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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Wohin wollen wir wachsen? Schluss mit der Nachhaltigkeitslüge!

 ·  Wir leben in jeder Hinsicht über unsere Verhältnisse. Verstehen wir doch „Nachhaltigkeit“ endlich als das, was sie ist. Ein konstruktiver Vorwurf des Vorsitzenden der Piratenpartei.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (110)

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Achim Detjen
Achim Detjen (AchimD) - 22.03.2012 10:20 Uhr

Woher kommt diese Todessehnsucht und Sehnsucht nach Apokalypse? Ganz einfach, Herr Dr. Jäger:

Wir leben in einer satten, überreizten Gesellschaft, jeden Tag und ununterbrochen zugedröhnt mit Horrornachrichten und wenn das nicht reicht: Hollywood liefert. Der geneigte Journalist weiß auch nicht mehr, wie er noch Aufmerksamkeit generieren kann und der liebe Politiker muss nun endlich liefern --- seine schon längst angekündigten Schlimmheiten, für die er uns melken musste. ALLEIN --- es passiert nichts. Also potenziert man seine "Anstrengungen", um ja nicht nach- und Zweifel aufkommen zulassen. Es wird einfach alles noch weiter in die Zukunft verschoben, dafür noch viel böser. Kann keiner kontrollieren, weil dann brauchts keine Rechenschaft mehr der derzeit Handelnden.
Aber natürlich, 2008 wurde der Hebel umgelegt, ab jetzt geht's wirklich nur noch bergab. JETZT - ENDLICH werden wir es sehen. Wir haben ja ein Anrecht drauf. Wie wir als Individuen auf alles ein Anrecht haben, was wir wollen, wir Guten. Um zu beweisen, das wir's immer schon wussten. Wir, die rechtgläubigen Guten….

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Hartmut Rencker

Wachsen bis zum Platzen

Das immer wieder gepredigte Allheilmittel Wachstum kann nur in den Untergang führen.

Schon bescheidene 3% jährliches Wachstum führen durch den Zinseszinseffekt in hundert Jahren zu einer Verzwanzigfachung.
Eine im internationalen Luftverkehr durchaus realistische Wachstumsrate von 7,2% führt alle 10 Jahre exakt zu einer Verdoppelung, in hundert Jahren theoretisch also zum Tausendfachen!

Bäume können nun einmal nicht in den Himmel wachsen. Deshalb kann das Allheilmittel Wachstum keine Lösung für ökonomische Probleme sein. Politiker und Interessenvertreter, die diese Binsenweisheit nicht begreifen wollen, sind entweder dumm oder verantwortungslos - oder beides.

Bald wird es außer Menschen und Geld nichts mehr geben auf unserem geschundenen Planeten.

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Stefan Waldburg

Ein schöner Beitrag

Einen ähnlich 'fundierten' Vortrag inklusive nebulöser Quintessenzen hintendran könnte so jeder von uns nach Lektüre der Sonntagszeitung halten. Ist das schon die Krone der Erkenntnis, derer die Piraten fähig sind? Dann beginne ich mir langsam Sorgen zu machen, für den Fall, daß die Piraten nach der Wahl 2013 substantiell im Bundestag vertreten sein werden. Um uns Bürger sowie um die wackeren Piraten selbst, wenn sie in die Verlegenheit kämen, dann liefern zu müssen.

Sofern es ihnen gelingt, ihre politische Diffusion überhaupt erfolgreich durch den Wahlkampf zu bringen. Was ihren Vorsitzenden angeht, so ist dies jetzt schon der dritte mir bekannte Auftritt, in denen er erschreckende Informationsdefizite preisgibt.

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Thomas Ulherr

Der alte Wein in neuen Schläuchen

Wenn dieser Beitrag wirklich den Diskussionsstand der "Piraten" zu den Themen Finanzen, Rohstoffe und Wirtschaft darstellt: Dann sind diese Leutchen schlicht nicht wählbar. Die selben wichtigtuerische Floskeln kann man jederzeit von jeder anderen derzeit im Parlament vertretenen Partei zu lesen bekommen. Klare Aussagen: Fehlanzeige!
Positionen der Piraten zu: ESM; Subventionen; Finanzausgleich; Solidarzuschlag; Aufbauhilfe Ost; Gas und Öl aus Kanada (oder anderen Ländern) - man erfährt nichts.

Am Rande: "Peak Oil" gibt es seit rd. 100 Jahren. Wenn man nur die Daten bekommt, die von den Profiteuren der Knappheit veröffentlicht werden, weiß man einfach nicht genug! Manche Rohstoffexperten behaupten z.B. daß in den USA noch Kohle, Gas und Ölreserven für deutlich mehr als 100 Jahre liegen (d.h. die USA könnten ihren derzeitigen Verbrauch noch mehrere Jahrzehnte lang aus bereits bekannten Lagerstätten eigenen decken)...

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Claudio Serafini

Kampagne der Piraten will den Diplom-Ingenieur vorm Aussterben retten.

Der Dipl.-Ing. ist eine deutsche Marke mit internationaler Strahlkraft. Er steht für höchste Qualität, Präzision und Verlässlichkeit - und damit für die Werte und Tugenden, für die unser Land in der ganzen Welt respektiert und anerkannt wird."
Aber wie lange noch?

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Lars Winterfeld

Der freie Markt wird es lösen!

Ich glaube an den freien Markt. Wenn die Nachfrage nur hoch genug ist, wird der freie Markt ein neues Angebot an Dinosauriern erschaffen, die unter der Erde zu Öl verrotten. Ich weiß, dass Real-Wachstum auch ohne Ressourcenverbrauch möglich ist. Ich halte nichts von links-apokalyptischen Verschwörungstheorien, die behaupten, 1% der Exponentialfunktion wäre immer noch exponentiell. Auch wenn die Forscher irgendetwas von Ladungsträgerbeweglichkeit in Gallium, korrelierten Materialien und hohen magnetischen Momenten in schweren Elementen erzählen, auch wenn Spintronic und Topologische Isolatoren (die alle Seltene Erden etc. brauchen) für die Zukunft gehalten werden, so bin ich mir sicher: der Markt wird es bestimmt irgendwie lösen. Um das zu erkennen, brauchen wir nur von Vergangenheit und Gegenwart zu extrapolieren: dort führte der freie Markt immer zu guten Lösungen und Wohlstand für alle! Zu irgendeinem Preis wird sich die rettende Idee in letzter Sekunde schon irgendwie kaufen lassen.

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Dr. Michael Menzel

Dieses "WIR" geht einem gehörig auf die Nerven!

Wer sind denn "wir". Ich kenne persönlich keinen einzigen Menschen, der auch nur einen Bruchteil der ageklagten Weltzerstörung auslebt, ausleben könnte, selbst wen er wollte.
Soll der Autor doch Roß und Reiter nennen und nicht sein abgegriffenes "WIR" überstülpen.
WIR haben die Faxen dicke, täglich gesagt zu bekommen, wir seien am Weltuntergang schuld und lebten seit Jahrzehnten über unsere Verhältnisse. Solche Anklagen klingen mir schlecht in den Ohren, wen ich bedenke in welcher Bescheidenheit und mit immer mehr zurückgenommenen Ansprüchen an Lebensstandard Millionen Menschen und ich mir diese Vorwürfe von Weltverbessereren anhören soll.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.03.2012 10:41 Uhr
Stefan Waldburg

Bringt gar nix?

Herr Schneck, wenn das alle machen, die es sich aufgrund ihrer Mobilitätsanforderungen leisten können, dann bringt es was.

Und wenn ich von jenen auch nur einen Teil anrege darüber nachzudenken, hat sich mein Beitrag bereits gelohnt. Fangen Sie mal an, im großen zu denken.

Einen schönen Tag noch im Stau...

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Stefan Waldburg

In der 3. Welt...

brauchen Millionen von Menschen weniger als 2 Liter Öl am Tag. Warum? Weil sie keinen Zugang dazu haben.

Ich habe Zugang, aber fahre bei diesen Benzinpreisen seit 14 Tagen freiwillig mit dem Rad. Meine dabei gesparten 28 Liter Öl spende ich Ihnen zu Ihrer inneren Beruhigung.

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Reinhard Wolf

@ Dr. Menzel: Sie kennen persönlich keinen einzigen Menschen, der auch nur einen Bruchteil der

angeklagten Weltzerstörung auslebt, ausleben könnte, selbst wenn er wollte?
Da stellt sich mir die Frage: Wo leben Sie und kennen Sie überhaupt irgend einen Menschen?
Nur ein willkürliches Beispiel der Ressourcenproblematik: Täglich werden weltweit 90 Millionen Barrel Öl gefördert. Diese Summe ist das Ölfördermaximum und damit die absolut maximal zur Zeit förderbare und zur Verfügung stehende Menge Öl (momentan stagnierend, Tendenz fallend, weil Peak-Oil überschritten). Diese 90.000.000 Barrel entsprechen ca. 13 000.000.000 Liter. Bei einer Weltbevölkerung von 7.000.000.000 Menschen sind das bei gerechter Verteilung gerade mal knappe 2 Liter/Mensch.
Das Problem: Selbst wenn jeder "nur" 2 Liter Öl verbraucht, dann gehen die Ressourcen ebenfalls bereits in 20-30 Jahren zu Neige und die mit der Verbrennung des Öls einhergehenden Klimaprobleme verschärfen sich stark beschleunigend!
Ich weiß nicht wen Sie so kennen, aber ich kenne keinen Einzigen, der unter 2 Liter Öl am Tag braucht!

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Burkhardt Brinkmann

Mein 4. Kommentar ...

... nach der Lektüre der bislang 95 anderen:
Das ist schon erschreckend, wie hier alle Kommentatoren auf den einen oder anderen Aspekt des Artikels von Nerz "druffhüppen" (wie man in Ffm. sagen würde), ohne zu merken, dass die Gesamtkomposition des Nerz-Essays ein Sammelsurium ist, und schon deshalb der Schlussabsatz eine weitgehend sinnfreier Wahlwerbetext.

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Burkhardt Brinkmann

Pirat ohne Phosphat?

Wieso fehlt eigentlich bei dem Autor der Rohstoff Phosphat (Kunstdünger) in der Aufzählung, obwohl der doch ebenso begrenzt sein soll wie zahlreiche andere - aber wesentlich kritischer für unser Überleben?

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Burkhardt Brinkmann

Chicken little

In englischsprachigen Texten der "Contrarians", d. h. der Umweltoptimisten, werden die Ressourcenpessimisten oft als "Chicken little" lächerlich gemacht, die ständig rufen "The sky falls down". Und weil das vom Club of Rome entworfene Knappheitsszenario bekanntlich noch nicht eingetreten ist, folgern die Contrarians 'logisch' dass es auch nie eintreten wird.
Weniger bekannt ist, dass sich das Gleiche schon im alten Jericho abgespielt hat. Auch dort wurden ab dem 2. Tag die Untergangspropheten verlästert; am 7. Tag war's dann soweit.
Merke: Die Aussage "It hasn't happened yet" ist NICHT das logische Äquivalent für die Feststellung "It ain't gonna ever happen"!

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Burkhardt Brinkmann

Der Mötschker-Pirat auf Wahlfang

Will der Autor (welche?) Probleme lösen - oder Wähler fangen? Als Wahlfangtext ist sein Essay brillant wie S. Wagenknechts "Europa in der Krise Schluss mit Mephistos Umverteilung!". Beide gehen einem beim 1. Lesen runter wie Öl. Auf den 2. Blick sind sie m.E. gleichermaßen unseriös.
Zunächst vermanscht Nerz Ressourcen-Nachhaltigkeit mit finanzieller Nachhaltigkeit und versetzt die Pampe mit einem Schuss Komplexitätskritik. Alles echte Problemfelder - aber keine Spielplätze für Mötschkerkinder. Geistige Infantilität der Piraten (in die ich einst große Hoffnungen gesetzt hatte)?
Dann die kindliche Heilsbotschaft: "Wir müssen wieder lernen, Zufriedenheit abseits des Ressourcenverbrauches zu finden. Dann klappt es auch wieder mit den Nachbarn und der Nachhaltigkeit ..." Nachbarn auch noch im Einkosttopf? Wessen Zufriedenheit? Um den "bestimmten Level" zu erreichen, haben wir schon 2,7 Erden verbraucht; Fortschrittsstopp reicht nicht.

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Karl Schade
Karl Schade (J.K.S) - 20.03.2012 22:33 Uhr

Die Piratenpartei wird erwachsen

Manche Argumente von Sebastian Nerz mögen von zu viel Innovationsskepsis bestimmt sein. Sollte es bei bestimmten Spurenelementen wirklich Engpässe für Technologien von zentraler Bedeutung geben, werden die Ingenieure höchstwahrscheinlich alternative Lösungen finden.

Wirkliches Neuland betritt Nerz, indem er der erste Spitzenpolitiker einer Über-5%-Partei ist, der den Staatshaushalt und die darüber hinaus vom Staat versprochene Altersversorgung offen als Pyramidenspiel brandmarkt. Bei einem solchen Spiel profitieren heutige Empfänger von der irrigen Hoffnung heutiger Zahler, dass sie dermaleinst mehr als ihren Einsatz herausbekämen. So ein Spiel funktioniert nur, solange die Zahl der Teilnehmer steigt. Das wird nach 2030 vorbei sein, wenn die Babyboomergeneration aus dem Erwerbsleben scheidet. In den nächsten zwei Legislaturperioden wird der Bundestag die damit zusammenhängenden Fragen lösen müssen. Die Piraten positionieren sich nun dafür als eine ernstzunehmende Kraft.

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Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 20.03.2012 22:19 Uhr

"Bereits jetzt müssen wir mehr und mehr Geld aufwenden,

um die steigenden Ausgaben für die Zinsen und die Nachhaltigkeitslücke zu decken."
Wo ist das Problem? Schon bald werden die Regierungen in Deutschland wegen der explodierenden Staatsschulden rotgrün bis dunkelrotgrün sein, dann wird zuerst die Abgeltungssteuer auf Zinseinahmen auf 95% erhöht, indem man Zinsen als "Ausbeutung der Arbeiterklasse" definiert, und schon gilt linke Tasche-rechte Tasche für den Finanzminister. Und weil dann niemand mehr dem Staat Geld leiht, werden die Druckmaschinen angeworfen, so ein paar Nullen mehr passen noch auf jeden Geldschein drauf, die EZB übt schon. Bisher hat sich jeder Staat auf Kosten der Sparer und mittels Inflation entschuldet, daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Unsere Nachkommen werden nur einen höheren Papierverbrauch für Banknoten zu schultern haben, deshalb sollten wir jetzt schon vorsorgen und Brachland aufforsten.

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Kurt Albrecht Köhler

Armselig

Der Herr Nerz hat auch noch nicht begriffen, dass wir die aktuell verwendeten Rohstoffe nur zum Erreichen der etablierten technischen Lösungen brauchen. Daraus folgt, dass wir dank der naturwissenschaftlichen Durchdringung der Welt und der damit einhergehenden Anpassung der technischen Lösungen selbst definieren, was als Rohstoff zu gelten hat. Es ist z.B. hier ja schon gesagt worden, dass man äquivalente technische Lösungen auch ohne das zitierte Neodym finden kann.
Der Aufsatz des Herrn Nerz spricht leider nicht dafür, dass ausgerechnet die Piraten einen Weg zur Lösung der anstehenden Probleme, die zweifelsohne vorhanden sind, weisen werden. Das Baden in Untergangsphantasien ist für jemanden, der Zukunft gestalten will, doch etwas armselig.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.03.2012 20:50 Uhr
Werner Mueller

O Sancta Simplicitas ....

...die Zunkunft verlangt nicht nach Rohstoffen, sondern nach Agrarland, sauberem Wasser und günstiger Energie ... und davon ist nach der naturwissenschaftlichen "Durchdringung" der Welt wenig übrig geblieben.

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Andi Arbeit
Andi Arbeit (xtraa) - 20.03.2012 20:33 Uhr

Öhm.

"Der Herr Nerz … Neodym finden kann. "

Und wie Sie ja so treffend feststellten, hat Herr Nerz genau dies in dem Artikel angeführt. Insofern bin ich mir nicht sicher ob es billige Rhetorik oder mangelndes Verständnis Ihrerseits ist - jedenfalls ist es weitestgehend Sinnfrei als Argumentationsgrundlage bereits angeführte Argumente desjenigen anzuführen, gegen den man eigentlich Argumentieren will.

Gruß
Andi Arbeit

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Christiane Wolf

Armseliges geblubber

Wir wissen nicht was wir an den knappen Rohstoffen in der Zukunft brauchenm insbesondere wofür wir diese brauchen.
Deshalb verbrauchen wir sie Heute und hoffen, dass uns neue Wege zufließen, denn Gott wird den Homo Erectus ja nicht untergehen lassen.
Der Homosapiens aber in Seinem Wesen senkt sein Haupt unter der Last der Gedanken und such nach Lösungen für die Zukunft.

Für Ihre Analyse kann ich sie nur beglückwünschen.

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Jürgen Wortmann
Jürgen Wortmann (Anilin) - 20.03.2012 18:09 Uhr

Einfach gut !

Ich finde den Beitrag sehr gut. Geschockt bin ich allerdings von vielen der oben stehenden Lesermeinungen. Manche verstehe ich nicht. Andere enthalten nur Beschimpfungen - wie in der etablierten Politik üblich. Ein Plädoyer für einen sachlicheren Diskurs.

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Thomas Ulherr

... endlos Repeatschleife? 2

... Knappheit profitieren - haben wir noch nicht einmal begonnen das Problem zu erfassen und an einer Lösung zu arbeiten.
Es gab Ende der 70er (vielleicht auch Anfang der 80er) ein kleines Brettspiel, á la Monoploy, zum Thema ressourcenschonendes Wachstum. Da wurde verdeutlicht, daß Wachstum nicht zwangsläufig zur Resourcenvergeudung führen muß. Es ist doch in den Jahren seit "Grenzen des Wachstums" viel geforscht und erdacht worden, was zur Lösung beitragen kann. Wir stehen nicht bei null. Allerdings haben wir ein riesiges Problem bei der Umsetzung. Und wir haben uns von vielen guten Ansätzen auch wieder entfernt: Statt z.B. an alten, in Kriegs- und Notzeiten bewährten dezentralen, regionalen Milchversorgern (Schlachthöfen, etc.)festzuhalten - bzw. durch Fördermittel, Steuerrecht, u.a. deren auskömmliches Wirtschaften zu ermöglichen - haben wir uns zentrale Großversorger herbeisubventioniert und -reguliert! Jetzt Lebensmittel und "Schnäppchen" durch Europa ...

PS: Nein zum ESM!

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Rolf Baumann
Rolf Baumann (2_wolf) - 20.03.2012 13:05 Uhr

technologischer Fortschritt?

Prinzipiell geht die Kritik des Autors in eine nicht ganz abwegige Richtung.
Jedoch macht er einen Fehler, den viele vor ihm bereits gemacht haben: Die Vernachlässigung des technologischen Fortschritts (- der prominenteste Vorfahre des Artikels, ist wohl die Studie "Grenzen des Wachstums", das im Auftrag des Club of Rome 1972 erstellt wurde).

Da werden dann munter irgendwelche Zeitreihen gebildet und Zahlen linear hochgerechnet ohne technologischen Fortschritt und die Märkte einzubeziehen.
Natürlich gibt es Rohstoffe die heute bereits so knapp sind, dass Stückzahlen die in der Zukunft erreicht werden sollen nicht realistisch erscheinen. Aber an dieser Stelle kommen die Märkte ins Spiel: Die Preise für die Rohstoffe steigen und es wird nach Alternativen gesucht.
Je höher der Preis der Rohstoffe steigt, um so größer werden die Investitionen in die Erforschung von Alternativen, die gewinnbringend sind. Und diese führen über kurz oder lang zu Alternativlösungen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.03.2012 20:57 Uhr
Werner Mueller

Nicht linear ...sondern exponentiell

hat sich die Weltbevölkerung entwickelt, die Schulden auch, die Abnahme des Fischbestandes in den Ozeanen ebenfalls, die Desertifikation ehemals urbarer Landflächen ....in den letzten 150 Jahren (das entspricht 6 Generationen) wurde die Zukunft der nächsten 600 Generationen "verfrühstückt".
Die Prognosen des "Club of Rome" decken sich weitgehend mit der Realität. Noch in diesem Jahrzehnt werden die Folgen für ALLE (und nicht nur für die Menschen in den Entwicklungsländern) spürbar.
Und für den technischen Fortschritt fehlt heute schon das Geld...das brauchen die Banken.

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Martin Herrmann

Piraten: es grünt so grün?

Danke Herr Nerz, das ist ein mutiger Beitrag für einen Piraten.

Aus einer Non-Piraten-Sicht ist der Beitrag allerdings weder mutig noch besonders innovativ. Das ist pures grünes Gedankengut, das inzwischen auch in vielen anderen Parteien zum Common Sense geworden ist oder gerade wird.

Und das macht es für einen Piraten mutig, denn es gibt viele (zumindest kenne ich nur solche) die Piraten wählen oder bei ihnen mitmachen oder sie sehr attraktiv finden - die eigentlich im tiefsten Inneren grün sind. Sich aber von dem Image der Birkenstockies und selbstgestrickten Wollpullover abgrenzen wollen - ohne wahrzunehmen, daß das sehr oft nur überzeichnete Klischees sind.

Der Mut, sich jenseits des Internets noch andere Politikfelder zu erschließen, ist anerkennenswert. Es stellt sich aber sehr wohl die Frage, ob es der Umsetzung dient wenn die Stimmen noch weiter gesplittet werden.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.03.2012 20:37 Uhr
Andi Arbeit
Andi Arbeit (xtraa) - 20.03.2012 20:37 Uhr

Grünes Gedankengut

Wir sollten aufhören, in Kategorien zu Denken, wenn es um Notwendigkeiten des Fortbestandes geht. Denn ohne Ressourcen gibt es nun mal auch keine Wirtschaft. Daher zeigt der Artikel einen der Hauptvorteile der Piraten: politische Handlungsansätze in Betracht zu ziehen, die sich nicht von parteipolitischen Dogmen behindern lassen.

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Martin Herrmann

Das sehe ich anders.

Da habe ich gleich mehrere Einsprüche.

- Wind- und Sonnenkraftwerke erfordern Subventionen - ja. Kernkraft ist ohne Subventionen entstanden? Die Kohleförderung und -verstromung hat ohne jede Subvention funktioniert? Die Endlagerung werden die AKW-Betreiber ohne jede staatliche (=steuerliche) Beteiligung vollverantwortlich übernehmen?

- das Positive an den Piraten ist aus meiner Sicht, daß sie sehr wohl auch Ideologen sind. Derzeit noch fast ausschließlich im Bezug auf das Leben im Internet, das erweitert sich aber schrittweise. Und realistisch sind die Grünen seit einigen Jahren auch. Aber das ist vermutlich Ansichtssache.

Leider ist die Zeichenanzahl begrenzt :-)

Die Piraten sind nach meiner aktuellen Einschätzung die "Kinder" der Grünen wie die Grünen damals die "Kinder" der SPD waren.

Was mich noch interessieren würde: ist die mehrheitliche Unterstützung des bedingungslosen Grundeinkommens durch die Piraten für Sie realistisch oder ideologisch?

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Andreas Müller
Andreas Bra. (Skelzor) - 20.03.2012 17:11 Uhr

Das ist nun so auch nicht richtig

Transparenz in allen Bereichen und viele andere Forderungen der Piraten (Vereinfachung des Sozialsystems etc.) sind ebenso wenig realistisch wie der Traum der Grünen, mit Wind und Sonne unsere Wirtschaft mit Energie zu versorgen ohne die Umwelt damit mehr zu zerstören, als mit Kohlekraftwerken.

Ich denke die Piraten profitieren momentan von vielen einfachen Punkten, die jedoch auf politischer Ebene keinen Bestand haben werden: Sie sind jung, dem Internet verbunden, haben keine zwiespältige politische Vergangenheit (und demzufolge auch keine bedeutenden Fehler) und können dem gemeinen Bürger ein unrealistisches Bild vermitteln, ohne je in die Verlegenheit kommen zu müssen, etwas zu tun, denn sie sind ja nur eine Themenpartei die nicht mal wirklich in der Opposition ihren Platz findet.

Die Partei verbindet viele Themen von Links über Grün bis zu dem wirklichen neuen Generationsthema Internet, aber solange keine frischen fundierten Vorschläge kommen, hilft das nix.

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Hermann H.

Im Unterschied zu den Grünen...

sind die Piraten Realisten und keine Ideologen.

Wären sie Grüne, würden sie Wind- und Sonnenkraftwerke fordern wie eben die Grünen, mit hohen Subventionen, die die Nachhaltigkeit unserer Ökonomie beschädigt haben.

Die Grünen habne nie begriffen, das Vieles was unter einseitig ökologischen Gesichtspunkten falsch ist, das geringere Übel war in der Gesamtschau. Wäre es anders wären sie Volkspartei geworden.

H.

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Ludwig Kirschstein

Neodym

"Ein weiteres Beispiel: Für effiziente Windkrafträder, die ja den Energieverbrauch der Elektroautos zum Teil decken sollen, braucht es große Mengen an Neodym."

Auch das ist kein Naturgesetz. Der Markführer in Deutschland verbaut für seine Strom erregten Synchrongeneratoren kein Neodym.

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Dr. Christian Jäger

Woher kommt diese Todessehnsucht und Sehnsucht nach Apokalypse?

Es gibt keinen einzigen Beleg dafür, dass alles schlechter wird, dass es nicht mehr weitergeht. Die Bevölkerung auf der Welt wächst stetig (bis auf das sich selbst ständig negierende, dekadente Mitteleuropa), wird älter und hat weniger Krankheiten als vor 100 Jahren. Das nennt sich Fortschritt. Weswegen sehnt man sich danach, dass den Menschen zur Lösung ihrer Probleme nicht mehr einfallen möge, als niederzufallen und die Natur anzubeten. Diese Begrenztheitssehnsucht scheint mir ein Vehikel zu sein, um selbst nicht voran zu schreiten, nicht mehr an Lösungen zu arbeiten. Und für Politiker jeglicher Coloeur waren solche dunklen Vorahnungen (mehr ist es nämlich nicht) stets immer nur ein Instrument zur Gängelung der Menschen und um sich selbst wichtig zu machen - ein Machtinstrument. Da sind die Piraten nicht anders, die gern nehmen, aber außer Sprüchen nichts zu geben haben.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.03.2012 00:00 Uhr
Reinhard Wolf

@ Dr. Jäger: Woher kommt ...

Hiroshima, Nagasaki, Harrisburg, Sellafield, Tschernobyl, Fukushima ... nur die Spitze des Eisbergs. Täglich 90.000.000 Barrel (13 Mrd. Liter) verfeueres Öl, Saurer Regen, Dioxin (überall auf der Welt, selbst in Tiefseefischen und Hochgebirgsgletscherseen), 1 Mrd. hungernde Menschen, ein nie dagewesenes und sich exponentiell beschleunigendes Artensterben, fortschreitende Zerstörung natürlicher Lebensräume zu Gunsten der Infrastruktur des Menschen, großflächige Verseuchung der Meere mit Öl (Deepwater Horizon) bis hin zur Plastivermüllung der Weltmeere (die zerriebenen Kunststoffpartikel mit Dioxinanlagerungen finden über die Nahrungsaufnahme durch Plankton in die Lebensmittelkette) und und und.

Das nennt sich Fortshritt! Zugegeben: In der Natur geht es grundsätzlich nicht anders zu, aber alle anderen haben auch kein Bewußtsein.

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Werner Mueller

Ignorance is bliss

Die Belege sind m.W. zahllos ... seit 2008 ist glasklar: es wird kein weiteres wirtschaftliche Wachstum mehr geben. Seit 2008 ist klar: Peak Oil ist eine Realität und bereits eingetreten. Seit 2008 balanciert die Wirtschaft am Rande einer Großen Depression. Das stete Wachstum der Bevölkerung als "Erfolgsnachweis" zu sehen, dass es uns immer besser geht, ist einfach ein Witz. Auch die Menschheit braucht die Natur: Technik kann man weder essen noch trinken. Unglaublich welche Ignoranz im 21. Jahrhundert noch möglich ist.

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