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Wulff ehrt Friedrich den Großen Das Streben nach Ehre

 ·  Bundespräsident Christian Wulff ehrt Friedrich den Großen: Das klingt nach viel Mailbox und wenig Glanz, war dann aber doch ein kurzweiliger Nachmittag. Auch wenn der Wunsch nach einem anderen Staatsoberhaupt hier und da nicht verstummen mochte.

Artikel Bilder (3) Lesermeinungen (30)

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Florian Adler

Agenda setting à la Wulff

Mit präsidialem agenda setting soll der persönliche und individuelle Stempel aufgedrückt werden, mit dem er die eigene Ära politisch und historisch prägen will. Als oberster Aufstocker der Nation hat er Integration als „sein Thema seiner Amtszeit“ erklärt.

Seit der Einwanderung der Germanen in das heutige Gebiet Deutschlands sind immer wieder Zuwanderer hinzugekommen; der Gesamtanteil der Bevölkerung mit MiHiGrund lag 2010 bei 15,4 Mill. Wie in einem Artikel heute zu lesen, kommen z.B. in der Jacobs University in Bremen die Studierenden aus 112 Ländern. Konzerne und KMU sind seit Jahrzehnten in zig Ländern vertreten, die MA sind/arbeiten international. Und nun entdeckt ein Provinzpolitiker in seinem Lehrberuf BuPräs staunend die große weite Welt, ist davon überzeugt, dass er der Bevölkerung gelebte Internationalität und Integrationskompetenz näher bringen muss. Eine seiner flachen Bollywood-Inszenierungen ist die des sog. Mittlers der Kulturen. Er instrumentalisiert alle und alles.

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Christoph Rohde

Berufsempörter statt Bundespräsident

Ohne Redenschreiber hätte Wulff, der sicher lieber Cocktails schlürft als geschichtliche Zusammenhänge zu erarbeiten, wohl wenig sagen können. Und dann kommt noch der Berufsempörte, der dem deutschen Volk eine "Weltoffenheit" gegenüber geschlossenen Gesellschaften (Popper) verlangt, populistisch und simpel.

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Joachim Frei
Joachim Frei (j.frei) - 25.01.2012 15:31 Uhr

Wulff moechte Vertrauen zurueckgewinnen.

Kann er. Aber nicht durch Reden. Durch Taten! Z. B. indem er seiner praesidialen Ziehmutter aufzeigt, wo im Falle Steuergeld verschenken Schluss ist! Oder indem er politisch inkorrekt wird. Nur wird er das nicht tun. Er sorgt nur fuer seinen eigenen Vorteil. Der Demos ist ihm egal. Wulff ist ein Berufspolitiker. Kein Praesident. Und als solcher dritte Wahl eben, was sich schon bei Antritt gezeigt hat. Wer waehlt eigentlich noch CDU/FDP, die ihn ins Amt gehoben haben? Wer Sozialisten will, kann die doch auch im Original haben bei der SPD/GRUENE/LINKE. Ob deren Kandidat wirklich besser gewesen waere im Sinne von Taten sei mal dahingestellt. Aber wenigstens haetten wir einen Praesidenten, der den schoenen Schein wahrt und von dem "man" sich mindestens in seinen Reden wiederfindet! Kein Winkeladvokat, der all sein Handeln danach ausrichtet, dass seine seltsamen Rechtsauffassungen nicht auffliegen. Nein, diese Meinung wird sich auch zur Wahl nicht mehr aendern!

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Andreas Donath
Andreas Donath (adoc) - 25.01.2012 10:55 Uhr

Es mag legal sein ...

..., dass sich Herr Wulff über Persönlichkeiten der deutschen Geschichte auslässt, legitim ist es aber längst nicht mehr. Dieser Herr hat das Recht verspielt, über irgendjemanden noch ein Urteil zu fällen, er nervt nur noch und entwürdigt jedes Thema, das er an sich reißt. Die Ambivalenz einer Person wie Friedrich den Großen zu erfassen, ist einem kleinen Licht wie Wulff ohnehin nicht gegeben - und seine Redenschreiber scheinen mir auch nicht zur intellektuellen Elite zu zählen. Aber Hauptsache noch schnell Wulffs Lieblingsthema hineingewurstelt, nämlich Toleranz gegenüber Einwanderern und Muslimen. Ohne jemals auch nur leise die Frage zu stellen, wie tolerant denn eigentlich die Gehätschelten der deutschen Gesellschaft gegenüber sind. Nur noch peinlich und verlogen!

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Bernhard Labermeier

Neue Dailysoap

Wahnsinn, das nenne ich mal Medienrevolution!
Wir haben eine neue Dailysoap! Und das Medienübergreifend.
Mit einer riesigen Pr Kampagne vorher, hat man den Bösewicht aufgebaut.
Immer schön Behauptungen aufgestellt, nichts beweisebares, sonst müsste er ja aus der Serie ausscheiden und was verkauft man dann?
Aber es hat gewirkt: Das Publikum hasst ihn.
Und jetzt zeigt man ihn jeden Tag ein bischen, einfach bei alltäglichen Dingen - die banale Nebenhandlung die das Publikum bei der Stange hält.
Und dem Publikum fällt gar nicht auf welche rMist sonst noch in der Serie passiert, es hat ein gemeinsames Feindblid das es hassen kann:
Seht euch nur an wie Scheinheilig er Zähneputzt - ekelhaft wie kann der noch in den Spiegel schaun!
Und der Rubel rollt, da kann GZSZ bald einpacken. Gegen sowas hilft nur noch nackte -haut, da kann kein anderes Format mithalten, egal wie viele dabei sterben.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.01.2012 20:15 Uhr
Bernhard Labermeier

Falsche Sendezeit

Sehen Sie Frau Zendel da habe ich Ihnen ja was Gutes getan.
Ich hatte mich auch schon gefreut, dass endlich wieder anderes passiert auf der Welt, Krieg, Pleite und Provokationen.
Aber dann stoplerte ich hierüber, und als ich stolperte war der Artikel noch auf der Titelseite.
Ich dachte mir "och ne is nich wahr, kann er nicht einfach mal zu Hause bleiben, damit man nicht aus irgendwas das er macht einen Strick drehen kann?"
Ich fühlte mich irgendwie an Dallas erinnert das ich Leider nur noch auf DVD kenne.
Und Herr Frei:
"Darf ich deshalb schweigen weil die Wahrheit weh tut?" Schönes Zitat wird mehreren Urhebern zugesprochen, ich kenne es von Adolph Kolping.
Solang die Medien hier Agenda fahren und immer neuen Mist ausgraben, übertreiben, beschuldigen, Vorwürfe machen, werde ich meine Gegenagenda fahren die Sie ja bereits beschrieben haben.

Und für alle: Keine Angst ich habe auch andere Themen, bisher habe ich mich nur nicht so sehr aufgeregt gehabt mich hier anzumelden.

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Birgit Zendel
Birgit Zendel (BAZen) - 25.01.2012 15:58 Uhr

Guten Abend Herr Labermeier, heute möchte ich Ihnen mal zur Abwechslung etwas sehr Skurriles...

..mitteilen oder aufzeigen, das Ihnen vielleicht etwas zu denken geben sollte.

Wie Sie anhand meiner heutigen Kommentare sehen - bis dato! -, so war Wullf heute uninteressant für mich. Ehrlich gesagt war ich enttäuscht keinen Artikel zu finden, bei dem ich wieder über Wulff herziehen kann. Vor ca. 30 Minuten dachte ich dann an Sie und wollte mal nachsehen wo Hr. Labermeier denn in diesem Wulff-Freien-Raum kommentiert - und sehe da:
SIE haben einen Artikel über Wulff gefunden,
und Sie alleine waren es, der mich nun auf diesen Artikel erst aufmerksam gemacht hat!

Verstehen Sie was das bedeutet?

Die FAZ scheint diesen Artikel "gut im Abseits" gehalten zu haben, denn ich fand heute keinen über Wulff. Erst durch Sie, durch ALL Ihre Kommentare hier, stieß ich nun "zufällig" hinzu.

Sie haben heute für "diese Dailysoap" - FÜR die Medien! - welche Sie doch verurteilen, sozusagen kräftig die Werbetrommel abgegeben, denn... man muss nur Sie im Auge behalten, dann findet man die "Arena"... :o)

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Joachim Frei
Joachim Frei (j.frei) - 25.01.2012 15:14 Uhr

Labermeier Foren Soup

Hier in den Foren haben wir eine Labermeier Soup. Ihre Beitraege bringen ja nichts Neues, sondern sind immer wieder der gleiche Aufwasch: Verharmlosen, kleinreden, ablenken und auf die Medien zeigen. Wie passt das mit Ihrem Anspruch an die Medien zusammen?

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Thomas Eckhardt

Friedrich der Große und Christian der Kleine

Ich stimme meinen "Vorrednern" zu: der Präsident wird immer stummer werden. weil er keine Kompetenz mehr für die Themen hat, die er eigentlich in den Mittelpunkt rücken müßte. Er wird um verfängliche Formulierungen und Themen herumeiern, wir werden weghören, wenn der präsidentiale O-Ton droht und uns lieber die Friedrich-Rede von Professor Clark durchlesen, die hoffentlich bald in der FAZ erscheint. Welche Herausforderung an die Redenschreiber, die jetzt immer jede Rede noch einmal gründlich auf Wulff-Kompatibilität unter Berücksichtigung von Zumutbarkeitserwägungen durchgucken müssen. Wie wollen die das nur noch lange durchhalten, können die nicht mal streiken, da Aufgabe unlösbar? Dann wäre der Ausstieg aus diesem unsäglichen Durchhalteakt vielleicht leichter.

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Dieter Weitzel

F. II und Wulff

haben soviel gemeinsam wie ein Apfel und eine Birne. Da bleibt nur zu sagen: Armer Wulff, dazwischen liegen viele Welten", obwohl dieser Herr Wulff ja irgendwie ein Teilnachfolger des "Alten Fritz" ist. Nicht jeder Wandel ist von Vorteil.
Die Vorkommentatoren haben schon kräftig auf die Kastration im Wort des Herrn W. hingewiesen, es ist aber, im Vergleich zu F.II, nicht nur ein Mangel an Worten die Wulffs Amtszeit kennzeichnen wird, sondern auch ein Mangel an Charakter.
Man mag über so manche Tat F.IIs anderer Meinung sein, aber sein Wirken zeichnet sich u.A, auch durch Charisma, Tatkraft, eben Adel aus.
F.II zu kritisieren, wie es W. getan hat, steht diesem Herrn (was er eben nicht ist) nicht zu !!

Wir Deutschen, incl, Preussen, sollten wieder lernen, unsere Geschichte auch unter positiven Aspekten zu sehen. Die Geschjichte ist nicht nur auf die Jahre 1933 -1945 und 1945 bis 1990 beschränkt.

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.01.2012 20:17 Uhr
Bernhard Labermeier

Der Charakter spielt da keine Rolle...

Wenn die Leute aufgehört haben Steine zu werfen kann ich mich immer noch umdrehen und ihm sagen das er meine Hilfe eigentlich nicht verdient hat.
Eine Ungerechtigkeit ist nicht dadurch gerechtfertigt das das Opfer nicht symphatisch ist.

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Andreas Donath
Andreas Donath (adoc) - 25.01.2012 18:56 Uhr

Der kleine, feine Unterschied, Herr Labermeier

"Seit Wochen verteidige ich einen Mann der mir davor egal war, dessen aalglatte Art mir nicht gefällt und über dessen Umgang mit den Medien ich nur Lachen kann, nur um zu zeigen wie gefährlich dieses Agendasetting ist."

Auch ich sehe "Agendasetting" und die manipulative Medienmacht überaus kritisch, würde deswegen jedoch nicht im Traum daran denken, einen charakterschwachen Egoisten wie Wulff - dieses Urteil steht bei mir im Übrigen seit der Endphase seiner Ministerpräsidentenschaft in Niedersachsen - zu verteidigen, der sich alles selbst zuzuschreiben hat, was man ihm nun vorhält.

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Bernhard Labermeier

Es ist nicht der Krieg an sich...

Es sind Zitate wie: "Im übrigen sollten Sie mal Clausewitz lesen und den menschlichen Charakter unvoreingenommen betrachten, da werden Sie feststellen müssen, daß Krieg zu führen menschlich ist, auch wenn es die Opfer als unmenschlich ansehen, was ebenso verständlich ist."
Ist das nicht genau der Kern dieser Debatte?
Ich verlange hier seit Wochen, dass man sich nicht an der Agenda orientieren soll und den Charakter Wulff unvoreingenommen betrachtet.
Die Tatsachen, die Vorwürfe.
Interessant, dass hier das Argument kommt Krieg zu führen sei menschlich, genau das war der Sinn meiner Aussage.
Wir sind so aufgehetzt durch die Medienagenda, dass wir jeglichen Bewertungsmasstab verloren haben und nicht mehr zu Unvoreingenommenheit fähig.
Ich bin ein sehr gutes Beispiel dafür:
Seit Wochen verteidige ich einen Mann der mir davor egal war, dessen aalglatte Art mir nicht gefällt und über dessen Umgang mit den Medien ich nur Lachen kann, nur um zu zeigen wie gefährlich dieses Agendasetting ist.

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Dieter Weitzel

Sehr geehrter Herr Labermeier

Sie meinen also, F. II habe nur Kriege geführt ? Das stimmt wohl nicht. Im übrigen sollten Sie mal Clausewitz lesen und den menschlichen Charakter unvoreingenommen betrachten, da werden Sie feststellen müssen, daß Krieg zu führen menschlich ist, auch wenn es die Opfer als unmenschlich ansehen, was ebenso verständlich ist. Wann beginnt der Krieg und wann hörst das Streiten auf ?
Ist es verwerflich die Interessen des Staates zu seinen zu machen ? Was wäre wohl mit Preussen geschehen, hätte F. II keinen Krieg als Präventivkrieg geführt ?
Man muß die Gschichte aus der Zeit und nicht aus der Retroperspektive beurteilen.
Ich verdränge nicht, das F. II leichtsinnig gehandelt haben könnte. Ihn aber mit unserer heutigen angeblich so friedliebenden Maßstäben zu messen ist einfach nicht möglich.

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Bernhard Labermeier

Sie meinen also:

Wenn Wulff Charisma, Tatkraft und Adel hätte würde man ihm verzeihen wenn er Deutschland in den Krieg führen würde?

Jetzt mag ich diesen Artikel, er hat die ewigen Kritiker in die Falle der eigenen Argumente geführt.

Genau das spürt man in fast allen Kommentaren hier (Ausnahmen gibt es.)
Wir sind eher bereit jemanden als groß anzusehen der Kriege geführt hat als jemanden der vielleicht irgendwas gemacht hat was ihm einen finanziellen Vorteil von 4000€ eingebracht hat.

Ja ich übertreibe aber lassen Sie die Grundsätzliche Botschaft wirken!

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Carlos Anton

Friedrich wuerde sich nicht geehrt fuehlen

Wie sollte denn Herr Wulff, der seine Ehre, falls er eine hatte, voll und ganz verloren oder verkauft hat, einen Mann wie Friedrich den Grossen ehren koennen. Der Koenig jedenfalls, soviel steht fest, wuerde sich nicht geehrt fuehlen.

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Horst Dettweiler
Horst Dettweiler (dettw) - 25.01.2012 08:09 Uhr

So wird es auch bleiben:

man lässt ihn reden, aber hört ihm nicht mehr zu.

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Günter Werner
Günter Werner (gwnihil) - 25.01.2012 07:57 Uhr

Das Streben nach Ehre

Alle Kreter lügen, sagte ein Kreter. Lügt er?
Schön dass Christopher Clark kein Kreter ist und auch längst, längst nicht alle Deutsche.

Derartige Paradoxien, vermag Herr Wulf scheinbar nicht mehr aufzulösen. Dazu bedarf es einer angemessenen, entfaltenden Ausdifferenzierung.
Die Vorgänger Wulfs, ganz häufig mit außergewöhnlich vielfältigen Logiken (wie der Philosophischen-, Kybernetischen-, Sowohl- als Auch-Logik etc.) vertraut, ebenso mit deren komplexen Wechselwirkungen, konnten, was Wulf -ohne zu wulfen- auch hätte Können können.

- Und wäre dann, was Authentizität betrifft, dem alten Fritz ziemlich nahe gekommen, trotz aller „berechtigten“ Kritik. - Die häufig viele Gehalte des auch anders Möglichen erst zu erschließen vermag

Ein psychologisches Drama aber, wenn vernachlässigte Authentizität und Integrität das eigene Selbst blockiert.

Ein Drama aber insbesondere, wenn die Arbeitsgeber Herrn Wulfs, die Bürger Deutschlands, ihren Beauftragten nicht loswerden können.

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Holger Baade

Friedrich der Große, einer der größten Staatsmänner,

wenn nicht gar der Größte, der seinerzeit zumindest dem preußischen Teil des heutigen Deutschlands seinen Stempel aufgedrückt hat, und dessen Vorbild in der Gesellschaft wenigstens noch hier und da hochgehalten wird, muss sich - weil er sich nicht mehr dagegen wehren kann - von Politikern eines Schlages Wulff und Wowereit würdigen lassen. Schlimmer geht`s nimmer.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.01.2012 12:47 Uhr
Holger Baade

Tja, Herr Lacher, es war das Preußen in der Tradition Friedrich des Großen

(mit russischer Hilfe), das sich und Europa vom bonapartischen Joch befreite. Seine Reformer Stein, Hardenberg, Clausewitz und Gneisenau legten den Grundstein dafür. Wenn wir heute doch nur einige gestandene Persönlichkeiten mit deren Weitblick und Toleranz hätten, wäre mir viel wohler.

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Angelika Steckhan
Angelika Steckhan (eslis) - 25.01.2012 00:24 Uhr

Eine Schande

Es kam nicht vor, weil Wulffs Redenschreiber natürlich alles Verfängliche vermeiden. Jeder wußte, daß Wulff nur etwas vorliest.

Und das man über die Redenschreiber spricht, liegt daran, daß man das Amt des Bundespräsidenten nur noch als Grüßonkel sieht (...interessanter Job, man lernt interessante Leute kennen...).

Und das man nur das Amt des Bundespräsidenten nur noch als Grüßonkel sieht, liegt an Wulff.
Es ist eine Schande.

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Smilla Jaspersen

Der merkbefreite Präsident soll uns endlich von diesen peinlichen Auftritten erlösen! o.T.

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Karl S. Walter

So isses nu mal, so wird es nu mal sein. Welch belle vue!

Integrität, Ehrlichkeit, Korrektheit - drei (angeblich) preußische Tugenden, über die n. b. Friedrich II. nicht sehr ausgeprägt verfügte. Über sie zu sprechen ging indes Christian dem Wulffsten deutlich ab, weil er sich nicht der Lächerlichkeit preisgeben wollte. So wird es die nächsten drei Jahre immer aussehen, wenn der BP wo eine ethisch-moralische Ansprache knödelt. Selbst der Unterhaltungswert wird gering sein.

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Ernst Roberts

Ja, ist denn der Wulff noch mal wiedergewählt worden?

Ich dachte, der wäre längst zurück getreten???

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Axel Lüssow
Axel Lüssow (alsigma) - 24.01.2012 21:49 Uhr

Bitte Beipackzettel "Mein Amt" für Wulff

Unser Bundespräsident sieht seine Aufgabe darin "Vertrauen zurückzugewinnen". Die Methode: einen "kurzweiliger Nachmittag" gestalten.

Herr Wulff, Ihre Aufgabe ist es, ihren Job zu erledigen - und dieser besteht nicht aus Ihrer persönlichen Imagepflege! Eine Integrität hat man oder hat man nicht (mehr), die fünf Jahre sind nicht dazu da, sie (wieder) aufzubauen.

Wenn unser Vorbild das verstanden hätte, müsste er sofort zurücktreten, denn seine Arbeit kann er nicht mehr erledigen. Dazu würde nämlich gehören, sich unbefangen zu den *wichtigen* Themen der Zeit äußern zu können. Aber selbst der jeder Revolutionsabsicht unverdächtige Ex-BVerfG Richter Grimm hat ihm attestiert, dass das nicht mehr uneingeschränkt möglich ist, auch wenn er es versuchen mag. Allein durch das Abstreiten und Schönreden aller (berechtigten) Vorwürfe sowie dem Ablenken durch Zeremonien ist er voll ausgelastet.

Evtl. plant er eine 2. Amtszeit, um seine Aufgabe zu begreifen und seine Weste rein waschen zu können?

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Gisela Baumeister

Besser die Wahrheit

Er hat sich mal wieder selbst erklärt.
Finde es sehr schön, dass er den Begriff „Selbstreflexion“ kennt. Weiß er, was dieser besagt ? Bisher konnte ich noch keine Selbstreflexion bei ihm erkennen. Selbstreflexion heißt nicht darüber nachzudenken, wie schick ein Amt ist oder wie gut es der Biographie steht.
Dass wir (pluralis majestatis ?) heute anders fühlen und handeln in Bezug auf Liebe zum Vaterland und Streben nach Ehre hat er in den letzten Wochen ausreichend gezeigt.
Ohne Worte.

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Harald Roth

Abiturwissen?Nicht vorhanden!

Ich kenn nur einen Reussen,der wollte nicht König sein.Sein Fluchthelfer hat man gehängt,ihn selbst sperrt man zur Beugung ein!Das kann es doch nicht gewesen sein,das ein BP unterschwellig andeutet das Amt wurde ihm aufgedrängt oder gar genötigt!
Außerdem herrscht Notstand für Europa(siehe 500Milliarden zur Rettung),deshalb ist die freie Rede zum Amt zu schliessen:Zur Ermittlung und Strafverfolgung bleibt auch nach der Amtszeit Spielraum.Oder ist Deutschland den gewissen Herren wichtiger als europäische Stabilität?Europa ist doch nur eine Theaterbühne!!Ich bin Produktionshelfer!

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Frank Zach
Frank Zach (FrankZach) - 24.01.2012 19:56 Uhr

Jetzt haben wir den Salat...

Herr Wulff kann keine öffentliche -- und wahrscheinlich auch keine private -- Ansprache halten, ohne dass die grauen Zellen des Publikum oszillieren. Im Fall von Friedrich dem Großen kann Wulff der Winzigkleine nicht über preußische Tugenden sprechen, die er nicht hat. Er kann nicht über "Aufklärung" sprechen, weil das Publikum ihn automatisch verkalauern würde. Dieses Mannes Redenschreiber möchte ich nicht sein, so viele Fettnäpfchen kann keiner umschiffen. Wir haben jemanden im Amt des Bundespräsidenten, dessen Rede kastriert ist. Der kleine Mann kann keine Großen Anlässe mehr bestücken.

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Gerhard Rinker
Gerhard Rinker (GerdR) - 24.01.2012 19:37 Uhr

Der sprachbehinderte Präsident

In Wulffs Ansprache kamen die Worte Tugend, Wahrheit etc. nicht vor, obwohl sie zum Anlass zwingend dazugehörten. Was wollen wir mit einem Präsidenten, der in seinen Reden die Begriffe Tugend, Wahrheit, Aufrichtigkeit und Anstand aus seinem Wortschatz streichen musste, weil die Zuhörer sonst peinlich berührt wären?
Er kann nur noch “Betroffenheit“. Das ist zu wenig für einen Präsidenten, viel zu wenig.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.01.2012 10:39 Uhr
Closed via SSO

Ist Toleranz gegenüber Andersdenkenden eine Tugend?

Hat der Bundespräsident nicht die Toleranz jenes Monarchen lobend erwähnt? Und was ist daran "nur noch "Betroffenheit" "?

Anmerkung: Ein bekannter Religionsphilosoph leitet ein Buch so ein: "Ich bitte die Leserinnen und Leser [also auch die Zuhörer] nur um jenen Vorschuss an Sympathie, ohne den es kein Verstehen gibt."

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Jahrgang 1953, Feuilletonkorrespondentin in Berlin.

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