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Zum Tod von Eddie Arent : Stock und Hut

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Als stocksteif Komischer vom Dienst lange eine Institution: Mit 88 Jahren ist der deutsche Schauspieler Eddie Arent verstorben.

          Als Bastian Pastewka 2004 in der Wallace-Parodie „Der WiXXer“ die schwarze Melone über seinem prägnanten Gesicht und den Stockschirm überm Arm trug, wusste jeder trotzdem sofort: das ist Eddi Arent, der stocksteif Komische vom Dienst.

          Selbst 45 Jahre nach „Der Frosch mit der Maske“, wo er als tollpatschig blasierter „Butler James“ die erste Rolle einer Edgar-Wallace-Adaption spielte (vierzehn weitere folgten), war sein Typus noch im Bildgedächtnis der Deutschen verankert. In den sechziger Jahren war die Figur so populär, dass sie nahtlos als ewig stolpernder „Lord Castlepool“ in den hausbackenen Wilden Westen der hiesigen Karl-May-Filme wechselte.

          Ein verhinderter Buster Keaton

          Dass der Schauspieler als Komiker eine Institution würde, war anfangs nicht ausgemacht. Begonnen hatte er 1947 als trocken feinsinniger Kabarettist an Werner Fincks „Mausefalle“ in Stuttgart. Seine erste größere Filmrolle im Kriegsdrama „Der Arzt von Stalingrad“, bei dem der ehemalige Ostfront-Soldat seiner eigenen Geschichte begegnete, deutete gleichfalls in eine andere Richtung.

          Eddi Arent akzeptierte die Festlegung. Ein verhinderter Buster Keaton, der sich als „ganz normaler Gebrauchsschauspieler“ sah, spielte er in sage und schreibe 104 Filmen, feierte in der Sketch-Serie „Harald und Eddi“ Fernsehtriumphe - und zog sich, privat ein nachdenklicher belesener Mann, zurück, als Angebote spärlicher wurden. Am 28. Mai ist Eddi Arent, wie erst jetzt bekannt wurde, mit 88 Jahren gestorben.

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