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Wünsche Was noch fehlt auf DVD

16.12.2004 ·  Auf die Empfehlungen folgt ein Wunsch: Welche Werke der Filmkunst bald auch auf DVD veröffentlicht werden sollten. Regisseur Jan Schütte bringt auf den Punkt, was fehlt: leider immer noch viel zuviel.

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Auf die Empfehlungen folgt ein Wunsch: Welche Werke der Filmkunst bald auch auf DVD veröffentlicht werden sollten. Genannt werden Gesamtwerke von Ernst Lubitsch und Erich von Stroheim, aber auch einzelne Filme von Bertolucci oder Buñuel. Regisseur Jan Schütte bringt auf den Punkt, was fehlt: leider immer noch viel zuviel.

Michael Althen

"Zabriskie Point" von Michelangelo Antonioni, "Il conformista" von Bernardo Bertolucci, "Providence" von Alain Resnais, "Das Irrlicht" von Louis Malle und alles von Ernst Lubitsch.

Andreas Kilb

Das Frühwerk von Wim Wenders, von "Schauplätze" bis "Im Lauf der Zeit". Weil er nie besser war.

Peter Körte

"Pat Garrett and Billy the Kid" von Sam Peckinpah. Weil es der schönste aller Spätwestern ist (und zwar mit der erst viel später rekonstruierten Eingangssequenz, die das Studio beim Kinostart nicht wollte).

Verena Lueken

Alles von Erich von Stroheim.

Andreas Platthaus

"Armee im Schatten" (1969) von Jean-Pierre Melville. Weil es keinen anderen Geschichtsfilm gibt, der so perfektes Können von Regie und Akteuren gleichermaßen vereint.

Bert Rebhandl

"La via del petrolio" von Bernardo Bertolucci (1967). Der Dokumentarfilm zu allen Ölkrisen.

Hans-Dieter Seidel

Es wäre erfreulich, wenn solche feinen französischen Filme wie zum Beispiel der von Resnais endlich auch in Deutschland gehandelt würden: und dann dem besseren Verständnis zuliebe mit Untertiteln.

Claudius Seidl

"Rosen blühen auf dem Heidegrab" von Hans H. König. Der Regisseur ist im vergangenen Jahr gestorben - dieser Film wäre eine Wiederentdeckung wert.

Helmut Dietl

"Der diskrete Charme der Bourgeoisie" von Luis Buñuel.

Dominik Graf

Vier Filme, und zwar "Beruf Reporter" von Antonioni, "Die Unschuld" von Visconti, "Night Moves" von Arthur Penn und "Performance" von Nick Roeg und Donald Cammell - aber bitte alle vier von der in jeder Hinsicht herausragenden Criterion Collection rausgebracht und mit haufenweise Extras und Kommentaren versehen.

Romuald Karmakar

"Hotel Terminus" von Marcel Ophüls, "Utopia" von Sohrab Saless, "Strategie der Spinne" von Bernardo Bertolucci.

Michael Klier

"The Brown Bunny" von Vincent Gallo.

Christian Petzold

Hierzulande die von Mk2 veröffentlichten Filme aus Frankreich.

Franka Potente

Was noch fehlt auf DVD? (Zumindest mir) die "Guy-Maddin-Box" (in den USA bei Zeitgeist Video, Code 1) - oder eine siebte Staffel von "Sex and the City".

Christopher Roth

Die Klaus-Lemke-Box.

Jan Schütte

Tja, leider immer noch viel zuviel.

Tom Tykwer

"Unter den Brücken" von Helmut Käutner.

Andres Veiel

"Wundkanal" von Thomas Harlan und "Notre Nazi" von Robert Kramer. Die provozierendsten Filme über die Auseinandersetzung mit den NS-Tätern und ihren Söhnen. Seit zwanzig Jahren warte ich darauf, daß die beiden Filme wieder zusammen gezeigt und diskutiert werden.

Hans Weingartner

"Themroc" von Claude Farraldo.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.12.2004, Nr. 294 / Seite 36/37
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