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Wahl des Unesco-Generaldirektors Die Damen legen zu, Hosni stagniert

19.09.2009 ·  Im dritten Wahlgang für das Amt des Unesco-Generaldirektors hat die Bulgarin Irina Bokova die EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner wieder überholt. Das könnte eine Vorentscheidung sein. Faruk Hosni, umstrittener Favorit, ist bei 25 Stimmen angelangt.

Von Jürg Altwegg
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Am Samstagnachmittag wurde in Paris der dritte Durchgang für die Wahl des Unesco-Generaldirektors durchgeführt. Dabei zeigte sich: Faruk Hosni, der umstrittene Kandidat, seit mehr als zwei Jahrzehnten Kulturminister Ägyptens, kommt nicht vom Fleck. Er konnte nur ganz wenig zulegen und ist jetzt bei 25 Stimmen angelangt. Sein Potential scheint ausgeschöpft.

Das zweite Merkmal: die Bulgarin Irina Bokova hat Ferrero-Waldner wieder überholt. Bokova hat jetzt 13 Stimmen - sie hat im Vergleich zum Freitag am stärksten zugelegt: plus fünf. Damit liegt sie zwei Stimmen vor der EU-Kommissarin (plus zwei). Yvonne Baki aus Ecuador, die sich auf ihre Nähe zur amerikanischen Außenministerin Hillary Clinton beruft, bekam neun Stimmen. Zusammen haben die drei Kandidatinnen 33 Stimmen - also die Mehrheit.

Unüberwindbar sind ihre Gegensätze weder in persönlicher noch in politischer Hinsicht. Hinter den Kulissen wird weiter gekämpft und verhandelt. Deutlicher als bisher zeichnet sich die Möglichkeit, Faruk Hosni doch noch zu verhindern, ab. Benita Ferrero-Waldner hatte ihre Kandidatur in letzter Minute angemeldet: um Faruk Hosni zu verhindern. In Unesco-Kreisen lastet man ihr eine Koalition ihrer Partei mit Jörg Haider an. Durch einen Rückzug könnte sie jetzt jedenfalls ihrem Anspruch am besten gerecht werden. Der vierte Durchgang ist für Montag angesetzt.

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Jahrgang 1951, Kulturkorrespondent mit Sitz in Genf.

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