24.01.2012 · Bundespräsident Christian Wulff ehrt Friedrich den Großen: Das klingt nach viel Mailbox und wenig Glanz, war dann aber doch ein kurzweiliger Nachmittag. Auch wenn der Wunsch nach einem anderen Staatsoberhaupt hier und da nicht verstummen mochte.
Von Regina MönchRichtlinien für Lesermeinungen
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Mit präsidialem agenda setting soll der persönliche und
individuelle Stempel aufgedrückt werden, mit dem er die eigene
Ära politisch und historisch prägen will. Als oberster
Aufstocker der Nation hat er Integration als „sein Thema seiner
Amtszeit“ erklärt.
Seit der Einwanderung der Germanen in das heutige Gebiet Deutschlands
sind immer wieder Zuwanderer hinzugekommen; der Gesamtanteil der
Bevölkerung mit MiHiGrund lag 2010 bei 15,4 Mill. Wie in einem
Artikel heute zu lesen, kommen z.B. in der Jacobs University in Bremen
die Studierenden aus 112 Ländern. Konzerne und KMU sind seit
Jahrzehnten in zig Ländern vertreten, die MA sind/arbeiten
international. Und nun entdeckt ein Provinzpolitiker in seinem Lehrberuf
BuPräs staunend die große weite Welt, ist davon
überzeugt, dass er der Bevölkerung gelebte
Internationalität und Integrationskompetenz näher bringen
muss. Eine seiner flachen Bollywood-Inszenierungen ist die des sog.
Mittlers der Kulturen. Er instrumentalisiert alle und alles.
Berufsempörter statt Bundespräsident
Ohne Redenschreiber hätte Wulff, der sicher lieber Cocktails schlürft als geschichtliche Zusammenhänge zu erarbeiten, wohl wenig sagen können. Und dann kommt noch der Berufsempörte, der dem deutschen Volk eine "Weltoffenheit" gegenüber geschlossenen Gesellschaften (Popper) verlangt, populistisch und simpel.
Wulff moechte Vertrauen zurueckgewinnen.
Kann er. Aber nicht durch Reden. Durch Taten! Z. B. indem er seiner praesidialen Ziehmutter aufzeigt, wo im Falle Steuergeld verschenken Schluss ist! Oder indem er politisch inkorrekt wird. Nur wird er das nicht tun. Er sorgt nur fuer seinen eigenen Vorteil. Der Demos ist ihm egal. Wulff ist ein Berufspolitiker. Kein Praesident. Und als solcher dritte Wahl eben, was sich schon bei Antritt gezeigt hat. Wer waehlt eigentlich noch CDU/FDP, die ihn ins Amt gehoben haben? Wer Sozialisten will, kann die doch auch im Original haben bei der SPD/GRUENE/LINKE. Ob deren Kandidat wirklich besser gewesen waere im Sinne von Taten sei mal dahingestellt. Aber wenigstens haetten wir einen Praesidenten, der den schoenen Schein wahrt und von dem "man" sich mindestens in seinen Reden wiederfindet! Kein Winkeladvokat, der all sein Handeln danach ausrichtet, dass seine seltsamen Rechtsauffassungen nicht auffliegen. Nein, diese Meinung wird sich auch zur Wahl nicht mehr aendern!
..., dass sich Herr Wulff über Persönlichkeiten der deutschen Geschichte auslässt, legitim ist es aber längst nicht mehr. Dieser Herr hat das Recht verspielt, über irgendjemanden noch ein Urteil zu fällen, er nervt nur noch und entwürdigt jedes Thema, das er an sich reißt. Die Ambivalenz einer Person wie Friedrich den Großen zu erfassen, ist einem kleinen Licht wie Wulff ohnehin nicht gegeben - und seine Redenschreiber scheinen mir auch nicht zur intellektuellen Elite zu zählen. Aber Hauptsache noch schnell Wulffs Lieblingsthema hineingewurstelt, nämlich Toleranz gegenüber Einwanderern und Muslimen. Ohne jemals auch nur leise die Frage zu stellen, wie tolerant denn eigentlich die Gehätschelten der deutschen Gesellschaft gegenüber sind. Nur noch peinlich und verlogen!
Wahnsinn, das nenne ich mal Medienrevolution!
Wir haben eine neue Dailysoap! Und das Medienübergreifend.
Mit einer riesigen Pr Kampagne vorher, hat man den Bösewicht aufgebaut.
Immer schön Behauptungen aufgestellt, nichts beweisebares, sonst
müsste er ja aus der Serie ausscheiden und was verkauft man dann?
Aber es hat gewirkt: Das Publikum hasst ihn.
Und jetzt zeigt man ihn jeden Tag ein bischen, einfach bei
alltäglichen Dingen - die banale Nebenhandlung die das Publikum bei
der Stange hält.
Und dem Publikum fällt gar nicht auf welche rMist sonst noch in der
Serie passiert, es hat ein gemeinsames Feindblid das es hassen kann:
Seht euch nur an wie Scheinheilig er Zähneputzt - ekelhaft wie kann
der noch in den Spiegel schaun!
Und der Rubel rollt, da kann GZSZ bald einpacken. Gegen sowas hilft nur
noch nackte -haut, da kann kein anderes Format mithalten, egal wie viele
dabei sterben.
Falsche Sendezeit
Sehen Sie Frau Zendel da habe ich Ihnen ja was Gutes getan.
Ich hatte mich auch schon gefreut, dass endlich wieder anderes passiert
auf der Welt, Krieg, Pleite und Provokationen.
Aber dann stoplerte ich hierüber, und als ich stolperte war der
Artikel noch auf der Titelseite.
Ich dachte mir "och ne is nich wahr, kann er nicht einfach mal zu
Hause bleiben, damit man nicht aus irgendwas das er macht einen Strick
drehen kann?"
Ich fühlte mich irgendwie an Dallas erinnert das ich Leider nur
noch auf DVD kenne.
Und Herr Frei:
"Darf ich deshalb schweigen weil die Wahrheit weh tut?"
Schönes Zitat wird mehreren Urhebern zugesprochen, ich kenne es von
Adolph Kolping.
Solang die Medien hier Agenda fahren und immer neuen Mist ausgraben,
übertreiben, beschuldigen, Vorwürfe machen, werde ich meine
Gegenagenda fahren die Sie ja bereits beschrieben haben.
Und für alle: Keine Angst ich habe auch andere Themen, bisher habe
ich mich nur nicht so sehr aufgeregt gehabt mich hier anzumelden.
Guten Abend Herr Labermeier, heute möchte ich Ihnen mal zur Abwechslung etwas sehr Skurriles...
..mitteilen oder aufzeigen, das Ihnen vielleicht etwas zu denken geben sollte.
Wie Sie anhand meiner heutigen Kommentare sehen - bis dato! -, so war
Wullf heute uninteressant für mich. Ehrlich gesagt war ich
enttäuscht keinen Artikel zu finden, bei dem ich wieder über
Wulff herziehen kann. Vor ca. 30 Minuten dachte ich dann an Sie und
wollte mal nachsehen wo Hr. Labermeier denn in diesem Wulff-Freien-Raum
kommentiert - und sehe da:
SIE haben einen Artikel über Wulff gefunden,
und Sie alleine waren es, der mich nun auf diesen Artikel erst
aufmerksam gemacht hat!
Verstehen Sie was das bedeutet?
Die FAZ scheint diesen Artikel "gut im Abseits" gehalten zu
haben, denn ich fand heute keinen über Wulff. Erst durch Sie, durch
ALL Ihre Kommentare hier, stieß ich nun "zufällig" hinzu.
Sie haben heute für "diese Dailysoap" - FÜR die
Medien! - welche Sie doch verurteilen, sozusagen kräftig die
Werbetrommel abgegeben, denn... man muss nur Sie im Auge behalten, dann
findet man die "Arena"... :o)
Labermeier Foren Soup
Hier in den Foren haben wir eine Labermeier Soup. Ihre Beitraege bringen ja nichts Neues, sondern sind immer wieder der gleiche Aufwasch: Verharmlosen, kleinreden, ablenken und auf die Medien zeigen. Wie passt das mit Ihrem Anspruch an die Medien zusammen?
Friedrich der Große und Christian der Kleine
Ich stimme meinen "Vorrednern" zu: der Präsident wird immer stummer werden. weil er keine Kompetenz mehr für die Themen hat, die er eigentlich in den Mittelpunkt rücken müßte. Er wird um verfängliche Formulierungen und Themen herumeiern, wir werden weghören, wenn der präsidentiale O-Ton droht und uns lieber die Friedrich-Rede von Professor Clark durchlesen, die hoffentlich bald in der FAZ erscheint. Welche Herausforderung an die Redenschreiber, die jetzt immer jede Rede noch einmal gründlich auf Wulff-Kompatibilität unter Berücksichtigung von Zumutbarkeitserwägungen durchgucken müssen. Wie wollen die das nur noch lange durchhalten, können die nicht mal streiken, da Aufgabe unlösbar? Dann wäre der Ausstieg aus diesem unsäglichen Durchhalteakt vielleicht leichter.
haben soviel gemeinsam wie ein Apfel und eine Birne. Da bleibt nur zu
sagen: Armer Wulff, dazwischen liegen viele Welten", obwohl dieser
Herr Wulff ja irgendwie ein Teilnachfolger des "Alten Fritz"
ist. Nicht jeder Wandel ist von Vorteil.
Die Vorkommentatoren haben schon kräftig auf die Kastration im Wort
des Herrn W. hingewiesen, es ist aber, im Vergleich zu F.II, nicht nur
ein Mangel an Worten die Wulffs Amtszeit kennzeichnen wird, sondern auch
ein Mangel an Charakter.
Man mag über so manche Tat F.IIs anderer Meinung sein, aber sein
Wirken zeichnet sich u.A, auch durch Charisma, Tatkraft, eben Adel aus.
F.II zu kritisieren, wie es W. getan hat, steht diesem Herrn (was er
eben nicht ist) nicht zu !!
Wir Deutschen, incl, Preussen, sollten wieder lernen, unsere Geschichte
auch unter positiven Aspekten zu sehen. Die Geschjichte ist nicht nur
auf die Jahre 1933 -1945 und 1945 bis 1990 beschränkt.
Der Charakter spielt da keine Rolle...
Wenn die Leute aufgehört haben Steine zu werfen kann ich mich immer
noch umdrehen und ihm sagen das er meine Hilfe eigentlich nicht verdient hat.
Eine Ungerechtigkeit ist nicht dadurch gerechtfertigt das das Opfer
nicht symphatisch ist.
Der kleine, feine Unterschied, Herr Labermeier
"Seit Wochen verteidige ich einen Mann der mir davor egal war,
dessen aalglatte Art mir nicht gefällt und über dessen Umgang
mit den Medien ich nur Lachen kann, nur um zu zeigen wie gefährlich
dieses Agendasetting ist."
Auch ich sehe "Agendasetting" und die manipulative Medienmacht
überaus kritisch, würde deswegen jedoch nicht im Traum daran
denken, einen charakterschwachen Egoisten wie Wulff - dieses Urteil
steht bei mir im Übrigen seit der Endphase seiner
Ministerpräsidentenschaft in Niedersachsen - zu verteidigen, der
sich alles selbst zuzuschreiben hat, was man ihm nun vorhält.
Es ist nicht der Krieg an sich...
Es sind Zitate wie: "Im übrigen sollten Sie mal Clausewitz
lesen und den menschlichen Charakter unvoreingenommen betrachten, da
werden Sie feststellen müssen, daß Krieg zu führen
menschlich ist, auch wenn es die Opfer als unmenschlich ansehen, was
ebenso verständlich ist."
Ist das nicht genau der Kern dieser Debatte?
Ich verlange hier seit Wochen, dass man sich nicht an der Agenda
orientieren soll und den Charakter Wulff unvoreingenommen betrachtet.
Die Tatsachen, die Vorwürfe.
Interessant, dass hier das Argument kommt Krieg zu führen sei
menschlich, genau das war der Sinn meiner Aussage.
Wir sind so aufgehetzt durch die Medienagenda, dass wir jeglichen
Bewertungsmasstab verloren haben und nicht mehr zu Unvoreingenommenheit fähig.
Ich bin ein sehr gutes Beispiel dafür:
Seit Wochen verteidige ich einen Mann der mir davor egal war, dessen
aalglatte Art mir nicht gefällt und über dessen Umgang mit den
Medien ich nur Lachen kann, nur um zu zeigen wie gefährlich dieses
Agendasetting ist.
Sehr geehrter Herr Labermeier
Sie meinen also, F. II habe nur Kriege geführt ? Das stimmt wohl
nicht. Im übrigen sollten Sie mal Clausewitz lesen und den
menschlichen Charakter unvoreingenommen betrachten, da werden Sie
feststellen müssen, daß Krieg zu führen menschlich ist,
auch wenn es die Opfer als unmenschlich ansehen, was ebenso
verständlich ist. Wann beginnt der Krieg und wann hörst das
Streiten auf ?
Ist es verwerflich die Interessen des Staates zu seinen zu machen ? Was
wäre wohl mit Preussen geschehen, hätte F. II keinen Krieg als
Präventivkrieg geführt ?
Man muß die Gschichte aus der Zeit und nicht aus der
Retroperspektive beurteilen.
Ich verdränge nicht, das F. II leichtsinnig gehandelt haben
könnte. Ihn aber mit unserer heutigen angeblich so friedliebenden
Maßstäben zu messen ist einfach nicht möglich.
Sie meinen also:
Wenn Wulff Charisma, Tatkraft und Adel hätte würde man ihm
verzeihen wenn er Deutschland in den Krieg führen würde?
Jetzt mag ich diesen Artikel, er hat die ewigen Kritiker in die Falle
der eigenen Argumente geführt.
Genau das spürt man in fast allen Kommentaren hier (Ausnahmen gibt es.)
Wir sind eher bereit jemanden als groß anzusehen der Kriege
geführt hat als jemanden der vielleicht irgendwas gemacht hat was
ihm einen finanziellen Vorteil von 4000€ eingebracht hat.
Ja ich übertreibe aber lassen Sie die Grundsätzliche Botschaft wirken!
Friedrich wuerde sich nicht geehrt fuehlen
Wie sollte denn Herr Wulff, der seine Ehre, falls er eine hatte, voll und ganz verloren oder verkauft hat, einen Mann wie Friedrich den Grossen ehren koennen. Der Koenig jedenfalls, soviel steht fest, wuerde sich nicht geehrt fuehlen.
man lässt ihn reden, aber hört ihm nicht mehr zu.
Alle Kreter lügen, sagte ein Kreter. Lügt er?
Schön dass Christopher Clark kein Kreter ist und auch längst,
längst nicht alle Deutsche.
Derartige Paradoxien, vermag Herr Wulf scheinbar nicht mehr
aufzulösen. Dazu bedarf es einer angemessenen, entfaltenden Ausdifferenzierung.
Die Vorgänger Wulfs, ganz häufig mit
außergewöhnlich vielfältigen Logiken (wie der
Philosophischen-, Kybernetischen-, Sowohl- als Auch-Logik etc.)
vertraut, ebenso mit deren komplexen Wechselwirkungen, konnten, was Wulf
-ohne zu wulfen- auch hätte Können können.
- Und wäre dann, was Authentizität betrifft, dem alten Fritz
ziemlich nahe gekommen, trotz aller „berechtigten“ Kritik. -
Die häufig viele Gehalte des auch anders Möglichen erst zu
erschließen vermag
Ein psychologisches Drama aber, wenn vernachlässigte
Authentizität und Integrität das eigene Selbst blockiert.
Ein Drama aber insbesondere, wenn die Arbeitsgeber Herrn Wulfs, die
Bürger Deutschlands, ihren Beauftragten nicht loswerden können.
Friedrich der Große, einer der größten Staatsmänner,
wenn nicht gar der Größte, der seinerzeit zumindest dem preußischen Teil des heutigen Deutschlands seinen Stempel aufgedrückt hat, und dessen Vorbild in der Gesellschaft wenigstens noch hier und da hochgehalten wird, muss sich - weil er sich nicht mehr dagegen wehren kann - von Politikern eines Schlages Wulff und Wowereit würdigen lassen. Schlimmer geht`s nimmer.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.01.2012 12:47 UhrTja, Herr Lacher, es war das Preußen in der Tradition Friedrich des Großen
(mit russischer Hilfe), das sich und Europa vom bonapartischen Joch befreite. Seine Reformer Stein, Hardenberg, Clausewitz und Gneisenau legten den Grundstein dafür. Wenn wir heute doch nur einige gestandene Persönlichkeiten mit deren Weitblick und Toleranz hätten, wäre mir viel wohler.
Es kam nicht vor, weil Wulffs Redenschreiber natürlich alles
Verfängliche vermeiden. Jeder wußte, daß Wulff nur
etwas vorliest.
Und das man über die Redenschreiber spricht, liegt daran, daß
man das Amt des Bundespräsidenten nur noch als Grüßonkel
sieht (...interessanter Job, man lernt interessante Leute kennen...).
Und das man nur das Amt des Bundespräsidenten nur noch als
Grüßonkel sieht, liegt an Wulff.
Es ist eine Schande.
Der merkbefreite Präsident soll uns endlich von diesen peinlichen Auftritten erlösen! o.T.
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So isses nu mal, so wird es nu mal sein. Welch belle vue!
Integrität, Ehrlichkeit, Korrektheit - drei (angeblich) preußische Tugenden, über die n. b. Friedrich II. nicht sehr ausgeprägt verfügte. Über sie zu sprechen ging indes Christian dem Wulffsten deutlich ab, weil er sich nicht der Lächerlichkeit preisgeben wollte. So wird es die nächsten drei Jahre immer aussehen, wenn der BP wo eine ethisch-moralische Ansprache knödelt. Selbst der Unterhaltungswert wird gering sein.
Ja, ist denn der Wulff noch mal wiedergewählt worden?
Ich dachte, der wäre längst zurück getreten???
Bitte Beipackzettel "Mein Amt" für Wulff
Unser Bundespräsident sieht seine Aufgabe darin "Vertrauen
zurückzugewinnen". Die Methode: einen "kurzweiliger
Nachmittag" gestalten.
Herr Wulff, Ihre Aufgabe ist es, ihren Job zu erledigen - und dieser
besteht nicht aus Ihrer persönlichen Imagepflege! Eine
Integrität hat man oder hat man nicht (mehr), die fünf Jahre
sind nicht dazu da, sie (wieder) aufzubauen.
Wenn unser Vorbild das verstanden hätte, müsste er sofort
zurücktreten, denn seine Arbeit kann er nicht mehr erledigen. Dazu
würde nämlich gehören, sich unbefangen zu den *wichtigen*
Themen der Zeit äußern zu können. Aber selbst der jeder
Revolutionsabsicht unverdächtige Ex-BVerfG Richter Grimm hat ihm
attestiert, dass das nicht mehr uneingeschränkt möglich ist,
auch wenn er es versuchen mag. Allein durch das Abstreiten und
Schönreden aller (berechtigten) Vorwürfe sowie dem Ablenken
durch Zeremonien ist er voll ausgelastet.
Evtl. plant er eine 2. Amtszeit, um seine Aufgabe zu begreifen und seine
Weste rein waschen zu können?
Er hat sich mal wieder selbst erklärt.
Finde es sehr schön, dass er den Begriff
„Selbstreflexion“ kennt. Weiß er, was dieser besagt ?
Bisher konnte ich noch keine Selbstreflexion bei ihm erkennen.
Selbstreflexion heißt nicht darüber nachzudenken, wie schick
ein Amt ist oder wie gut es der Biographie steht.
Dass wir (pluralis majestatis ?) heute anders fühlen und handeln in
Bezug auf Liebe zum Vaterland und Streben nach Ehre hat er in den
letzten Wochen ausreichend gezeigt.
Ohne Worte.
Ich kenn nur einen Reussen,der wollte nicht König sein.Sein
Fluchthelfer hat man gehängt,ihn selbst sperrt man zur Beugung
ein!Das kann es doch nicht gewesen sein,das ein BP unterschwellig
andeutet das Amt wurde ihm aufgedrängt oder gar genötigt!
Außerdem herrscht Notstand für Europa(siehe 500Milliarden zur
Rettung),deshalb ist die freie Rede zum Amt zu schliessen:Zur Ermittlung
und Strafverfolgung bleibt auch nach der Amtszeit Spielraum.Oder ist
Deutschland den gewissen Herren wichtiger als europäische
Stabilität?Europa ist doch nur eine Theaterbühne!!Ich bin Produktionshelfer!
Herr Wulff kann keine öffentliche -- und wahrscheinlich auch keine private -- Ansprache halten, ohne dass die grauen Zellen des Publikum oszillieren. Im Fall von Friedrich dem Großen kann Wulff der Winzigkleine nicht über preußische Tugenden sprechen, die er nicht hat. Er kann nicht über "Aufklärung" sprechen, weil das Publikum ihn automatisch verkalauern würde. Dieses Mannes Redenschreiber möchte ich nicht sein, so viele Fettnäpfchen kann keiner umschiffen. Wir haben jemanden im Amt des Bundespräsidenten, dessen Rede kastriert ist. Der kleine Mann kann keine Großen Anlässe mehr bestücken.
Der sprachbehinderte Präsident
In Wulffs Ansprache kamen die Worte Tugend, Wahrheit etc. nicht vor,
obwohl sie zum Anlass zwingend dazugehörten. Was wollen wir mit
einem Präsidenten, der in seinen Reden die Begriffe Tugend,
Wahrheit, Aufrichtigkeit und Anstand aus seinem Wortschatz streichen
musste, weil die Zuhörer sonst peinlich berührt wären?
Er kann nur noch “Betroffenheit“. Das ist zu wenig für
einen Präsidenten, viel zu wenig.
Ist Toleranz gegenüber Andersdenkenden eine Tugend?
Hat der Bundespräsident nicht die Toleranz jenes Monarchen lobend
erwähnt? Und was ist daran "nur noch "Betroffenheit" "?
Anmerkung: Ein bekannter Religionsphilosoph leitet ein Buch so ein:
"Ich bitte die Leserinnen und Leser [also auch die Zuhörer]
nur um jenen Vorschuss an Sympathie, ohne den es kein Verstehen
gibt."