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Vor Aufspaltung des Konzerns Murdoch tritt von allen Aufsichtsratsposten zurück

Der Medienunternehmer Rupert Murdoch tritt von allen Aufsichtsratsposten zurück. Er bleibt aber offenbar an der Spitze des Mutter-Unternehmens News Corporation.

© AFP Vergrößern Rückzug auf Raten: Rupert Murdoch

Rupert Murdoch hat die bevorstehende Zweiteilung seines Konzerns in ein Unternehmen für Film und Fernsehen und eines für die Zeitungen und Buchverlage zum Anlass genommen, sämtliche Aufsichtsratsposten bei seinen britischen Zeitungen abzulegen, darunter die bei der „Times“, der „Sunday Times“ und der „Sun“. Dieser Schritt wird als weitere Distanzierung von seinem britischen Zeitungsgeschäft gedeutet, das einst das Fundament seines multimedialen Imperiums bildete. Am Samstag twitterte Murdoch: „Britannien zunehmend ein Anspruchsstaat. Mehr denn je mit steigenden Schulden. Ist es zu spät, die Kultur zu verändern und Energie wiederherzustellen?“ Rupert Murdoch hat aus seiner Liebe zur Druckerschwärze nie einen Hehl gemacht. Doch nun zwingen ihn schwindende Auflagen und der weite Kreise ziehende Abhörskandal bei seiner inzwischen eingestellten Sonntagszeitung „News of the World“, andere Prioritäten zu setzen.

Spekulationen über Verkauf

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Sein Rücktritt aus den britischen Zeitungsgremien hat Spekulationen über Verkaufsabsichten genährt. News International versucht die Bedeutung der neuen Entwicklungen als „innerbetriebliche Aufräumübung“ im Lichte der bevorstehenden Umstruk+turierung des Konzerns herunterzuspielen und weist darauf hin, dass der 81 Jahre alte Murdoch gleichzeitig aus den Aufsichtsräten mehrerer Tochtergesellschaften in den Vereinigten Staaten und Australien zurückgetreten sei. In einer Mitteilung an die Mitarbeiter heißt es, Rupert Murdoch werde dem britischen Unternehmen als Vorstandsvorsitzender beider Zweige der amerikanischen Muttergesellschaft „News Corporation“ verbunden bleiben. Man erwarte ihn für die Olympischen Spiele in London. In der vergangenen Woche forderten achtzehn große Aktionäre von News Corporation den Rücktritt Murdochs vom Vorsitz des Konzerns, den er gegründet hat.

Quelle: F.A.Z.

 
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