28.02.2004 · Der „Süddeutsche Verlag“ aus München sucht neue Geschäftsfelder: Ab Ende März steigt das Unternehmen ins Buchgeschäft ein: Jede Woche soll ein Roman für 4,90 Euro in die Buchläden gebracht werden.
Der wirtschaftlich angeschlagene „Süddeutsche Verlag“ steigt ins Buchgeschäft ein. Ab 20. März will der Verlag jede Woche einen Roman für 4,90 Euro in die Buchläden bringen, berichtet der „Spiegel“ in seiner neuen Ausgabe.
Die insgesamt 50 Titel, die von der Feuilleton-Redaktion der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) ausgewählt werden, sollen jeweils nur für eine Woche erhältlich sein. Der Verlag rechnet dem Bericht zufolge mit Erlösen von zunächst rund zehn Millionen Euro. Wenn das Projekt erfolgreich ist, könnten auch auch CDs oder DVDs vertrieben werden, sagte Verlagsgeschäftsführer Klaus Lutz.
„Image steigern“
Mit dem Einstieg ins Buchgeschäft sollten „Image und Bekanntheit der SZ und damit die Auflage gesteigert werden. Vorbild ist die italienische Zeitung „La Repubblica“, die in einem Jahr fast 25 Millionen Bücher verkaufte, 84 Millionen Euro einnahm und ihre Abo-Auflage um rund 25 Prozent steigerte.