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Aktien des Tages Gute Gewinne unterfüttern das Rekordhoch

 ·  Viele Zahlen treiben den Dax: Höhere Gewinne der Münchener Rück und der Allianz, aber auch des Investment-Bankings der Commerzbank.

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Commerzbank startet mit Verlust
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Commerzbank startet mit Verlust

Die Commerzbank ist wie erwartet mit einem Verlust ins Jahr gestartet. Im ersten Quartal stand unter dem Strich ein Fehlbetrag von 94 Millionen Euro, wie das Institut am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Vor einem Jahr hatte die Bank noch 355 Millionen Euro verdient. Analysten hatten mit einem höheren Verlust gerechnet. Wie angekündigt belastete das eingeleitete Sparprogramm das Ergebnis mit Kosten von knapp 500 Millionen Euro. Zudem drückte das niedrige Zinsniveau auf die Erträge. Außerdem musste die Bank ihre Vorsorge für faule Kredite erhöhen. Einen konkreten Ausblick für dieses Jahr traute sich der Vorstand wieder nicht zu. Das operative Ergebnis vor Steuern - aus dem die Commerzbank Sonderbelastungen wie die Rückstellungen für den geplanten Konzernumbau herausrechnet - übertraf trotz eines Rückgangs um knapp 20 Prozent auf 469 Millionen Euro die Erwartungen von Analysten.

Einen kräftigen Gewinnsprung gab es etwa im Investmentbanking. Dabei profitierte die Commerzbank von der wieder besseren Stimmung an den Finanzmärkten, die die Kunden wieder aktiver mit Anleihen und Aktienderivaten handeln ließ. Zudem profitierte sie diesmal von der Neubewertung eigener Verbindlichkeiten. Die Commerzbank kämpft seit langem um eine Trendwende. Sorgenkind im Kerngeschäft ist das Privatkundengeschäft. Im ersten Quartal gab es zumindest einen kleinen Lichtblick. Zwar halbierte sich der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, allerdings war das Ergebnis besser als in den drei Quartalen zuvor. Diesen Aufwärtstrend wertete Vorstandschef Martin Blessing als ersten Beleg für die Wirksamkeit seiner neuen Strategie, die besonders im Privatkundengeschäft ansetzt und mit einer massiven Werbekampagne untermauert wird. (dpa-AFX)

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