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Topographie des Terrors Grünes Licht für neuen Zumthor-Entwurf

20.08.2003 ·  Seit einem Jahr ruhen die Bauarbeiten für das NS-Dokumentationszentrum Topographie des Terrors. Jetzt hat der Berliner Senat nach Sparvorschlägen des Architekten Peter Zumthor dem Weiterbau zugestimmt.

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Der neue Entwurf des Schweizer Architekten Peter Zumthor für das NS-Dokumentationszentrum Topographie des Terrors in Berlin kann realisiert werden. Zu diesem Schluß sei eine Prüfung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung nach Durchsicht der überarbeiteten Konstruktionspläne gekommen, sagte Senator Peter Strieder (SPD) am Mittwoch in Berlin. Die Bauarbeiten auf dem Gelände des ehemaligen NS-„Reichssicherheitshauptamtes“ könnten frühestens im Sommer 2004 fortgesetzt werden, die Kosten belaufen sich auf 38,8 Millionen Euro.

Wegen explodierender Kosten für den komplizierten Bau des Dokumentations- und Besucherzentrums auf dem Gelände mit den einstigen Zentralen von SS und Gestapo liegen die Arbeiten seit mehr als einem Jahr still. Zumthor hatte sich nach langwierigem Tauziehen bereit erklärt, die Pläne an die ursprünglich veranschlagten Kosten anzupassen. Der Bund will die Hälfte davon tragen. Am Nachmittag wollten die Vertreter der Stiftung Topographie des Terrors mit Strieder und Kultursenator Thomas Flierl (PDS) über die neue Lage beraten.

Stiftung soll weiteren Kürzungen zustimmen

In seinem Neuentwurf habe Zumthor ohne grundlegende Veränderungen der Konstruktionsprinzipien das Stabwerk aus Beton deutlich vereinfacht, sagte Strieder. Auch die Zahl der so genannten Knoten, mit denen die Stäbe verbunden werden sollen, habe Zumthor von 18.000 auf 6.000 reduziert. Mit dem neuen Entwurf könnten nun die sichtbaren Mehrkosten von rund drei Millionen Euro aufgefangen werden, sagte Strieder. Durch technische Veränderungen und Umplanungen würden aber zusätzliche Kosten von 1 Million Euro entstehen. Nur wenn die Stiftung einwilligt, Innenausstattung und Außenbereich abzuspecken, könnten diese Mehrkosten aufgefangen werden.

Der Grundstein für den Bau, von dem zur Zeit nur drei Betontürme zu sehen sind, war bereits am 8. Mai 1995 gelegt worden. In dem rund 125 Meter langen dreigeschossigen Riegelbau soll unter anderem das NS-Terrorsystem dokumentiert werden. Mit seinem handwerklich nüchternen Stil gilt der 60jährige Zumthor als einer der bekanntesten europäischen Architekten. Der von ihm entworfene Schweizer Pavillon auf der Expo 2000 in Hannover und das Bregenzer Kunsthaus gehören zu seinen bekanntesten Werken.

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