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Preis der Leipziger Buchmesse : Mit der Geschwindigkeit des Frühjahrs

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Es ist ein Höhepunkt im Messeprogramm: Am Donnerstagabend werden die Träger des Preises der Leipziger Buchmesse bekanntgegeben. In der Kategorie Belletristik sind sechs Autoren nominiert, deren Bücher zu den meistdiskutierten des Frühjahrs zählen. Die F.A.Z.-Kritiken in der Übersicht.

          Es ist ein Höhepunkt im Messeprogramm: Am Donnerstagnachmittag werden die Träger des Preises der Leipziger Buchmesse bekanntgegeben. In der Kategorie Belletristik sind sechs Autoren nominiert, deren Bücher zu den meistdiskutierten des Frühjahrs zählen.

          In Sibylle Lewitscharoffs Roman „Apostoloff“ ist die Diskrepanz zwischen Idee und Wirklichkeit, Seele und Körper der Motor des Schreibens. Obwohl Reinhard Jirgl dem Leser bewusst große Anstrengungen abverlangt und obwohl sein Roman „Die Stille“ an der Überfrachtung mit Ideen schwer trägt, lohnt sich die Lektüre. Julia Schoch kehrt literarisch an den Ort ihrer Kindheit zurück: in eine Retortenstadt in der DDR. „Mit der Geschwindigkeit des Sommers“ zeigt die Autorin als emphatische Lakonikerin mit unverwechselbarem Stil.

          Andreas Maier gibt in seinem neuen Roman „Sanssouci“ einem bevorzugten Topos der deutschen und österreichischen Literatur einen besonderen Dreh: dem der Dämonie der Provinz. In Wilhelm Genazinos Roman „Das Glück in glücksfernen Zeiten“ ist das Tragische so genau und überlegt bemessen wie das Komische, das Absurde, das Satirische, das Lächerliche, das Rührende und alles andere, was auf 150 meisterhaft komponierten Seiten zusammenfindet. Und „Ruhm“ ist ein perfekt abschnurrendes Welt-Maschinchen aus short cuts und simplen Storys, deren Vollkommenheit sich erst in ihrem Kollaps zeigt, der so raffiniert kalkuliert ist, als habe ihn Daniel Kehlmann nicht mehr im Griff - der doch gerade damit triumphiert.

          Die F.A.Z.-Kritiken in der Übersicht.

          Besser scheitern: Sibylle Lewitscharoffs Roman „Apostoloff“

          Sprachmächtig: Reinhard Jirgls „Die Stille“

          Empathische Lakonie: Julia Schochs Roman „Mit der Geschwindigkeit des Sommers“

          Andreas Maiers „Sanssouci“: Potsdam ist überall, und überall ist Potsdam

          Wilhelm Genazinos neues Buch: All die schmutzige Wäsche dieser Welt

          Daniel Kehlmanns „Ruhm“: Wenn das Handy zweimal klingelt

          Quelle: FAZ.NET

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