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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Zeugnisfund Tresckow und Stauffenberg

20.07.1998 ·  Am 30. November 1997 übergab der russische Präsident Jelzin Bundeskanzler Kohl in Sawidowno zahlreiche Kopien von Dokumenten aus dem Zentralarchiv des Föderalen Sicherheitsdienstes (des FSB, des Nachfolgers des KGB) Rußlands. Ein Zeugnis wirft ein neues Licht auf Tresckow und Stauffenberg.

Von Peter Hoffmann
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Am 30. November 1997 übergab der russische Präsident Jelzin Bundeskanzler Kohl in Sawidowno bei Moskau zahlreiche Kopien von Dokumenten aus dem Zentralarchiv des Föderalen Sicherheitsdienstes (des FSB, des Nachfolgers des KGB) Rußlands. Darunter befand sich die Kopie einer Niederschrift vom 2. September 1944 von Aussagen des Majors im Generalstab Joachim Kuhn, der in den Jahren 1942 bis 1944 in der Verschwörung gegen Hitler einer der engsten Vertrauten von Oberst i. G. Graf Stauffenberg und Generalmajor Henning von Tresckow war. Kuhn beschaffte im Herbst 1943 Sprengstoff für das Attentat, im November 1943 brachte er Sprengstoff, den Tresckow beschafft hatte, zu Stauffenberg nach Berlin. Kurz nach dem 20. Juli 1944 kam Kuhns Name der Geheimen Staatspolizei zur Kenntnis, seine Festnahme am 27. Juli wurde angeordnet, aber sein Divisionskommandeur gab ihm Gelegenheit, sich das Leben zu nehmen. Kuhn fuhr auf die sowjetischen Stellungen zu, um den Tod zu finden, geriet aber in Gefangenschaft. Er wurde verhaftet, in ein Moskauer Gefängnis gebracht und erst im Oktober 1951 durch Fernurteil von einem Sondergericht zu 25 Jahren Lagerhaft verurteilt. Im Januar 1956 wurde er, gesundheitlich und geistig ein Schatten seiner selbst, der Bundesregierung „zur weiteren Strafverbüßung“ übergeben.

Das Dokument, aus dem hier Auszüge wiedergegeben werden, bietet durch seine Nähe zu den Ereignissen und dadurch, daß wahrheitsgemäße Aussagen Kuhn in der Kriegsgefangenschaft schwerlich schaden konnten, einen einzigartigen, von der Perspektive der Geheimpolizei oder des berüchtigten „Volksgerichtshofes“ unbeeinflußten Blick auf Stauffenberg und Tresckow. Sein Wahrheitsgehalt ist überprüfbar, und es bestätigt in unverhoffter Weise die Aussagen nach dem Krieg, die von Kritikern abgewertet werden.

So beginnt Christian Gerlach seinen Beitrag im Begleitband zur Ausstellung des Hamburger Instituts für Sozialforschung über „Vernichtungskrieg und Verbrechen der Wehrmacht“ mit dem Satz: „Die Geschichtsschreibung über die ,Männer des 20. Juli' hat ein kleines Manko: fast alles beruht auf nachträglichen Aussagen, Memoiren und Erinnerungen.“ Die Akten über die tägliche Arbeit der Offiziere in ihren Stäben und Dienststellen müßten herangezogen werden. Gewiß. Jedoch: In amtlichen Dokumenten, seien es Kriegstagebücher, Besprechungsnotizen, Befehle, Meldungen, pflegen die Schreiber nicht ihre persönlichen Gedanken festzuhalten. Auch Gerlach kann sich nur den Anschein geben, als habe er sie in den Akten gefunden. Unter der Überschrift „Mitwisserschaft und Zustimmung“ belegt Gerlach das erste, das nicht belegt zu werden braucht: Denn es war der Anstoß zu Empörung und Erhebung. Für die angebliche Zustimmung hat er keine Beweise. Er versucht, aus der Tatsache einer Besprechung Tresckows am 19. Juni 1941, drei Tage vor dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion, mit dem Chef des Kommandostabes des Reichsführers SS Himmler, SS-Brigadeführer Kurt Knoblauch, über den Einsatz von SS-Verbänden (zwei Brigaden und zwei Regimenter) im Bereich der Heeresgruppe Mitte Tresckows Zustimmung zu deren späterem Tun abzuleiten. In dieser Zeitung ist vor kurzem nachgewiesen worden (F.A.Z. vom 11. März 1998), daß Gerlachs Quelle genau das Gegenteil dessen belegt, was er durch Innuendo und Manipulation suggeriert.

Am 27. Juni 1941, wenige Tage nach dem Beginn des „Einsatzes“, verzeichnet das Kriegstagebuch des SS-Kommandostabes Himmlers Verbot der Fortsetzung des Einsatzes der SS-Verbände „zu Besetzungen und so ähnlichen Zwecken“ wie militärischer Sicherung von Verbindungswegen, „da er sie für andere Aufgaben benötigt“ und da der Einsatz innerhalb der Heeresgruppe Mitte „den allgemeinen Abmachungen widerspricht“. Diese allgemeinen Abmachungen waren die vom März 1941 zwischen dem Chef der Sicherheitspolizei und des SD, SS-Gruppenführer Reinhard Heydrich, und dem Generalquartiermeister des Heeres, General Eduard Wagner, über den „Einsatz“ besonderer SS-Kommandos im Operationsgebiet des Heeres. Sie wurden vom Oberbefehlshaber des Heeres und vom Chef des Generalstabes des Heeres akzeptiert und schlugen sich in Befehlen und Erlassen über die Erschießung gefangener politischer Kommissare der Roten Armee und über die Einschränkung der militärischen Gerichtsbarkeit in von deutschen Truppen besetzten Gebieten nieder. Den davon in den Wochen vor dem Angriff auf die Sowjetunion unterrichteten Kommandeuren und Stabsoffizieren wurde auch die Bedeutung des „Einsatzes“ der SS-Kommandos erklärt. Genau diesen Einsatz der zwei SS-Brigaden und der zwei SS-Regimenter hatte Tresckow sabotiert, und deshalb hatte Himmler selbst eingegriffen und berief sich auf die „Abmachungen“ vom März. Gerlach verschleiert diesen Konflikt mit der Behauptung „taktischer Differenzen“.

Tresckow hatte Anfang Mai 1941 Hitlers Heeresadjutant Major Gerhard Engel gesagt, er werde Mittel und Wege ersinnen, um durch mündliche Beeinflussung vor allem der Divisionskommandeure den „Kommissarbefehl“ zu umgehen, und hinzugefügt: „Wenn Völkerrecht gebrochen wird, sollen es die Russen selber tun und nicht wir.“ Tresckow bemühte sich, eine Fronde der Heeresgruppen-Oberbefehlshaber zustande zu bringen; sein eigener Oberbefehlshaber legte beim Oberkommando des Heeres Protest ein.

Hitlers Befehl vom 30. März 1941, gefangene Kommissare seien den Einsatzkommandos der Sicherheitspolizei und des SD zu übergeben oder, wo das nicht möglich sei, von der Truppe zu erschießen, wurde so wenig befolgt, daß der Chef des Generalstabes des Heeres in seinem Diensttagebuch unter dem 1. August und 21. September 1941 notierte, die gefangenen Kommissare „werden zum größten Teil erst in den Gefangenenlagern festgestellt“ beziehungsweise „werden nicht erschossen“. Hitlers Erlaß vom 13. Mai 1941 „über die Ausübung der Kriegsgerichtsbarkeit im Gebiet ,Barbarossa' und über besondere Maßnahmen der Truppe“ verlangte nicht nur, mit aller Strenge die Sicherheit der deutschen Truppen zu gewährleisten, Freischärler zu erschießen, „kollektive Gewaltmaßnahmen“ auszuführen gegen Ortschaften, aus denen die Wehrmacht „hinterlistig oder heimtückisch angegriffen wurde“, und befahl nicht nur bis auf weiteres den Ausschluß der Kriegsgerichte von der Verfolgung von Straftaten feindlicher Zivilpersonen; sondern der Erlaß sah auch vor, daß „tatverdächtige Elemente“ sogleich einem Offizier vorgeführt werden mußten, der darüber zu entscheiden habe, ob sie zu erschießen seien. Er verbot ausdrücklich, verdächtige Täter zu verwahren, um sie bei Wiedereinführung der Gerichtsbarkeit an die Gerichte abzugeben. Es blieb also nur Erschießung oder Abgabe an ein Einsatzkommando. Auch dieser Befehl wurde so wenig beachtet, daß das Oberkommando des Heeres am 25. Juli 1941 feststellte, es sei nicht an allen Stellen mit der erforderlichen Härte durchgegriffen worden. Der Befehl wurde bekräftigt.

Zivilisten und als Zivilisten getarnte Soldaten, alle sowjetischen Männer, Frauen und Kinder hatten Befehl ihrer Regierung, wurden dazu überredet oder mit brutalen Repressalien gegen ihre Familien dazu gezwungen, Deutsche anzugreifen, Einrichtungen zu zerstören und unerträgliche Zustände für die deutschen Truppen zu schaffen. Diese konnten nicht ihre eigene Existenz aufgeben. Selbstverständlich kann es keine militärische Truppe der Welt hinnehmen oder es bei Ermahnungen bewenden lassen, wenn ihre Soldaten aus dem Hinterhalt erschossen, erstochen, erwürgt, ertränkt und sonstwie ermordet und Sabotageakte verübt werden. Doch die Kommandeure der Divisionen, Korps und Armeen wiesen stets und wiederholt auf das Verbot von Plünderung und Gewalttaten hin. Dies konnten sie, weil die entsprechenden Bestimmungen nach wie vor im Militärstrafgesetzbuch standen. Auf diese Weise wirkten sie zugleich den Mordanweisungen entgegen, die sie vom Oberkommando des Heeres erreichten.

Die Judenverfolgung war aber für die Offiziere, die gegen Hitler aufstanden, einer der hauptsächlichen Anstöße. Stauffenberg erfuhr Anfang 1942 vom Ausmaß und von der Planmäßigkeit der Mordmaßnahmen gegen Juden, Zivilbevölkerung und Kriegsgefangene. Er begann sofort mit dem Versuch, Heeresgruppen- und Armee-Oberbefehlshaber zum Sturz Hitlers zu bewegen, obwohl er als Major nicht den nötigen Status hatte. Tresckow bemühte sich 1942 und 1943 monatelang um die Gewinnung Feldmarschall Erich von Mansteins, auch Stauffenberg suchte den angesehenen Feldmarschall im Januar 1943 persönlich auf.

Der 2. Generalstabsoffizier (Feindnachrichten und Abwehr) im Oberkommando der Heeresgruppe Mitte, der damalige Major i. G. Rudolf-Christoph Freiherr von Gersdorff, ließ am 9. Dezember 1941 in das Kriegstagebuch der Heeresgruppe eintragen: „Bei allen längeren Gesprächen mit Offizieren wurde ich, ohne darauf hingedeutet zu haben, nach den Judenerschießungen gefragt. Ich habe den Eindruck gewonnen, daß die Erschießungen der Juden, der Gefangenen und auch der Kommissare fast allgemein im Offizierkorps abgelehnt wird, die Erschießung der Kommissare vor allem auch deswegen, weil dadurch der Feindwiderstand besonders gestärkt wird. Die Erschießungen werden als eine Verletzung der Ehre der Deutschen Armee, in Sonderheit des Deutschen Offizierkorps betrachtet. Je nach Temperament und Veranlagung der Betreffenden wurde in mehr oder weniger starker Form die Frage der Verantwortung hierfür zur Sprache gebracht. Es ist hierzu festzustellen, daß die vorhandenen Tatsachen in vollem Umfang bekannt geworden sind und daß im Offizierkorps der Front weit mehr darüber gesprochen wird, als anzunehmen war.“ 1946, während des Nürnberger Prozesses, berichtete Gersdorff die „politischen Gründe“, die für die Verschwörer „mit in erster Linie die Veranlassung für die Notwendigkeit der Beseitigung Hitlers bildeten“, in dieser Reihenfolge: „Judenverfolgung, Konzentrationslager und so weiter“. Ebenso äußerte sich Tresckow schon während des Krieges, der Anstoß zum Erhebungsversuch sei vor allem, daß Zehntausende Juden auf die grausamste Weise umgebracht würden, nicht der Krieg, denn der sei das Handwerk des Offiziers.

Die folgenden im Auszug wiedergegebenen Aufzeichnungen sind die einzige bisher bekannte Äußerung von Major Kuhn über seine Kenntnisse der Verschwörung. Die Ausdrücke in den Aufzeichnungen sind gelegentlich eher die der Protokollierenden als die Major Kuhns. Wendungen wie „Gespräche mit sowjetischen Offizieren sowie mit kriegsgefangenen Kameraden“, die Kuhn „aufgeklärt“ hätten, entsprechen kommunistischem Sprachgebrauch. Die kriegsgefangenen Kameraden waren möglicherweise sowjetfreundliche deutsche Kriegsgefangene.

Dazu kommen die Umstände: Kuhn befand sich „in Moskau“ in einem Gefängnis, offenbar, weil Stalin befohlen hatte, die Hintergründe des Attentats vom 20. Juli 1944 aufzuklären, und er als einziger aus dem inneren Kreis sicher verwahrt und gepreßt werden mußte. Kuhn ist sicher mehrfach vernommen worden, die wiedergegebenen Aussagen könnten also, falls weitere Protokolle gefunden werden, modifiziert werden.

Unbeschadet dieser Vorbehalte lassen Kuhns Äußerungen im Lichte dessen, was die Forschung über Tresckow und besonders über Stauffenberg in den letzten fünfzig Jahren ermittelt hat, dennoch den originären Gehalt und Kern der Erhebung der wenigen entschlossenen Offiziere erkennen. Teils durch die Ermittlungsergebnisse der Geheimen Staatspolizei, teils durch Nachkriegszeugnisse sind die Kernpunkte bekannt, die hier unbezweifelbar bestätigt werden. Sie sind, in der chronologischen Reihenfolge ihrer Entstehung:
- die Empörung über die verbrecherische Perversion des Krieges zum Völkermord und den Mißbrauch der Soldaten (für Tresckow beziehungsweise Stauffenberg schon für Sommer 1941 beziehungsweise April 1942 bezeugt);
- die Empörung über die gleichzeitige Offensive gegen den Kaukasus und die untere Wolga im Sommer 1942, obwohl für jede Operation für sich allein schon die Kräfte gefehlt hätten (Hitlers Weisungen für die Kriegführung vom 17. und 23. Juli 1942);
- die Empörung über die falsche und unheilbringende Aufstellung und Verwendung der Luftwaffenfelddivisionen im Sommer 1942.

Stauffenbergs Äußerung über den Angriff gegen Rußland war bisher in dieser Form unbekannt, es gab nur eine unsicher überlieferte Kritik aus den Monaten vor dem Angriff. Dasselbe gilt für den Zeitpunkt seiner und General Fellgiebels Äußerungen über die Notwendigkeit einer Orientierung zu Rußland hin, samt ihren Einschränkungen, wobei aber die Möglichkeit eines Einflusses der Umstände, in denen Kuhn sich befand, nicht auszuschließen ist. Stauffenbergs Vorbehalte gegen eine Zusammenarbeit mit dem unter sowjetischen Auspizien operierenden „Nationalkomitee Freies Deutschland“ sind immerhin angedeutet. Auch die Vorbehalte gegen Konspiration mit der Feindseite dürften zeitgebunden sein, da Stauffenberg etwas später Kontakte zu den Westmächten anstrebte. Stauffenberg neigte auch dazu, manchmal seine eigenen widersprechenden Auffassungen um der Debatte willen zu vertreten und sich nicht in jedem Punkt in die Karten sehen zu lassen. Wenn die in Kuhns Bericht angeführten Äußerungen aber tatsächlich so gefallen sind, wie sie in Kuhns Bericht stehen, würden sie wenigstens für den angegebenen Zeitpunkt den Akzent der außenpolitischen Einstellung im Kreis um Stauffenberg etwas verschieben. Die Behauptungen Moltkes und anderer, im Militär gebe es Tendenzen zu einer „Ostorientierung“, wären dann nicht mehr vorwiegend als Versuche anzusehen, auf die Westmächte Druck zur Abschwächung der Forderung nach bedingungsloser Kapitulation auszuüben. Jedoch plädierten weder Stauffenberg noch einer der anderen von Kuhn Zitierten für ausschließliche Orientierung zur Sowjetunion.

Stauffenbergs Äußerung über die „Militärdiktatur“ mag wohl oberflächlich überraschen. Sie ist aber nichts anderes als die am 20. Juli versuchte Usurpation der „Vollziehenden Gewalt“ durch das Ersatzheer. Sie wird überdies weiter unten im Protokoll erweitert zum Willen aller Führer der Verschwörung, den Boden für einen demokratischen Staat zu bereiten.

Die Erwähnung englischen Sprengstoffs zur Verwendung für das Attentat trifft auf den angegebenen Zeitpunkt, Ende 1943, zu, nicht jedoch auf den 20. Juli 1944, als lediglich die Zünder englischer Herkunft waren.

Aussagen von Major i. G. Joachim Kuhn vom 2. September 1944:

„In der Gefangenschaft entschloß ich mich, zunächst keine Aussagen über meine Teilnahme an der Verschwörung gegen Hitler zu machen, aber die Art, wie ich als Kriegsgefangener behandelt wurde, und die Gespräche mit sowjetischen Offizieren sowie mit meinen kriegsgefangenen Kameraden haben mich aufgeklärt. Am 4. August wandte ich mich an einen im Lager Wolkowysk anwesenden russischen Stabsoffizier und äußerte ihm meinen Wunsch, wichtige Aussagen zu machen. Viel später erfuhr ich, daß gerade an diesem Tage ich in Berlin zum Tode verurteilt wurde.

Ich wurde nach Moskau gebracht. Hier bestätigten die Gespräche mit sowjetischen Offizieren in jeder Hinsicht meinen ersten Eindruck, infolgedessen gebe ich den folgenden Bericht.

Ich, Joachim Kuhn, wurde am 2. August 1913 in Berlin geboren. Mein Vater übt dort seine Praxis als Patentanwalt aus. Ich besuchte das Gymnasium und bestand 17jährig das Abitur. Entsprechend der Tradition des Hauses meiner Mutter - mein Großvater war General der Kavallerie - gab es für mich nur den Wunsch, Offizier der Reichswehr zu werden. Am 15. 10. 1932 trat ich meinen Dienst beim Inf.Rgt. 14 an. 1933-1934 besuchte ich die Kriegsschulen in Dresden und München. Ich durchlief die Stellungen als Btl. und Rgt.Adj., nahm als solcher am Polenfeldzug und als Kompaniechef am Frankreichfeldzug teil. Nachdem ich den Beginn des Rußlandkrieges als 1. Ordonnanzoffizier der 3. I.D. bis November 1941 erlebt hatte, besuchte ich bis Mai 1942 die Kriegsakademie. Diese verließ ich als Bester und wurde zum OKH/Generalstab des Heeres Organisationsabteilung versetzt.

Dort war ich als Generalstabsoffizier mit Unterbrechungen durch Krankheit bis März 1944 in der Gruppe II tätig. Diese bearbeitete grundsätzliche Organisationsfragen des Heeresgefüges, Kriegsspitzeingliederung, Organisation der militärischen Verwaltung und Sicherungstruppen.

Major i. G. Graf Stauffenberg war Gruppenleiter II, bis er durch Oberstleutnant i. G. Klamroth ersetzt wurde. In kurzer Frist lernte ich die überragenden dienstlichen und menschlichen Eigenschaften Stauffenbergs schätzen. Die Zusammenarbeit war infolge seiner umfassenden Kenntnis und Bildung auf allen Gebieten des Lebens denkbar harmonisch, da wir viele Berührungspunkte auf allgemeine Lebens- und politische Auffassungen hatten.

Die tägliche Arbeit wies bereits im Jahre 1942 auf die zahlreichen Fehler der obersten Führung in operativer und organisatorischer Hinsicht hin.

So zum Beispiel die Anlage des Sommerfeldzuges 1942 beabsichtigte die Eroberung der kriegswirtschaftlichen Gebiete (Ölgebiete, Wolga) und nicht die Vernichtung der feindlichen Streitkräfte. Die operativen Ziele des Feldzuges - Kaukasus und Stalingrad - bildeten äußerst ausgedehnte Frontlinien und Kommunikationen, die in keiner Weise mit vorhandenen operativen Reserven besetzt werden konnten.

Zu den besonders bekannten organisatorischen Fehlern der obersten Führung wird die Schaffung der Luftwaffenfelddivisionen gezählt. Diese wurden auf Vorschlag Görings anstatt der Fehlstellenbesetzung der zerschlagenen Divisionen gebildet. Die Führung bestand aus Offizieren und Unteroffizieren der Luftwaffe, die keine infanteristische Ausbildung hatten, was große Verluste an Menschen und Waffen mit sich führte.

Ein nachträgliches Gespräch im August 1942 im Hauptquartier in Winniza zeigte mir erstmalig die letzte Überzeugung Stauffenbergs und sein tiefes Verantwortungsbewußtsein gegenüber seiner Stellung. Er äußerte:

,Wenn man überhaupt einem Angriffskriege einen Sinn geben kann, so ist es der, daß er einer Politik den Weg bahnen soll, die fruchttragend für einen möglichst großen Teil der Menschen ist.

Die täglichen Berichte von Stäben über die Behandlung der Bevölkerung durch die deutsche Zivilverwaltung, der Mangel an politischer Zielgebung für die besetzten Länder, die Judenbehandlung beweisen, daß die Behauptungen Hitlers, den Krieg für eine Umordnung Europas zu führen, falsch sind.

Damit ist dieser Krieg ungeheuerlich, wenn er nun noch so geführt wird, daß er aus operativen und organisatorischen Gründen nicht einmal gewonnen werden kann, so ist er als sinnloses Verbrechen zu bezeichnen, ganz abgesehen davon, daß dieser Krieg vom Augenblick, wo wir den Fehler machten, Rußland anzugreifen, personell und materiell für Deutschland auch bei bester Führung gar nicht durchzustehen ist. Solche Feststellung allein genügt aber nicht. Man hat erstens nach der letzten Ursache und zweitens nach der Konsequenz zu fragen. Letzte Ursache liegt, darüber bin ich mir nun vollkommen im klaren, in der Person des Führers und im Nationalsozialismus. Konsequenz ist, zu fragen, was hat der deutsche Generalstab infolge dieser Lage für eine Aufgabe. Als Generalstabsoffizier und Soldat, der sich schon einen gewissen Namen gemacht hat (Stauffenberg galt im OKH als ,der kommende Mann') glaube ich das Recht und die Pflicht zu haben, gerade hiernach zu suchen. Der Generalstab ist nicht eine Congregation geschulter Handwerker, sondern er ist an der Führung maßgeblich beteiligt. ,Führen' heißt auch Verantwortung tragen und seinen tätigen Einfluß geltend machen. Einfluß worauf? Wenn der Krieg nicht mehr zu gewinnen ist, so kann das nur noch der Einfluß auf die Erhaltung des deutschen Volkes sein. Das ist nur möglich durch schnellsten Abschluß eines Friedens, und zwar jetzt, wo wir im Besitz unserer Kräfte sind. Haben wir unseren Einfluß bisher anders als durch Kritik und Worte geltend gemacht? Nein. So hat Tag und Nacht unser Denken dieser unserer einzigen Pflicht heute - solange es noch nicht zu spät ist - zu gelten.'

Ich war von dem Gespräch tief beeindruckt, zumal es im Sommer 1942, das heißt vor Stalingrad und den nachfolgenden Katastrophen, stattfand. So hatte ich es bis dahin nicht gesehen, und vor allem hatte mich bis dahin niemand vor die Konsequenz gestellt.

Als ich im Winter 1942/43 im Lazarett Berlin lag, besuchte mich Stauffenberg dort am 3. Februar, am Tag vor seiner Fahrt nach Tunis. Dort war er Ia der 10. Panzerdivision geworden. Bei diesem Besuch schilderte er mir die Frontlage, vor allem die Ereignisse von Stalingrad, und schließlich fiel zum ersten Mal das Wort, das richtunggebend für unser gemeinsames Tun werden sollte:

,Die Konsequenz, nach der wir oft fragten, heißt Errichtung einer, allerdings vorübergehende Militärdiktatur.'

Mit diesen Worten verließ mich Stauffenberg.

Mit schweren Verwundungen - ein Auge, die rechte Hand und zwei Finger an der linken Hand hat er in Tunis verloren - fand ich Stauffenberg am 6. Mai 1943 im Lazarett in München wieder. Seine bewunderungswürdige Hinnahme der schweren körperlichen Beeinträchtigung ließ mich stärker als je zuvor die Größe seiner Persönlichkeit empfinden. Er ist ein Urenkel Gneisenaus und ist dessen würdig, dachte ich mir.

Er sagte zu mir damals:

,Der erfolgreiche Kampf gegen den Nationalsozialismus und seine fanatischen Theorien und Ziele, also der Weg zur Erhaltung des Volkes, geht nur über die Beseitigung der Person Hitlers und dessen, was ihn umgibt.'

Bald hatte Stauffenberg seine neue Stellung als Chef des Generalstabes des Allgemeinen Heeresamtes bei General der Infanterie Olbricht angetreten. Ich war wieder in der Org.Abt. Gruppe II zum Teil als Gruppenleiter, zum Teil mit selbständigen Arbeiten betraut, tätig.

Die Frontlage brachte: Rückzug vom Kaukasus, Verlust der Schlacht von Orel, Verlust von Charkow und Kiew. Die Fehlstellenzahlen der Divisionen ließen sich nicht mehr annähernd auffüllen, trotzdem folgten laufend vom Führer Befehle für Neuaufstellungen von Divisionen, insbesondere SS-Verbände, die auf Kosten der Frontdivisionen gingen.

Eingedenk der Gespräche mit Stauffenberg sagte ich mir, wenn allen Erkenntnissen nicht die Tat folgt, dann sind diese müßig. Und wer anders soll bei diesen Terrorzuständen handeln als das Heer, ergo der Generalstab, der dessen Führung ist. In den ersten Oktobertagen 1943 besuchte Stauffenberg das Hauptquartier. Ich äußerte ihm gegenüber diese Auffassung und stellte die Frage: ,Was soll geschehen?' Er antwortete:

,Daraus, daß du von selbst fragst, entnehme ich, daß du dir auch über die Konsequenzen jetzt klar bist. Ich will dir daher sagen, daß, sobald wie irgend möglich, wenn es die Zeit und die Vorbereitungen erlauben, noch in diesem Monat, der Führer sterben muß.

Deine Rolle wird sein: Als Ia des Generals Stieff zu fungieren, der die Ausführung des Attentats selbst übernommen hat, das heißt mobkalendermäßige Vorbereitungen für das Hauptquartier zu treffen. Ferner, als mein ständiger Beauftragter hier im Hauptquartier vorwärtszutreiben. Ferner, während des Umsturzes sich des Feldmarschalls v. Witzleben, des zukünftigen Oberbefehlshabers der Wehrmacht, anzunehmen.'

Meine Arbeitskraft galt von jetzt in erster Linie dieser vorbereitenden Tätigkeit.

Damit war ich im Zentrum der Umsturzorganisation.

Zwei, drei Tage nach Einweisung unterhielt ich mich mit dem Chef der Org. Abt. Generalmajor Stieff über vorausgegangene Umsturzversuche. Er erzählte:

,Es ist schlimm, daß nicht schon damals, 1938/39, wie beabsichtigt, gehandelt wurde.'

Auf meine Frage, was geplant gewesen sei, sagte General Stieff:

,Man plante einen Regierungssturz nach den Ereignissen des Winters 1938/39, da man sah, daß diese Entwicklung zum Krieg führen mußte. Zum Handeln fehlte wohl die Breite einer aktiven Gruppe und auch eine hervorragende Persönlichkeit.'

,Und wer waren die Männer, die sich mit der Absicht trugen?' fragte ich.

,Es war, soviel ich im Bilde bin, ein Kreis um Fritsch, Beck und Halder.'

,Und warum', setzte ich die Unterhaltung fort, ,mißlang ein weiterer Versuch schon während des Krieges, wie mir neulich Stauffenberg kurz erwähnte?'

,Nach Stalingrad', fuhr Stieff fort, ,drängte die Lage zum Handeln. Ein Flug des Führers zur Heeresgruppe Süd war hierzu ausersehen. Im Flugzeug war durch Generalmajor v. Tresckow Sprengstoff verstaut, der Zünder aber, eingestellt auf eine bestimmte Zeit, löste nicht aus.'

Über die Ziele der Umsturzorganisation fand ein etwa vierstündiges Gespräch mit Stauffenberg im Lazarett München, Anfang Juli 1943, statt. Damals entbehrte die Darstellung Stauffenbergs noch der konkreten Form der Organisation. Über Ziele und Wege jedoch sah er bereits klar. Ich fragte Stauffenberg:

,Du sagst, es fände sich eine Gruppe, der der Sturz Hitlers, die Beseitigung des Nationalsozialismus und die Aufrichtung einer zeitweiligen militärischen Diktatur gelänge. Aber was dann?'

,Wir wollen', antwortete Stauffenberg, ,ein friedvolles und gesichertes Zusammenleben der Völker Europas sicherstellen. Werfen wir zunächst einen Blick in die Geschichte. Warum scheiterte Napoleons Politik in Spanien? Weil sie den derzeitigen politisch-ökonomischen Interessen des Landes widersprach. Die Anwendung der Gewalt durch Besetzung Spanien entwickelte Napoleons Mißerfolg zu einer Katastrophe.'

Stauffenberg brachte dann Beispiele aus jüngster Zeit der Hitlerpolitik in Ukraine und Jugoslawien, die uns alle genügend geläufig sind.

Auf das letzte Beispiel, das er anführte, besinne ich mich genau, weil er es mehrfach erwähnte:

,Ich will dir ein Gegenbeispiel nennen, das zu allen Zeiten gültig ist. Die Politik Cäsars bei uns nach der Unterwerfung Galliens. Cäsar brachte ihnen die positiven Errungenschaften des Römischen Reiches, wie humane Gesetzgebung und Kultur; dann lehnte er jede Einmischung in innere Verhältnisse und religiöse Fragen ab. Damit hat er dem Römischen Reich für Jahrhunderte treue Bundesgenossen geschaffen.'

Nach diesen geschichtlichen Beispielen müsse man, so meinte Stauffenberg, feststellen, daß der Nationalsozialismus auf dem außenpolitischen Gebiet versagt habe, ganz abgesehen von seiner außenpolitischen Vorarbeit für den Krieg. Er sagte etwa wörtlich:

,Wenn wir auch gerade über Rußlands innere Lage und seine Ziele im dunkeln sind, so ist doch ein für allemal klar, daß Hitlers größter Fehler der Bruch des Vertrages mit Rußland war.'

Stauffenberg ging dann auf die Frage ein, warum der Nationalsozialismus innenpolitisch versagte.

Er sagte, daß die zur Zeit führende Schicht in bezug auf menschliche Eigenschaften so wertlos sei, daß selbst gute Ideen in ihrer Ausführung zum Schaden des Volkes verwertet werden. Die Übertreibungen auf dem Gebiet der Volksumfragen widersprechen den Naturgesetzen. Insbesondere bemerkte Stauffenberg, daß die Interessen der Massen nur dann tatsächlich vertreten werden können, wenn das Volk sich selbst regiert, was aber im nationalsozialistischen Staat keineswegs der Fall ist.

Dann ging Stauffenberg auf die uns zur Genüge bekannten militärischen Fehler Hitlers ein.

,Es muß ein Zustand herbeigeführt werden, der die Voraussetzung für schnellstmöglichen Abschluß eines Friedens darstellt. Das ist zu erreichen nur durch die Beseitigung der Person des Führers und Ersatz des derzeitigen Regierungssystems durch eine vorübergehende Militärdiktatur, die den Boden für einen demokratischen Staat zu bereiten hat.'

Damit schloß unsere Münchener Unterredung.

In zahlreichen Gesprächen mit Generalen Olbricht und Fellgiebel bestätigte sich diese Auffassung Stauffenbergs, als für alle an der Umsturzorganisation Beteiligten gültig, insbesondere auch für Generaloberst Beck. Dafür ist noch folgende kurze Unterhaltung mit General Olbricht und Stauffenberg am 17. November 1943 in Berlin beweisführend.

Ich fragte Stauffenberg nach seiner Zusammenarbeit mit Generaloberst Beck. Er antwortete:

,Wenn wir - General Olbricht und ich - in allen technischen Fragen der Organisation die Kompetenz haben, so trage ich doch alles etwa wöchentlich dem Generaloberst vor. Jedes Mal bin ich erfreut über sein klares selbständiges Urteil, seinen überlegenen staatspolitischen Überblick. Seine Grundauffassungen decken sich vollständig mit den unseren.'

General Olbricht bestätigte diese Äußerung.

Besonders bewegte uns die Frage der außenpolitischen Orientierung Deutschlands nach dem gelungenen Umsturz. Hierüber unterhielt ich mich mit General Fellgiebel im Zuge Hauptquartier Berlin in den ersten Dezembertagen 1943. Als Chef des Heeresnachrichtenwesens war dieser über Auslandsnachrichten immer gut unterrichtet. Ich fragte, an wen soll man nach gelungenem Umsturz Anschluß suchen? General Fellgiebel antwortete:

,Hierin ist eine Festlegung ganz unmöglich. Es muß sich zeigen, wer die Hand dann ausstreckt. Nachrichtenunterlagen über derartige Absichten habe ich nicht.

Suchen müssen wir eine schnellstmögliche Verständigung mit der UdSSR, da diese allein ein Interesse an einer Erhaltung und Zusammenarbeit mit einem lebensfähigen Deutschland habe. Den Anglo-Amerikanern wird der Kontinent immer ein lästiger Konkurrent bleiben.'

In Berlin angelangt, setzten wir die Unterhaltung in Gegenwart von General Olbricht und Stauffenberg fort. Diese waren derselben Meinung wie Fellgiebel und bemerkten insbesondere, daß in bezug auf eine verständnisvolle Haltung Rußlands nach dem Umsturz keine Unterlagen vorliegen. Stauffenberg sagte außerdem, daß auch über Ziele des Nationalkomitees ,Freies Deutschland' noch keine bestätigten Unterlagen vorliegen. Wir alle waren der Meinung, daß eine vorhergehende Bindung mit einer Feindmacht innenpolitisch gefährlich sei. Der Badoglio-Staatsstreich hat in Deutschland einen schlechten Klang, den des Verrats, da vor dem Umsturz mit den Feinden konspiriert wurde. Auf keinen Fall darf uns daher etwas belasten, was den Schlag im Volke unpopulär machen kann.

Stauffenberg bemerkte, daß das die Möglichkeit nicht ausschließe, nach außen Fühler auszustrecken, wozu man Verbindungen brauche. Noch sehe er aber nicht Verbindungen zu Rußland, wohin die Notwendigkeiten der Orientierung dringend weisen.

Über Mittel und Methoden, die zum Erfolg der Organisation führen sollten, bestand Klarheit. Das Attentat selbst sollte mit Sprengstoff durchgeführt werden, der in Frankreich durch Abwehr III aus zu Sabotagezwecken abgeworfenen englischen Mitteln sichergestellt war.

Immer wieder wurde in Kreisen der Organisation festgestellt, daß die Tatsache des Umbringens Hitlers durch Offiziere belastend sei. Aber moralisch sei die Tat als das Richten eines Verbrechers voll gerechtfertigt. Im Gespräch mit General v. Tresckow im Februar 1944 äußerte dieser, daß es schlimm sei, daß während des Attentats unschuldige Opfer fallen werden, es ist aber nicht zu vermeiden. Das Arrangement ist so zu treffen, daß möglichst viele von Hitlers unmittelbarer Umgebung, wie Himmler, Göring usw., bei ihm sind.“

Am 19. Juli 1944 suchte Generalmajor von Tresckow, damals Chef des Generalstabes der 2. Armee, Kuhn bei seiner Division bei Bialystok auf und sagte ihm, das Attentat werde in diesen Tagen stattfinden. Nach dem Fehlschlag kam er am 21. Juli wieder und sagte Kuhn:

„Sie wissen, vor Stauffenberg war ich unter Beck der geistige Vorarbeiter dessen, was gestern fehlschlug. Ich kenne jede Einzelheit der Organisation und fühle wie Beck und Stauffenberg die Mitverantwortung für das Geschehene. So ist auch meine Uhr abgelaufen.“

Er bat Kuhn noch, dafür zu sorgen, daß niemand von seinem Freitod erfahre, er wolle im Interesse der Sache, der Beteiligten und seiner Familie als von Partisanenhand gefallen gelten. Dann verabschiedete er sich. In etwa hundert Meter Entfernung hörte Kuhn die Detonation der Gewehrgranate, mit der Tresckow sich tötete.

Der Autor ist der Verfasser des Buches „Claus Schenk Graf von Stauffenberg und seine Brüder“ (Deutsche Verlags-Anstalt). Er lehrt deutsche Geschichte an der McGill University in Montreal.

Quelle: F.A.Z. vom 20.7.1998
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