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Wellenreiter Mögen Sie Western?

29.01.2004 ·  Jaja, er reitet wieder. Kevin Costner ist in den Wilden Westen zurückgekehrt. Und auf die Interviewseiten der Zeitungen. Zur besseren Übersicht hat FAZ.NET die Antworten des Schauspielers thematisch sortiert. Eine Handreichung.

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Jaja, er reitet wieder. Kevin Costner ist in den Wilden Westen zurückgekehrt, obwohl ihm kaum jemand zugetraut hat, überhaupt noch irgendwohin zurückzukehren. Jetzt ist er wieder da, im Sattel, auf der Leinwand, im selbst produzierten, selbst gedrehten Film „Open Range“. Und muß sich zum Filmstart einige Fragen neugieriger Journalisten gefallen lassen. Wo das Glück dieser Erde liegt, was seitdem geschah, wie er sich so fühlt.

Es geht um den Western an sich, um Erfolg und Mißerfolg, um die eigene Unabhängigkeit, um Hollywood. Immer wieder, überall. Zur besseren Übersicht hat FAZ.NET die Antworten des Schauspielers aus einigen heute veröffentlichten Interviews thematisch sortiert. Eine Handreichung.

Western

„Lieben Sie Western? - Ich habe sie lange nicht gemocht. Einige schon, aber die meisten nicht, weil sie dumm sind, zu albern, zu simpel. Nicht wichtig für meine Art zu leben.“ (Berliner Morgenpost)

„Western zieht Sie magisch an. Kommt das aus Ihrer Jugend? - Die weite, offene Landschaft hat mich immer beeindruckt, wie die Leute angezogen waren, und - Sie werden es nicht glauben - daß da niemand in die Schule ging.“ (Süddeutsche)

„Die meisten Western sind schlecht, weil sie sich zu stark im Mythos verlieren und dadurch dem Publikum von heute nichts mehr zu sagen haben.“ (Süddeutsche Zeitung)

„Was fasziniert Sie an Western? - Ich mag die frische Luft, die Jungs morgens zu treffen, die Pferde.“ (Stern)

Erfolg, Mißerfolg

„Mißerfolge störten mich nie. Heute gilt als wichtigste Voraussetzung für Erfolg, daß man nichts riskiert. Du brauchst eigentlich nur zu spielen, daß du Erfolg hast. Mehr nicht. Aber wenn du Erfolg hast und einen Fehler machst, sind da eine Million Menschen, die über dich lachen.“ (Die Zeit)

„Ich habe meine Karriere nicht so aufgebaut, daß ich Trends folgte oder versuchte, Erfolge einfach zu wiederholen.“ (Berliner Morgenpost)

„Ich freue mich, daß ich nicht wieder eins aufs Dach kriege.“ (Stern)

Unabhängigkeit

„Wenn man sich zu schnell dem Publikumsgeschmack beugt, werden die Filme nicht unterhaltsamer, das schafft nur Distanz.“ (Süddeutsche Zeitung)

„Ich mache Dinge nicht, um gegen den Trend zu schwimmen. Aber ich habe auch keine Angst, Dinge zu tun, von denen ich überzeugt bin.“ (Berliner Morgenpost)

„Natürlich möchte ich beliebt sein. Aber nicht so sehr, daß ich mich dabei verlieren könnte. Ich möchte mich nicht verändern, um ein größeres Publikum zu erreichen. Ich möchte mir mein Publikum verdienen.“ (Berliner Morgenpost)

Hollywood

„Ich habe es nicht leicht in Hollywood. Wenn jemand sich nicht kaufen läßt, hat er nicht viele Freunde in dieser Stadt.“ (Stern)

„Ich bin nicht gerade der heißeste Schauspieler in der Stadt. Kein Studio hat geglaubt, daß die Leute zwei alte Säcke auf Pferden sehen wollen.“ (Stern)

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Von Gerhard Stadelmaier

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