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Agrar Bunge-Aktie strebt seit dem Börsengang nur aufwärts

25.05.2005 ·  Als voller Erfolg hat sich der 2001 erfolgte Börsengang des amerikanischen Agrarhandelskonzerns Bunge erwiesen. Die Aktie hat einen fast makellosen Aufwärtstrend ausgebildet, der noch ausgebaut werden dürfte.

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Praktisch nur im Vorwärtsgang befindet sich der Aktienkurs des amerikanischen Agrarhandelskonzern Bunge seit dem im Jahr 2001 erfolgten Börsengang. Ausgehend von einer noch Mitte Oktober 2001 gültigen Notiz von knapp 16 Dollar ist der Titel seitdem bis auf das am Dienstag markierte Rekordhoch von 60,04 Dollar gestiegen.

Bei einem Kursanstieg von über 275 Prozent hat sicherlich kein Aktionär einen Grund, sich zu beschweren. Zumal der völlig intakte charttechnische Aufwärtstrend und die noch immer akzeptable fundamentale Bewertung des Titels eher für weitere Kursavancen als für eine baldige Trendumkehr sprechen. Die am 4. Februar 2004 bei der Erstbesprechung dieses Titels an dieser Stelle gewählte Überschrift „Bei der Bunge-Aktie geht die Saat auf“ hat sich somit rückblickend als völlig zutreffend erwiesen.

Erfreuliche Gewinnentwicklung

Und der überzeugende Kursverlauf ist beim Blick auf den erfreulichen Geschäftsverlauf des zu den größten Händlern und Verarbeitern von Öl- und Getreidesaaten zählenden Konzerns auch durchaus nachvollziehbar. Denn wie auch die im ersten Quartal 2005 erzielten Ergebnisse bewiesen, läuft es gut bei der bereits 1818 in Amsterdam als Getreidehandelsunternehmen gegründeten Gesellschaft.

Eine rege Nachfrage nach den hauseigenen Produkten hat in den ersten drei Monaten zu einem Ergebnissprung geführt. Den Angaben zufolge kletterte der Gewinn von 70 auf 98 Millionen Dollar oder umgerechnet von 65 Cents auf 82 Cents je Aktie. Rechnet man einen einmaligen Gewinneffekt von 16 Cents heraus, lag das Ergebnis deutlich über dem von Analysten im Schnitt erwarteten Wert von 49 Cents. Die gleichzeitig um fünf Prozent auf 5,45 Milliarden Dollar rückläufigen Umsätze dämpfte die Freude der Anleger über diese positive Gewinnentwicklung nicht, weil ein Umsatzrückgang nicht überraschend kam.

Bewertung gut vertretbar

Was die fundamentale Einschätzung des Wertes angeht, dessen Geschäftsfelder sich vom Handel und der Verarbeitung von Agrarprodukten über Produktion und Vertrieb von Düngemitteln bis hin zur Produktion von Nahrungsmitteln erstrecken, ist ebenfalls alles im Lot.

Auf Basis der von Analysten für 2006 erwarteten Gewinne von 4,54 Dollar errechnet sich ein angesichts der langfristig positiven Aussichten gut vertretbares Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13,2. Und dazu paßt auch ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,25. Für weiter steigende Notierungen scheint somit alles angerichtet zu sein. Anleger die am Ball bleiben, sollten ihre Gewinne aber durch immer wieder nachgezogene Stopp-Kurse absichern.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @JüB
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