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Wellenreiter Oops! They might do it again

04.02.2004 ·  Das schlimmste am Jackson-Timberlake-Vorfall von Houston: Er könnte sich jederzeit wiederholen. Zum Beispiel bei der Grammy-Verleihung am kommenden Sonntag. Der Fernsehender CBS sorgt sich. Und sorgt vor.

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Am vergangenen Sonntag hatte bei einer Sportveranstaltung in Houston eine 37 Jahre alte Sängerin Schwierigkeiten mit ihrer Garderobe, an denen ihr unglücklicher Gesangspartner nicht ganz unbeteiligt war. Das Ergebnis ging nicht nur über die Fernsehbildschirme ganz Amerikas, sondern auch um die Welt.

Inzwischen haben sich viele Menschen für diesen Vorfall entschuldigt. Frau Jackson und Herr Timberlake, so die Namen der beiden Unglücksraben, schauten schon in den Schrecksekunden nach dem Vorfall so bestürzt, daß man ihnen - Inszenierung oder Mißgeschick - einfach verzeihen muß. Die Menschen bei CBS allerdings bleiben argwöhnisch.

Nicht auszuschließen

Der amerikanische Fernsehsender hatte nicht nur die Live-Übertragung der Sportveranstaltung in Houston nebst Pausenmusik, sondern hat auch die Grammy-Verleihung am kommenden Sonntag im Programm. Frau Jackson soll dort ein paar Worte sagen und Herr Timberlake ein paar Töne singen. Und das soll auch so bleiben. Nur: Was ist, wenn es wieder passiert? Wenn Frau Jackson erneut Schwierigkeiten mit ihrer Garderobe bekommt und die armen amerikanischen Minderjährigen, die sich noch kaum von den verstörenden Bildern am vergangenen Sonntag erholt haben werden, ein zweites Mal ausgesuchter Bereiche ihres entkleideten Oberkörpers ansichtig werden?

Das wäre schlimm, und deshalb hat der Fernsehsender beschlossen, die Preisverleihung nicht live zu übertragen, sondern erst mit einem zeitlichen Abstand zu senden, der ihm gestatten würde, auf furchtbare Vorkommnisse zu reagieren. Man überlegt noch, wieviel Zeit nötig sein könnte, um den Mitschnitt von obszönen Kommentaren und Gesten zu befreien.

Nicht auszudenken

Das kommt darauf an. Auch wenn man sich nicht wirklich Sorgen machen muß, Frau Jackson würde nach bewährter Manier einen zweiten Zwischenfall verursachen wollen: Bei dem Spektakel könnte alles mögliche passieren.

Was ist mit all den nominierten Rap-Musikern, die schon durch sogenannte explizite Lyrik auf sich aufmerksam gemacht haben? Was mit all den sozialkritischen Rockmusikern, die ihre Dankesworte mit sozialkritischen Kommentaren würzen könnten? Was mit all den enfants terribles des Musikzirkus', denen man alle möglichen Schwierigkeiten mit ihrer Garderobe durchaus zutrauen muß?

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