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Wider die neue Gebühr Rundfunk für alle

 ·  Mit dem neuen „Rundfunkbeitrag“ soll sich für die Mehrheit der Bürger nichts ändern. Wir möchten hier aber an jene Minderheit erinnern, die sich über Jahrzehnte das Fernsehen vom Hals gehalten hat.

Artikel Lesermeinungen (8)

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Günther Janssen

Gegen den Zwangsbeitrag gibt es keine Option

Vor einem Jahr behauptete Bettina Schausten, dass sie ihrem privaten Gastgeber als
finanziellen Ausgleich 150 € unter ihrem Kopfkissen hinterlassen würde. Die Leiterin des
ZDF Hauptstadt Studio hatte gelogen, wie sie später selbst bestätigte.

Konsequenzen: keine. Eine Führungskraft des ZDF lügt in einer öffentlichen Sendung
mit dem damaligen Bundespräsidenten, sie bleibt im Amt. Dies in einem Öffentlich-
Rechtlichen Sender. Der diese Beiträge jetzt erzwingt wird. Das kann es nicht
sein. So geht es nicht weiter, es fehlt die öffentliche Aufsicht.

Guenther M. Janssen

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Alexander Djacenko

Minderheit

Eine Minderheit ist es, welche sich die Öffentlich-Rechtlichen vom Halse hält, fraglos.
Aber man wird nicht um die Erkenntnis herumkommen, dass es sich um eine anwachsende Bewegung handelt. Ich schaue in den Freundes- und Bekanntenkreis und sehe dort eine Mehrheit, die kein Interesse an "Leeren Nachrichten" hat, wie dies auch die FAZ den entsprechenden Sendern zuschreibt, die kein Interesse daran hat, ihre Lebenszeit vor dem Fernseher verstreichen zu lassen. Bewusst keinen Kasten im Haus, bewusst keine Internetrunden auf der Suche nach Neuigkeiten mehr, eine schriftliche Version der FAZ oder der ZEIT, der SZ oder der MD. In diesen Kreisen flammt selbst der Internetkonsum wieder auf Sparflamme, Wireless-LAN wird bewußt vermieden, Zeitsperren für den Internetkonsum eingerichtet. Ich möchte eine Rechnung aufmachen: Wir leben zu zweit von 1000€, kein Bafög, das FAZ-Abo kostet 22€/M die Zeit knapp 10€/M. Nun kommen verpflichtende 20€ für nie Genutztes dazu, was fällt weg?

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Rolf Mueller

Demokratie für alle!

Diese Minderheit, die sich über Jahrzehnte die GEZ vom Hals gehalten hat, muss endlich auch zahlen. Gut so. Sie hat jahrzehntelang vom öffentlich-rechtlichen Radio und Fernsehen profitiert, ohne das unsere Demokratie nicht funktionieren würde. Das öffentlich-rechtliche System ist die Referenzgröße für Journalismus in diesem Land. Ohne die öffentlich-rechtliche wäre die maßgebende Referenz die Bildzeitung.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.12.2012 11:23 Uhr
Dietmar Schmitt

Parteifunk ist keine Demokratie!

Ein Demokrat profitiert nicht vom bundesdeutschen Parteienfunk, er braucht weder Gottschalk noch Jauch noch Bernd das Brot, um politisch für sich denken zu lassen. Er braucht nicht das Gaffen auf Katastrophen, das Hochjubeln gedopter Wettkämpfer oder eine parteipolitische Tendenzberichterstattung, er braucht keine 'Tagesnachrichten', deren Lebensrelevanz mittlerweile gegen 0 geht.

Die Mehrzahl der ÖR-Nutzer ist politisch (siehe Quoten) desinteressiert; für deren Ruhigstellung und Manipulation soll ich zahlen. Eine Minderheit lässt beim ÖR politisch korrekt vordenken, statt ein Buch zu lesen, ein Blog zu schreiben oder sich aktiv politisch zu betätigen; auch für deren Faulheit soll ich zahlen.

Ich sehe beim ÖRR weder Staats- noch Parteienferne. Dies wäre ein Verfassungsbruch, für ihn soll ich ebenfalls zahlen.

"Demokratie für alle!"
Demokratie ist was anderes als Glotze; und 'Bild'-Leser sind weder blöder noch demokratieunfähiger als z.B. Leser des ND oder der taz.

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Heinrich Schönemann

sie haben den artikel nicht verstanden

der autor nimmt nicht bezug auf schwarzseher, sondern auf diejenigen, die bisher nur den gemäßigten beitrag für den empfang von radiosendern zahlten, weil sie nicht im besitz eines fernsehgeräts sind. für diejenigen erhöht sich die gebühr zukünftig auf rund 300 prozent monatlich.

im übrigen bin ich wie sie der meinung, dass öffentlich-rechtlicher rundfunk zur stabilisierung unserer demokratie bzw. zum sozialen frieden beiträgt, ganz ohne ironischen hintergedanken... perfide ist nur die art und weise der gebührenfinanzierung und deren reform vor dem hintergrund der vernetzung von politik und medien, bei der offensichtlich jedes maß für qualität, aufwand und kosten verloren gegangen ist

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klaus keller
klaus keller (klkeller) - 26.12.2012 22:33 Uhr

Mein Beitrag bestand nun darin die jüngste Lastschrift(?) zurückzufordern

Die Firma hielt es nicht einmal für angezeigt mich über die Veränderung der Vertragsbedingungen schriftlich zu informieren. Nach meinem Umzug und der Entsorgung des TV-Gerätes erwarte ich eine ordentliche Abrechnung und einen neuen Vertrag. Mit Strom, Gas, Internetanschluß funktionierte der Wechsel problemlos nur hier klappte gar nichts. Die schriftliche Bitte mir doch Ab und Anmeldeformulare zu senden blieb unbeantwortet, der schriftliche Entzug der Einzugsermächtigung ebenso.
Nun muß ich tatsächlich der EU dankbar sein(wer hätte das gedacht) da Lastschriften nun durch einen Mausklick(zumindest bei meiner Bank) gestoppt werden können.
Ich erwarte nun eine ordentliche Rechnung der Firma.

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Walther Schmidt

Und bist Du nicht willig, so brauch ich Gewalt

Ja, es ist ein Trauerspiel. Überall wird von Wahlfreiheit geredet. Man kann auf unangenehmen Zigarettenrauch in Gaststätten verzichten. Man kann kummulieren und panaschieren. Man kann die passgenaue Telefonflatrate für den persönlichen Bedarf wählen. Nur um die GEZ-Gebühr, da kommt man nicht drumrum. Und warum? Weil es keinen gibt, der sich mit den öffentlich-rechtlichen Journalisten anlegen will oder kann. Und wenn man dann diese bräsigen Großkopferten von ARD und ZDF sieht, die selbstgefällig ihr Programm loben... Allzu gern sehen sie der Wahrheit nicht ins Auge: Mit Milliarden Euro an Zwangsgebühren werden sie alimentiert, aber am Markt behaupten müssen sie sich nicht.

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Herbert Wertig
Herbert Wertig (HerWer) - 26.12.2012 17:01 Uhr

D'accord!

Dieser Text könnte von mir stammen! Denn seit 20 Jahren haben wir keinen Fernseher und nach jedem Hotelzimmerversuch wissen wir wieder warum.

Radiogebühren hab eich bisher gerne gezahlt, auch wenn sich da der hörbare Teil auf DLF, DLR und manche Stunden bei BR2 etc. beschränkt.

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Jahrgang 1961, Redakteur im Feuilleton.

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