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Spionagesoftware Erste Bundesländer gestehen Einsatz des Staatstrojaners

 ·  Während der Bundesinnenminister den Einsatz des Staatstrojaners bei Bundeskriminalamt, Bundesverfassungsschutz und Bundespolizei ausschließt, mehren sich die Eingeständnisse aus den Ländern.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (24)

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Ralf Tonollo
Ralf Tonollo (odbc) - 12.10.2011 12:58 Uhr

Verfassungsfeindliche Bande

von Staatsdienern!

Sinnvoll wäre es, von der Privatfirma, die den Trojaner entwickelt hat, das Pflichtenheft anzufordern. Was war denn wirklich als Leistungsumfang vereinbart?

Was unser Staat mittlerweile für Gepflogenheiten an den Tag legt ggü. denen, die deren Gehälter bezahlen, ist unglaublich!

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Ferdinand Hauser

Es wird eng für Herrmann

Der bayerische Innenminister hat den Einsatz der Trojaner laut Münchner Merkur vorerst gestoppt. Wenn alles mit rechten Dingen zugegangen ist, warum sieht Herrmann dann plötzlich die Notwendigkeit, auf den Einsatz der Trojaner zu verzichten? Zumal laut Herrmanns erstem Statement ("Nichts Neues, kein Geheimnis") diese Praktiken schon lange üblich waren und offenbar jedem (somit auch Seehofer) bekannt waren. Stört Herrmann lediglich „die enorme Wucht der medialen Betrachtung“?

Bundesinnenminister Friedrich macht es jedenfalls wie weiland jener große Bruder im Geiste: Er ist spontan entschwunden, fühlt sich momentan sogar in Kabul sicherer. Nur für den unabkömmlichen Seehofer bleibt die Sicherheitslage problematisch. Sollte die Frage, wieviel er gewußt haben könnte, allzu vernehmlich werden, dürfe es wohl bald das allfällige Bauernopfer geben.

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Rolf-Dirk Maehler

So ist das eben, wenn Staatsdiener sich an etwas versuchen von dem sie nichts verstehen

Zunächst einmal wird kaum ein sachkundiger Computerbenutzer sich vor so einer tölpelhaften Software fürchten. Man kann sie mit einfachsten Mitteln erkennen und unschädlich machen. Dessen ungeachtet sollten die Wähler einmal mehr und nachdrücklich darauf drängen, daß unsere politische Klasse sich an alle Gesetze hält, zumal sie sie ja auch beschlossen hat. Und die Gerichte sollten endlich zu einem drastischen Strafmaß finden, wenn der Gesetzgeber seinen eigenen Gesetze bricht. Und wir alle sollten endlich erkennen, daß der Staat nur für wenige Kernaufgaben zuständig sein kann: Weder Bankgeschäfte noch Energiewirtschaft oder gar Eingriffe in unternehmerische Tätigkeit können Sache des Staates und damit der Administration sein. Strafverfolgung wäre sicher eine der Kernaufgaben des Staates, aber natürlich nur im Rahmen der Verfassung und der Gesetze. Was wir z.z. erleben müssen sind Veränderungen, die eine Unterscheidung von Unrechtssystemen deutlich erschweren. Die DDR lässt grüßen.

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Peter Schmidt-Fanderl

Tendenziöse Überschrift mit "gestehen" => Bundesländer = Ganoven?

Auch wenn man nicht mit allen Handlungen dieses Staates - zumal in diesen alternativlosen Euro-Krisen-Rettungstagen - einverstanden ist, so sollte doch das nicht dazu führen, daß man Bundes- oder Landesbehörden durch die Wortwahl "gestehen" - unbewußt oder bewußt?- in die Nähe ertappter Verbrecher rückt.

Viele Kommentare zu diesem Artikel rufen auch Eindruck hervor, als ob schon fast jeder PC-Benutzer - vom Schüler bis zum Greis - ausgepäht würde - von Aktivisten gegen S21 oder A100 ganz zu schweigen. Man sollte doch bitte nicht so übertreiben, denn was macht man dann im Ernstfall (= Mißbrauch dieser Daten für "private" Erpressungen, Ausdehnung auf "reiche" Steuerhinterzieher)?

Interessant finde ich, daß die faktische Beteiligung des Staates an massiven Geheimnis-verletzungen durch die Steuer-CDs aus CH+FL kaum Empörung hervorrief. Aber da ging es ja um die REICHEN, die bekanntlich Schurken sind und ohnehin froh sein müssen, daß man ihnen nur das Geld nimmt.

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Hannes Berg
Hannes Berg (hanber) - 11.10.2011 15:58 Uhr

Der Bundestrojaner beweist doch nahezu die Unschuld des Täters!

Wenn ein Rechner mit dem Internet verbunden ist und der Nutzer nicht die Augen sehr offen hält bei dem was er tut, kann es immer sein, dass er sich einen Virus, Malware oder einen Trojaner "ins Haus" holt.
Die meisten Privatleute hatten schon irgendwann solch Ungeziefer auf ihren Rechnern - waren also zeitweise nicht alleiniger Herr im Haus. Davon lebt sogar eine ganze "Industrie".
Das heißt aber auch im Umkehrschluss, dass nicht alle Daten auf den Rechnern, auch dem Besitzer gehören müssen.
Das wiederum würde bedeuten, dass die Polizei für jede einzelne Datei den Nachweis führen müsste, wem sie gehört und wer sie dort deponiert hat. Da Viren und Trojaner oft mit vollen Rechten arbeiten, ist das schier unmöglich.
Die Polizei müsste dem Nutzer die Kenntnis und den Besitz jeder einzelnen Datei auf "seinem" Rechner nachweisen.
Viel Spass dabei!
Hinzu kommt, dasss, wenn der Nutzer einen (Bundes)Trojaner hereinlässt, er vor ihm sicher schon andere illegale aktive Besucher hatte...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.10.2011 17:03 Uhr
Christian Beermann

Titel eingeben

Es geht darum das der Staat keine Möglichkeit hierfür haben darf und sich an Recht und Gesetz halten muss. Das scheint noch nicht allen klar zu sein. Das es Kriminelle gibt, die das nicht tun, das ist doch wohl völlig klar.

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Kai Breede
Kai Breede (kamibre) - 11.10.2011 13:00 Uhr

Kein Rechtsbruch erkennbar?

Der bayrische Innenminister kann keinen Rechtsbruch im Gebrauch des "Staatstrojaners" erkennen. Die Frage, die sich an ihn stellt, ist: " Kann dieser Mann die Reichweite, die der Gebrauch diser Software mit sich bringt erkennen? Wissen die zuständigen Politiker wozu diese Malware fähig ist? Im schlimmsten Fall ist es sogar möglich dem Verdächtigen Beweise unterzuschieben ohne sein Wissen.
Je mehr Details über den Gebrauch dieser Malware ans Licht kommen, desto wahrscheinlicher ist eine Verwicklung von Bundesämtern.
Ist bei der Anfertigung des Profils für den Trojaner bewusst eine Erweiterung der Überwachungs- und Manipulationsmöglichkeit miteinbezogen worden oder ist einfach etwas bestellt worden, dessen Tragweite man nicht erkannte?
Was ist nun schlimmer bewusster Rechtsbruch oder sehr blauäugige Fahrlässigkeit?
Fragen die sich nicht nur die betroffenen Ländern stellen müssen, sondern auch Zoll, BKA und Bundespolizei.

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Andreas Braun
Andreas Braun (ABrwn) - 11.10.2011 12:23 Uhr

Beim Spitzeln erwischt.

Der CCC hat gleich in mehrfacher Hinsicht gute Arbeit gemacht. Zunächst hat er aufgezeigt, wie skrupellos von deutschen Behörden die Verfassung überschritten wird. Zum anderen wurde aufgezeigt, wie empfindlich Datenstrukturen im Internet sind und wie leicht ggf. auch gespeicherte Vorratsdaten von einem weniger "wohlwollenden" Hackerangriff missbraucht werden können.
.
Meiner Meinung nach gehören die Verantwortlichen wegen Verfassungsbruch angezeigt. Ekelhaft, wie man jetzt z.B. in BW versucht, sich wegzuducken und vom vollen Funktionumfang nichts gewusst haben will.
.
Vielleicht ist es an der Zeit, denen die vor einem Kontrollstaat warnen besser zuzuhören. In Berlin ist das teilweise ja geglückt. Die Angelegenheit mag vielen trivial vorkommen. Doch wie heißt es? Wehret den Anfängen.

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Helmut Smith
Helmut Smith (fmsus) - 11.10.2011 11:32 Uhr

Wer sich sicher fühlen will

gibt mit Freude seine "Freiheit" auf.

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anna bez
anna bez (berlin) - 11.10.2011 09:55 Uhr

"Einsatz DES Staatstrojaners bei BKA, VS und BP auschgeschlossen" Aber nicht eines anderen

Wer die richtigen Fragen stellt, bekommt die richtigen Antworten. Gruß auch an die "befreundeten Dienste", die IN Deutschland keiner Grundrechtsbindung unterliegen;)

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dieter diehm
dieter diehm (johndow) - 11.10.2011 09:44 Uhr

Werbung

Die Atomkatastrophe in Japan brachte eine erstklassige Werbung für die Grünen nun wird durch diese Angelegenheit die irre Piratenpartei gleichgeschaltet medial aufgewertet!

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Amal Younis

Bedenklich.

Deutschland ist vom Terror nicht bedroht. Deutschland ist auch ein Land, das ein sehr ausgekluegeltes Rechtssystem hat. In Deutschland werden Gesetze und GG sehr respektiert und daher befolgt. In Deutschland gibt es eine klare Gewaltenteilung. Militaers, Polizei und Geheimdienste stehen in Deutschland nicht wie im alten nahen Osten, Israel, Afrika und Latein-Amerika ueber dem Gesetz, sondern befolgen es und werden zudem von Kommissionen des Bundestages kontrolliert und das nicht nur pro forma, sondern echt kontrolliert. Die in Deutschland zu verzeichnende Entwicklung in Richtung eines Ueberwachungsstaates muss gestoppt werden, schliesslich ist Deutschland, wie bereits oben erwaehnt, nicht bedroht. Die eigenen Buerger im eigenen Land zugunsten anderer auszuspionieren finde ich nicht nur bedenklich, sondern auch und vor allem beschaemend.

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Walpurga Müller-Schmidt

Das "rausreden" hat begonnen

Es ist unsäglich, wenn Bundesinnenminister behauptet, BKA, BVS oder Bundespolizei hätte den Trojaner eingesetzt, aber gleichzeitig von "Amtshilfe" gesprochen wird, bei der Landesbehörden eben solche Bundesbehörden mit dem "verwanzen" beauftragt hat. Faktisch ist es eben so, dass diese Behörden den Trojaner eingesetzt haben. Ob im Auftrag von Dritten oder in eigener Sache ist nebensächlich. Das ist "Volksverdummung".

Der nicht näher spezifizierte, laufende Einsatz des Trojaners zeigt wie gesetzeswidrig das ganze ist: Es gibt also einen mit internationalem Haftbefehl Gesuchten, der mit dieser Technik überwacht wird. Wieso hat man dessen Computer verwanzt, statt ihn festzunehmen? Es gibt doch schon einen Haftbefehl und man bekommt keinen internationalen Haftbefehl für Bagatellen, das ist ein Schwerstkrimineller, der da am skypen ist. Oder wird da dessen Umfeld abgehört, das keine Verbrechen begangen hat?

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Marcus Meisenberg

Freistaat mal neu interpretiert

Freistatt Bayern = Wir nehmen uns die Freiheit das Grundgesetz nach Belieben zu beugen. Ich erwarte, dass gewisse Landesinnenminister ihre Posten schnellstmöglich verlieren werden!

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Erwin Steinhauer
Erwin Steinhauer (hauer2) - 11.10.2011 08:51 Uhr

Katz aus dem Sack?

Schön langsam wird klar, was (wer) hinter der Meldung steckt: gezielte Werbung für die Piratenpartei. Nach dem Erfolg in Berlin und den ersten Umfragen kommt der Chaos-Computer-Club (wer da Nähe zu den Piraten ahnt...) mit der Uralt-Meldung vom Bundes-Trojaner. Es nervt gewaltig, wie die Medien auf diesem Werbefeldzug mitfahren und dass sich kein Politiker traut, den Schutz gegen Gewaltverbrechen hervorzuheben.

Angesichts der hunderten von Trojanern, die Otto-Normal-Pirat auf seiner Festplatte hat(te), muss ausgerechnet der Bundestrojaner durchs Dorf getrieben werden. Statt auf die Unsicherheit, die durch die Piraten in der politischen Landschaft ausgelöst werden könnte, hinzuweisen, wird wieder einmal die diffuse Privatssphären-Schutz-Debatte losgetreten: Schützt uns endlich vor diesen Kampagnen und deren Hintermännern!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.10.2011 12:51 Uhr
Ralf Tonollo
Ralf Tonollo (odbc) - 12.10.2011 12:51 Uhr

Nicht nur naiv, sondern gefährlich

ist eine solche Meinung!

"Es nervt gewaltig, wie die Medien auf diesem Werbefeldzug mitfahren und dass sich kein Politiker traut, den Schutz gegen Gewaltverbrechen hervorzuheben"

Schutz gegen Gewaltverbrechen, ich lach mich tot. In Bayern wurde der Trojaner gegen Kiffer eingesetzt. Das ist exakt genau das, was im Vorfeld immer von unseren Sicherheitsfetischisten verniedlicht wurde. Nein, wir setzen das natürlich nur bei Terrorabwehr ein.

Wer's glaubt, wird auch nicht selig, sondern nur veräppelt!

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Jens Decker
Jens Decker (dej05093) - 11.10.2011 12:48 Uhr

Naiv

Schon traurig, wenn man solche Scheuklappen auf hat ...
Wer in diesem seniblen Bereich nicht in der Lage ist, Software
in Auftrag zu geben und zu nutzen, deren Verfassungskonformität
eindeutig ist und nicht so hingeschlunzt ist, hat seinen Beruf verfehlt.

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Max Schmid
Max Schmid (CH-Gast) - 11.10.2011 08:48 Uhr

Verkehrte Welt

Dass D-Finanzämter pro Jahr 40'000 heimliche Kontoabfragen machen, wird dagegen breit akzeptiert. Es trifft ja nur die "Reichen".
Freiheit scheint in D immer noch ein Begriff aus dem Bereich "Klassenkampf"zu sein.

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Ralf Vormbaum

Postdemokratischer Zustand

"Auch das niedersächsische Landeskriminalamt (LKA) setzt das umstrittene Trojaner-Computerprogamm ein. „Aber nur, soweit es die gesetzlichen Vorgaben erlauben“, sagte Innenminister Uwe Schünemann (CDU) nach Angaben des NDR."
Eines steht doch außer Frage: Das vom CCC analysierte Programm verstößt in seinem Funktionsumfang eklatant gegen die Vorgaben des Verfassungsgerichtes. Es passt zudem gut ins Bild einer sich immer unheilvoller vollziehenden Entrechtlichung, auch noch legitimiert durch unsere Politiker, die permanent mit Staatsnotstand argumentieren. Wo dieser konstatiert wird, scheint alles erlaubt. Wird dann einmal öffentlich, wie dreist zum Teil selbst verfassungsrechtliche Vorgaben unterlaufen werden, wird einfach zum tumben Mittel des Abstreitens gegriffen. Solches Verhalten kannte man bislang tatsächlich nur aus Bananenrepubliken, wo Despoten das Sagen haben. Man muss sich heute ernsthaft fragen, ob wir uns nicht schon in einem postdemokratischen Zustand befinden.

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Ulrich Stauf
Ulrich Stauf (DH7XU) - 11.10.2011 06:29 Uhr

Es wird von staatlicher Seite gelogen, dass sich die Balken biegen ...

... und dann wundert man sich, wenn es eine "Politikverdrossenheit" gibt, die - vermutlich - in Extremfällen zu Anschlägen auf Einrichtungen des Personenfern- und Nahverkehrs, wie jüngst in Berlin geschehen, ausarten.
Warum ist es in diesem Land so schwierig, ohne Umschweife zuzugeben, ja, man habe eine "Spyware" zum Einsatz gebracht, um terroristischen Angriffen auf "Land und Leute" zu unterbinden. Bitte was ist so Schlimmes daran? Solche Aktivitäten müssten doch einhellig begrüßt werden! Aber weil es gegen unsere Behörden ein (auch) durch unsere Geschichte verursachtes Mißtrauen gibt, dass bis auf den heutigen Tag durch deren mitunter zweifelhaften Handlungen Nahrung erhält, sollte man keine Krokodilstränen vergießen, sondern das Übel einer unehrlichen Politik beseitigen und zwar parteiunabhängig!
Zeit wird es so langsam nach 66 Jahren Hitlerdeutschland und nach 21 Jahren DDR oder nicht ?

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Matthias Böhme

Sorry, liebe FAZ-Redaktion!

Aber den Staatstrojaner unter "Feuilleton" laufen zu lassen, zeigt einen gewissen Mangel der Redaktion an Ernsthaftigkeit!

Und ich lese hier immer "richterliche Genehmigung"! Nichts ist leichter, als im Strafrecht eine richterliche Genehmigung zu bekommen. Die Masse der Strafrichter an den Amtsgerichten unterschreibt den von der Staatsanwaltschaft kommenden Unfug, gleich welcher Art, blind - getreu dem Motto: Kommt doch von der Staatsanwaltschaft (der angeblich objektivsten Behörde der Welt), wird schon was dran sein! Dies liegt teilweise an Lustlosigkeit der Richter, teilweise auch an der Masse der Geschäfte, der jede vernünftige und sachgerechte Kontrolle ausschließt. Nein - kaum etwas ist leichter, als eine strafrichterliche Genehmigung zu bekommen. Gehen Sie Mal in Juris und suchen Sie nach den Entscheidungen von Strafrichtern, die das Bundesverfassungsgericht mit Pauken und Trompeten als offenkundig verfassungswidrig aufgehoben hat!

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Heinz Rehbein

ich würde gern mal wissen

ob der CCC über die Identifizierung hinaus auch herausfinden kann, in welchem Umfang der "Bundestrojaner" verfassungswidrig genutzt wurde. M.a.W. unabhängig von Beteuerungen der Politiker müsste sich doch schnell über Protokollauslese sehen lassen, ob ein schlecht gemachter, mit der heißen Nadel gestrickter Trojaner (was eh schon Eingeständnis absoluter Inkompetenz der "Stellen" ist) über "genehmigte Befugnis" hinaus (was kriminellen Machenschaften gleich kommt) zur Anwendung kam. Denn hinter diesen potenziellen Taten - und eben ihrem digitalen protokolarischem Nachweis - kann sich niemand der Verantwortlichen mit Unschuldsmiene verstecken. Im Übrigen ist es eine Perversion, wenn jetzt manche Politiker im CCC ihre Verbündeten sehen wollen. Das werden die Letzten sein, die einen Bundestrojaner "optimieren" wollten - mit Recht!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.10.2011 15:52 Uhr
Marcus Meisenberg

0 und 1

Da ein Trojaner den Observierten kaum Fragen kann, in welchem Modus er ausgeführt werden soll, ist davon auszugehen, dass dieses Stück Software auch all das macht, was es kann. Schon deswegen sind relativierende Aussagen bezüglich des Gebrauchs wenig glaubwürdig. Die eigentliche Frage müsste daher lauten: Wieso überhaupt rechtswidrige Software entwickelt wurde und in wessen Auftrag?

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Frank Lehmann
F. Lehmann (lemdax1) - 11.10.2011 00:23 Uhr

Die wollen nur den Rücktritt verzögern

Herr Schürmann versucht mit der gleichen Behauptung wie sein Kollege Uhl aus Bayern den erforderlichen Rücktritt und die strafrechtliche Verfolgung zu verzögern. So wie es aussieht, haben die Länder die teure Software gemeinsam gekauft. Überall wird sie daher den selben verfassungswidrigen Funktionsumfang aufweisen und überall, wo sie auch nur einmal eingesetzt wurde- und man wird noch sehen, wie viele "Ein-Fälle" es noch gegeben hat- werden die verantwortlichen Innenminister zurücktreten müssen. Wenn dieser Staat seine Souveränität noch Ernst nimmt, muss es deutliche Konsequenzen geben.

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