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Theaterpreis „Faust“ : Aribert Reimann für Lebenswerk geehrt

  • Aktualisiert am

„Faust“-Preisträger: Aribert Reimann Bild: dpa

Er gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten, mit besonderer Nähe zu seinem Publikum. Jetzt hat Aribert Reimann in Regensburg zusammen mit neun anderen Preisträgern den „Faust“ erhalten.

          Am Samstagabend ist der Komponist, Pianist und Musikwissenschaftler Aribert Reimann für sein Lebenswerk mit dem Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ ausgezeichnet worden. Reimann sei ein Global Player und seine Musik omnipräsent, sagte Musikkritikerin Eleonore Büning in ihrer Laudatio während der Gala in Regensburg.

          Reimann habe sein Publikum gefunden, wie kaum ein anderer lebender Opern-Komponist. „Schwieriger ist es, den Menschen und Komponisten Reimann zu beschreiben. Er hat so viele verschiedene Seiten. Er passt irgendwie in keine Schublade.“ Reimann hat mehr als siebzig Musikwerke geschrieben – Liederzyklen, Instrumentalstücke, Orchesterwerke und mehrere Opern. Seinen Durchbruch feierte er 1978 mit der Oper „Lear“ an der Bayerischen Staatsoper in München.

          „Der Faust“ reiht sich bei Reimann ein in eine lange Reihe von Auszeichnungen. So hat der 82-Jährige unter anderem den als Nobelpreis für Musik geltenden Ernst von Siemens Musikpreis sowie den Robert Schumann-Preis verliehen bekommen.

          „Der Faust“ wurde in neun weiteren Kategorien vergeben. Zum ersten Mal gab es in diesem Jahr einen Perspektivpreis, mit dem die Aktion „40.000 Theatermitarbeiter treffen ihre Abgeordneten“ ausgezeichnet wurde. Damit sollen Politiker auf die Situation an den Theatern aufmerksam gemacht und für das Theater gewonnen werden. Zu den Initiatoren der Aktion gehört die Dramaturgische Gesellschaft. Unterstützt wird sie vom Deutschen Bühnenverein.

          Die „Faust“-Preisträger 2018

          Lebenswerk: Aribert Reimann

          Regie Schauspiel: Thorleifur Örn Arnarssons mit „Die Edda“ (Staatsschauspiel Hannover)

          Darsteller Schauspiel: Barbara Nüsse in „Der Sturm“ (Thalia Theater Hamburg)

          Regie Musiktheater: Tobias Kratzer mit „Götterdämmerung“ (Badisches Staatstheater Karlsruhe)

          Sängerdarsteller Musiktheater: Matthias Klink in „Tod in Venedig“ (Oper Stuttgart/Stuttgarter Ballett)

          Choreografie: Sharon Eyal mit „Soul Chain“  (Staatstheater Mainz)

          Darsteller Tanz: Ramon A. John in „Eine Winterreise“ (Hessisches Staatsballet)

          Regie Kinder- und Jugendtheater: Martina van Boxen mit „Lindbergh - Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus“ (Junges Schauspielhaus Bochum)

          Bühne/Kostüm: Jana Findeklee und Joki Tewes für „Wilhelm Tell“ (Schauspiel Köln)

          Perspektivpreis: Aktion „40 000 Theatermitarbeiter treffen ihre Abgeordneten“

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