativen Gewinns vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen bei einer leicht verbesserten Marge von 13,4 Prozent auf 1,75 Milliarden Dollar und einen Zuwachs des Reingewinns auf IFRS-Basis von 12,7 Prozent auf 1,19 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie legte um 16,2 Prozent auf 12,1 Dollar zu.
Überproportional legte der Umsatz in der Pflanzenschutzsparte zu, nämlich um 14,1 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar. Dagegen kam es im Saatgutbereich zu einem Rückgang von 26,5 Prozent bei deutlich sinkender Marge auf 202 Millionen Dollar.
Grundsätzlich profitieren Unternehmen wie Syngenta auf der einen Seite von der noch deutlich wachsenden Weltbevölkerung, die eine zunehmende Nachfrage nach Nahrungsmitteln und damit indirekt nach den Produkten des Unternehmens nach sich ziehen. Diese Nachfrage wird zusätzlich getrieben durch weitere Faktoren. Dazu zählt der zunehmende Wohlstand in Wachstumsregionen mit großen Bevölkerungen. Er stärkt die Nachfrage nach höherwertigen Nahrungsmitteln. Dazu kommen die hohen Energie- und Rohstoffkosten, die zur Auflage zu Subventionen für die Herstellung von alternativen Treibstoffen aus pflanzlicher Basis. Auch das beflügelt die Nachfrage.
Allerdings kann es auch zu Sondereffekten führen. Das zeigt sich eben im Saatgutbereich. Syngenta führt die von knapp 21 auf 14,3 Prozent gesunkene Marge auf die vergrößerten Anbauflächen von Mais auf Kosten der höher margigen Sojabohne in den Vereinigten Staaten zurück. Ferner führt Syngenta höhere Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen sowie Marketing-Ausgaben ins Feld. Im kommenden Jahr soll die Marge aufgrund der Einführung neuer Produkte - Monsanto hat gegenwärtig aufgrund gentechnisch veränderten Pflanzgutes einen gewissen Wettbewerbsvorteil - wieder besser werden.
Positiver Ausblick auf die kommenden Monate
Analysten zufolge liegt der Grund für die besser als erwartete Umsatzentwicklung ninsgesamt bei der Währungsentwicklung. Letztere war für ein Umsatzzuwachs von 300 Basispunkten verantwortlich. Trotz einem eher enttäuschenden Saatgutbereich konnten die Margenerwartungen leicht übertroffen werden. Die Zahlen würden keine negativen Überraschungen bergen, so der Tenor. Händler sehen weniger in den gelieferten Zahlen als vielmehr in der Anhebung der Gesamtjahresprognosen Raum für höhere Kurse.
Die Performance im ersten Halbjahr sei Ausdruck der finanziellen und kommerziellen Stärke von Syngenta, die Aussichten für die zweite Jahreshälfte seien positiv, teilte das Unternehmen mit und hob sein Gewinnprognose für das Gesamtjahr an. In Zukunft werde die Landwirtschaft bei der Bewältigung von globalen Herausforderungen, wie der wachsenden Weltbevölkerung und der steigenden Nachfrage nach Nahrungsmitteln und Biotreibstoffen, eine immer bedeutendere Rolle spielen. Syngenta verfüge über beste Voraussetzungen, um zur Lösung dieser Probleme beizutragen. Insgesamt spricht vieles für eine zumindest robuste Entwicklung der Aktie des Unternehmens.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.339,94 | +0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| TecDAX | 752,47 | +0,08% |
| MDAX | 10.196,40 | −0,34% |
| SDAX | 4.817,28 | +0,29% |
| REX | 434,70 | −0,15% |
| Eurostoxx 50 | 2.161,87 | +0,25% |
| F.A.Z. EURO | 69,61 | +0,13% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| Nasdaq 100 | 2.527,05 | −0,17% |
| S&P500 | 1.317,82 | −0,22% |
| Nikkei225 | 8.580,39 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
| Bund Future | 144,35 € | +0,25% |