09.06.2012 · Die Schufa wollte die Nutzung von Informationen aus Social-Media-Netzen wie Facebook, Twitter und Xing erforschen lassen. Der Rückzieher folgte schnell. Aber wo bleibt die Grundsatzdebatte?
Von Frank RiegerRichtlinien für Lesermeinungen
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Notwehrsituation der Gläubiger in Deutschland
Es ist doch wohl logisch, dass Banken und Unternehmen in einer Zeit eines immer weiter umgreifenden mangelnden Unrechtsbewusstseins in der Bevölkerung in ihrer Not zu harten Methoden greifen, wenn es darum geht, Kunden zu bewerten. Wer einmal auf Kunden rein gefallen ist, möchte in Zukunft wissen, mit wem er es zu tun hat und auch wissen, welchen Umgang er pflegt und welche Einstellung zu Recht und Gesetz in seinen Äußerungen zu Tage treten. Der Staat schützt nämlich in Deutschland Schuldner in einer Art und Weise, die so manchem Gläubiger die Nackenhaare zu Berge stehen lassen. Manche Gläubiger haben in ihrer Not schon zu "Russischem Inkasso" oder Rumänischem Inkasso gegriffen - um sich danach selbst vor dem Kadi wieder zu finden - angeklagt und verurteilt wegen Selbstjustiz. Dabei handelte es sich doch nur um Notwehr. Ich will solche Formen der Selbstjustiz nicht gut heissen, aber eine Durchleuchtung der Kunden auch hinsichtlich ihres Umfeldes sollte Ehrensache sein.
Welche Grundsatzdebatte? Gegenüber Facebook ist man nackt, Datenschutzbestimmungen
kennt facebook nicht mehr, nur noch Datennutzungsrechte, explizit. Daten der Nutzer sind vorhanden und werden (!) ausgewertet werden, daran ändert auch der vorübergehende Rückzieher der SCHUFA nicht das mindeste. Nutzer müssen das wissen, ab dem Wissen ist ihr Umgang mit diesem Wissen ihr Problem und nicht das der Gesellschaft. Die einzigen, um die man sich Gedanken machen muss, sind Jugendliche, Minderjährige. Erwachsene haben das volle Recht, vorsätzlich dumm zu sein, solange die Folgen dieser Dummheit nur sie selber treffen. Zumindest in solchen Gesellschaften ist das so, in denen das Leitbild des selbstverantwortlichen Individuums herrscht. Und exakt das ist die Grundlage einer demokratischen Rechtsordnung.
Es fehlt ein Gesetz bzw. ein Paragraph, wie in Österreich. Dort ist
die Datenschöpfung aus öffentlichen Daten heraus schlicht
verboten. Im Fall des Falles genügt eine Aufforderung zur
Unterlassung ansonsten wird es teuer. Das gilt für alle Bürger
Österreichs. Erfolgreich durchgeklagt ist das auch.
Außerdem muß (nicht soll!) die Kreditwürdigkeit
individuell ermittelt werden(Basel II)!
Scoring ist eigentlich verboten weil die Auskunfteien die Algorithmen
nicht veröffentlichen können/wollen, wg Geschäftsgeheimnis.
Aber für einen einigermaßen fähigen Rechtsanwalt ist es
kein Problem Scoring für sich selbst abzustellen.
Meine Kreditwürdigkeit kann nicht von der meiner Nachbarn/Bekannten abhängen!
Schade für Potsdamer Alt-Stasis
Das war doch eine tolle ABM für die bewährten Genossen.
Der DDR hat es aber auch nicht weitergeholfen, aus zufällig vom
Hörensagen erfahrenes die Menschen zu klassifizieren und zu
drangsalieren. Zum Glück sind die Keller an der
Normannenstraße noch nicht wieder in Betrieb. Die Schufa bewirkt
lediglich, daß man auf einer Reise plötzlich ohne Geld da
steht - bei ausreichendem Guthaben. Man ist halt zufällig durch ein
Raster gefallen.
Ich denke, das Ganze wird sich spätestens dann ausschwitzen, wenn
die heutigen "jungen Erwachsenen" das Alter derer erreicht
haben, die heute Politik betreiben. Was das Internet eigentlich ist, und
was eine soziale Konnektivität über das Internet für die
"wirklichen" Nutzer - die nämlich nicht bloß
E-Mails checken, sondern einen sozialen Teil ihres Lebens ins Internet
verlagern - bedeutet, das hat jemand, der totale Überwachung
fordert, nicht verstanden.
Ich nutze das Internet ebenfalls intensiv, das wäre für mich
in etwa vergleichbar mit Kameras in meinem Haus. Und Schufa,
Terroristenjäger & co könnten dann protokollieren wie
ordnungsliebend ich bin, und wie viele Waffen ich im Schrank stehen habe
(natürlich würden die Kameras nicht dazu missbraucht, die
Interessen sämtlicher Industrielobbies zu befriedigen, wär
käme darauf).
Und jetzt kommt bitte nicht mit: Selbst Schuld, wenn du so internetaffin
bist. Das ist wie: Dioxinvergiftung? Selbst Schuld, wenn ihr so gerne
Eier esst.
Sind wie „Mitglieder“ der Sozialen Netzwerke wirklich so
naiv und denken die Betreiber wie Facebook handeln aus reinem
Gutmenschentum? Durch die Medienberichterstattung zu den Gefahren von
sozialen Netzwerken, sollte doch - auch dem letzten RTL2 Zuschauer
– bewusst sein das alles was in dies Netzwerke eingestellt wird
auch verwertet wird. Sei es zu personalisierter Werbung, für
Statistiken über Markenbindung oder eben als Grundlage für
Rankings.
Der altbewerte Ausspruch: „Zeig mir mit wem Du gehst und ich sage
Dir wer Du bist“ wird hier schlichtweg in die Jetztzeit
übertragen. Eine Aufregung darüber ist reichlich scheinheilig.
Ob einem dies nun gefällt oder nicht, aber die Quelle der
ausgewerteten Daten ist in 95% der Nutzer Selbs. Hier sollte es eine
breite gesellschaftliche Diskussion geben. In der Aktuellen Lage stimmen
die Nutzer mit ihren Füßen - respektive ihrer Tastatur - ab
und posten fleißig weiter private Informationen in die Welt hinaus...
Eine der Schufa ähnlich Auskunftei hat mich vor einem Mietnomaden bewahrt, über den im öffentlich zugänglichen Internet nur Gutes zu lesen war. Dass gegen ihn ein Haftbefehl bestand, wussten Google etc. nicht...
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.06.2012 10:49 UhrVertragsfreiheit
die Auskünfte der Schufa und ähnlicher Auskunfteien beziehen
sich auf statistische Ausfallwahrscheinlichkeiten aufgrund einer
Vielzahl mehr oder auch weniger harter Fakten. "Falsche
Gründe" für die Ablehnung einer Vertragsbeziehung sind
nicht der Fehler der Schufa sondern das Ergebnis der sinnvollen
Beurteilung der mitgeteilten Details durch denjenigen, der die Auskunft
anfordert. Das Ergebnis, der Scoring-Wert, ist daher als
"Vorschlag" zu verstehen.
Wer sich als Auskunfteinholender nur auf das Ergebnis stützt,
vielleicht, weil er sich die Details selbst zu beurteilen nicht zutraut,
ist vielleicht nicht sehr schlau (die Auskunft könnte ja auch zu
positiv ausgefallen sein, wer weiß das schon so genau), ist aber
damit auch im Recht, wenn er damit denjenigen, der die Auskunft einholt,
"Unrecht" tut, denn als privater ist jeder frei in der Wahl
seiner Kriterien. Es kann nun einmal keinen Anspruch darauf geben,
"zutreffend" beurteilt zu werden, wie sollte das wohl funktionieren.
Falsch gedacht!
Genau dieser Fall darf in der Schufa / Auskunftei notiert werden.
Ebenso, wenn jemand Kredite hat.
Wenn ich aber bei Ihnen keine Wohnung bekomme, weil ich (für
Normalmenschen) nicht nachvollziehbaren Gründen als
"Risiko" eingestuft bin, sieht das anders aus. Ich könnte
doch der Idealmieter für Sie sein, wohne aber - nur um ein Beispiel
zu nennen - in einer "falschen" Gegend. Mit ebensolchem "scoring".
Und wenn: Wenn im Internet über eine Person "nur Gutes"
zu lesen war, dann doch auch für die Schufa! Sie nennen genau die Problematik!
Gesamtgesellschaftl. Nutzen der Schufa
Durch faule Kredite von u.a. Privatverbrauchern können
Volkswirtschaften in Schieflage kommen. z.B. USA und Spanien (
Hypotheken an Leute vergeben, die diese aus dem Spekulationsgewinn
tilgen wollten). Auch in D nimmt die Zahl der Privatinsolvenzen zu.
Es gibt also dringenden Handlungsbedarf die faulen Eier auszusortieren.
Wenn also nach sanften Methoden gesucht wird, denen man leicht
Hinterhältigkeit unterstellen kann, ruft man geradezu Kritik
hervor. Dann doch besser frontal das Problem lösen und einen
Stempel "nicht kreditwürdig" in den Perso, alle 2 Jahre
überprüft (wie beim TÜV). Dagegen wird es dann von
Kritikern an den jetzigen Forschungen sicher keine Einwände geben, oder?
Faule Kredite und Ausverkauf der Grundrechte
Danke, Herr Neubert, für diese absolut notwendige Klarstellung. Ich
bin entsetzt von der Vorstellung, dass der Bürger sich nach
Vorstellung nicht nur der Schufa, sondern auch einiger FAZ-Kommentatoren
restlos den Profitinteressen der Privatwirtschaft unterwerfen soll. Das
hat mit liberalem (übrigens auch mit neoliberalem) Denken wenig zu tun.
Im Übrigen, Herr Kotowski, ist es nicht allein der unkluge
Privatverbraucher, der Volkswirtschaften in Schieflage bringt. Dazu
gehören mindestens zwei: Der Konsument und der Kreditgeber, der ihn
als Schuldner annimmt. Natürlich muss keine Bank der Welt einem
Geringverdiener auch nur einen Cent für einen Hauskauf leihen. Wenn
sie es dennoch tut, so geht sie ein wirtschaftlich hohes Risiko ein. Sie
scheinen sich daran gewöhnt zu haben, dass solche Risiken
mittlerweile generell sozialisiert werden. Ich werde mich nicht damit
abfinden, diese Mißwirtschaft der Finanzbranche durch einen
Ausverkauf meiner Rechte mit zu bezahlen.
@ Andreas Neubert
die Schufa fällt keine "Urteile", das ist Unsinn. Sie
erstellt aus dem bisherigen Konsumentenverhalten (soweit ihr bekannt)
eine Prognose über die finanzielle Zuverlässigkeit einer
Person, und das ist vollkommen in Ordnung. Würden mehr
Geschäftsleute aber auch private für
Geschäftsabschlüsse diese und ähnliche Dienste nutzen,
gäbe es weniger häßliche Überraschungen nicht
gezahlter Rechnungen und daraus u.U. eigener wirtschaftlicher
Schwierigkeiten, die in der Summe schon manchem "kleinen"
Handwerker die Existenz gekostet haben.
Im übrigen kann jeder die über ihn erfaßten Daten dort
erfahren, und falsche Informationen berichtigen lassen. Daß die
Schufa ihr "Rechenwerk" nicht herausrückt, ist zwar in
gewisser Weise ärgerlich, aber durchaus berechtigt.
@Wolfgang Kotowski
Zwei wichtige Prinzipien einer Demokratie sind die Unschuldsvermutung und Transparenz. Eine Argumentation nach dem Motto "Jeder ist schuldig solange nicht seine Unschuld bewiesen ist" ist zutiefst undemokratisch. Und ebenso undemokratisch ist die Untransparenz der Schufa, die sich nicht in die Karten schauen lässt, wie denn ihre Rankings über die Bürger zu stande kommen. Jeder Angeklagte in unserem Rechtssystem hat das Recht jederzeit darüber Auskunft zu erhalten, welchen Vergehens er angeklagt ist. Ausgerechnet ein Privatunternehmen wie die Schufa unterliegt keinerlei Rechtfertigung für seine Urteile.
die Ironie der Geschichte ist,
daß die Erhebungen der Schufa ihren Schwerpunkt von harten Fakten
in das wolkige Feld der Beliebigkeit verlagern und damit die Scorings an
Glaubwürdigkeit einbüßen.
Und wenn irgendwann durch die zunehmende Anzahl als
"bedenklich" eingestufter Tatbestände der Prozentsatz
wünschenswerter Geschäftskontakte auf einen abnehmenden Teil
der Bevölkerung beschränkt wird, wird sich die Wirtschaft
selbst die Frage nach der Sinnhaftgkeit solch um sich greifender
Kaffeesatzleserei stellen, denn irgendwann wird sich die Erkenntnis
durchsetzen, daß sie sich auf diese Art und Weise der Filterung
selbst viele potentielle Kunden vorenthält, das Verfahren also
ökonomisch kontraproduktiv ist.
Und dann bekommt die Schufa ein Problem.
Ein Fall für Gesetzgeber und Dienstherren
Ich teile die Meinung, dass die Sache nicht mit dem Rückzug des Forschungsauftrags erledigt sein kann. Es darf nicht geschehen, dass ein vom Gesetzgeber so großzügig privilegiertes Unternehmen wie die Schufa derart sträflich gegen die im Grundgesetz verankerten Freiheitsgrundsätze verstößt. Hier wäre dringend eine Überprüfung der Vorrechte notwendig. Es kann aber auch nicht angehen, dass ein Professor einer deutschen Universität einen Auftrag annimmt, der die Werte des Grundgesetzes mit Füßen tritt. Jenes Verfassungsdokuments, auf das er bei seiner Berufung einen Eid geleistet hat! Auch hier wäre m.E. eine dienstrechtliche Untersuchung dringend geboten.
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.06.2012 14:42 Uhr@ Erich Jansen
Sie haben meine Logik keineswegs verstanden. Vermarktung öffentlich
zugänglicher Informationen ist Schicksal, nichts anderes habe ich
geschrieben. Und der Umfang der Vermarkung hängt von dem ab, was
man (leichtsinnigerweise) von sich Preis gibt und vor allem, in welchem
Rahmen. Auch das ist ein Teil der informatorischen Selbstbestimmung,
mediale Mündigkeit. Wenn Sie Ihren Brief "offen"
versenden, können Sie gleich eine Postkarte verwenden (die ist von
Postgeheimnis nicht geschützt), das ist der Unterschied zum
verschlossenen Umschlag, der von niemandem außer dem berechtigten
Empfänger geöffnet werden darf.
Im übrigen haben die Ansichten des Professors mit dem eigentlichen
Thema (Datenerhebung aus soz. Netzwerken) derzeit nur am Rande zu tun
und lenken von der Hauptsache ab: der nicht möglichen
zweifelsfreien Identifizierbarkeit aufgefundener Daten, nicht
irgendwann, sondern "jetzt". Das ist der Hauptfeind, nicht
irgendwessen möglicher Profit, weil Sie auf Werbung reagieren.
Bedenklich ist für mich,
dass die Schufa Erkenntnisse aus Einträgen bei facebook auswerten wollte, weil sich inzwischen herumgesprochen hat, dass nirgendwo so gelogen wird wie im www...
Vermarktung als rechtliche Verpflichtung?
Wenn ich Ihre Antwort richtig verstehe, dann ist Vermarktung nicht nur
Schicksal, sondern sogar Bürgerpflicht. Man lernt ja nie aus!
Zunächst einmal: Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist
zwar im Grundgesetz nicht ausdrücklich verankert, durch das BVerfG
aber als Teil des Allgemeinen Persönlichkeitsrechtes anerkannt und
in der EU-Grundrechtecharta enthalten.
Dazu gehört auch der im Artikel erwähnte Datenschutzgrundsatz
der Zweckmäßigkeit. Die ins soziale Netzwerk eingestellten
Daten sind eben nicht zur wirtschaftlichen Verwertung bestimmt. Schon
gar nicht via eines staatlich organisierten digitalen Fingerabdrucks
durch feste IPv6, dessen informationelle Nutzung dann einem
Privatunternehmen übertragen wird. Nach Ihrer Logik könnte man
gleich noch das Briefgeheimnis aufheben, denn wenn ich Freunden schreibe
verlassen die Informationen ja auch meine vier Wände.
Wir dürfen es nicht zulassen, dass das Recht auf Profit über
alle anderen Rechte gestellt wird.
Sie irren!
weder an dem Anliegen der Schufa, ihre Wissensbasis zu verbreitern, noch
an dem Forschungsauftrag ist irgendetwas rechts- oder gar
grundgesetzeswidrig. Wer öffentlich seine Vorlieben zur Schau
stellt, muß damit leben, daß diese nicht nur von
"besten Freunden" zur Kenntnis genommen sondern
darüberhinaus von Interessierten ausgewertet und
"vermarktet" werden. Das war schon immer so. Es handelt sich
allenfalls um eine ethische Frage, wo der zu schützende intimste
Privatbereich endet und der öffentliche Raum beginnt, aber mit der
Frage zu schützender Informationen muß sich zuallererst der
Teilnehmer selbst befassen.
Eine andere Frage ist die der Zuverlässigkeit der auf diese Weise
erhobenen Erkenntnisse, und damit die Sinnhaftigkeit des ganzen. Denn
nicht nur der "falsch" bewertete Kunde hat ein Problem, auch
die Wirtschaft, die sich auf diese zweifelhaften Erkenntnisse
stützt, und damit am Ende die Schufa schädlich und damit
überflüssig wie einen Kropf werden läßt.
Bei "Schufa" stößt es den meisten Verbraucher unangenehm auf, außer bei Gläubigen, Banken, Firmen usw. Verbraucherdaten welche bisher nicht gemeldet wurden sind Lücken- und fehlerhaft. Nur zu unrecht Betroffene melden sich bei Schufa für Richtigstellung ihrer Dateneinträge bei Schufa. Als Geschäftsmodel(Handel mit Verbraucherdaten) über facebook ist es genial. Verständlicherweise und wegen Monopolstellung und Unsicherheit sollten alle Verbraucher gegen das neue Schufamodel votieren bzw. boykottieren!
Daß eine Stelle geschaffen wird, bei der Kredite zentral
gespeichert werden und damit erlaubt, Kreditgebern eine Information zu
liefern, ist legitim.
Nicht zu begrüßen ist, wenn diese Stelle ihre Aufgaben
ständig ausweitet, bzw. mit Methoden "verfeinert", die
als übergriffig zu bezeichnen sind. Dazu bedient man sich im Furor
auch eher pseudowissenschaftlicher Ansätze, jedenfalls solcher, die
zu dubiosen Ergebnissen führen. Eine Qualitätsverbesserung ist
dadurch nicht gegeben, aber so etwas läßt sich dem Kunden
natürlich als Verfeinerung verkaufen. Daß die Ergebnisse zu
völlig abwegigen Beurteilungen führen können, da sie
nicht auf den Einzelfall, sondern auf die Masse (scoring!) abgestellt
sind, wird nicht berücksichtigt.
Dem Kreditnehmer, wie manchmal dreist behauptet wird, dient das Ganze
nicht. Aber Big Brother.