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Wahlergebnis Von nun an geht's bergab: Michael Moore findet Trost

05.11.2004 ·  Michael Moore, zumindest in Europa populärster Kritiker George W. Bushs, meldet sich mit tröstenden Worten nach der Wahl zurück. Das wichtigste für den Filmemacher und Buchautor: Jetzt kann nicht mehr viel kommen.

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An ihm hat es nicht gelegen. Mit seinem Film „Fahrenheit 9/11“, mit seinen Büchern und Polemiken hat Michael Moore wirklich getan, was in seinen Kräften steht, um die Wiederwahl des amerikanischen Präsidenten zu verhindern. Aber auch er hat nicht verhindern können, daß George W. Bush für eine zweite Amtszeit im Weißen Haus bleibt.

In den Tagen nach der Wahl ist einigen Beobachtern das Schweigen des prominenten Kritikers, der wohl doch hauptsächlich den Gläubigen gepredigt haben wird, als beredtes, lautes Schweigen aufgefallen. Jetzt meldet sich Michael Moore mit tröstenden Worten auf seiner Website (www.michaelmoore.com) zurück. Der Amerikaner eröffnet mit einem Zitat der britischen Komikertruppe Monty Python, mit der Anregung, das Gute im Leben nie aus dem Blick zu verlieren.

Nicht gleich die Pulsadern aufschlitzen

17 Gründe sind Michael Moore eingefallen, warum sich der enttäuschte Amerikaner auch nach der Wahlniederlage Kerrys nicht gleich die Pulsadern aufschlitzen sollte. An erster Stelle die Gewißheit, daß George W. Bush, wie jeder amerikanische Präsident, nach seiner zweiten Amtszeit nicht wiedergewählt werden darf. Mit den Ereignissen dieser Woche hat Bush, davon ist Moore überzeugt, den Höhepunkt seiner politischen Karriere hinter sich gelassen. Von jetzt an gehe es nur noch dem Ende entgegen. Auch wenn das noch vier Jahre entfernt ist. Die Bush-Zwillinge sind außerdem doch ganz niedlich, findet Moore: „Geben wir zu - wir mögen sie, und es wäre schade gewesen, wenn sie verschwunden wären.“

Unabhängig von Bushs Wahlsieg, referiert der Kritiker, denken immer noch 56 Prozent der Amerikaner, ihr Land orientiere sich in die falsche Richtung. 88 Prozent der Bush-Wähler seien Weiße gewesen, erläutert Moore und schließt daraus, daß in 50 Jahren, wenn nach derzeitiger demografischer Perspektive die Weißen in Amerika in der Minderheit sind, der Wahlerfolg für einen solchen Kandidaten nicht mehr möglich sein wird. Keine schlechte Perspektive für die heutige Jugend der Vereinigten Staaten, an die sich Moore auch mit einem zweiten Hinweis wendet: Junge Wähler wie sie hätten Kerry mit einem deutlichen Vorsprung von zehn Prozent gewählt - ein Beweis dafür, daß die Eltern, die ältere Generation insgesamt tatsächlich im Unrecht sei.

Am Ende seiner Ausführungen zitiert Michael Moore einen Freund mit rumänischen Vorfahren, dessen Großvater immer zu ihm gesagt haben soll: „Amerika ist so ein wunderbares Land - es braucht noch nicht einmal einen Präsidenten!“ Gleiches kann man von Michael Moore wohl nicht behaupten. Auch er hat jetzt noch einmal vier Jahre Zeit, mit seinem Lieblingsfeind und Lieblingsthema ins Gericht zu gehen. Glückwunsch, Michael Moore!

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