Waren das noch Zeiten, als man mit Muscheln bezahlen konnte, auswärts auch schon mal mit Glasperlen. Dann kamen Taler und Dukaten, und jetzt ist der Euro auf Mark und Schilling gefolgt.
Nicht, dass uns das überrascht hätte - der anschwellende Trommelwirbel, der in bester Zirkus-Manier die Währungsumstellung ankündigte, war Ohren betäubend. Und schließlich sind wir alle gesprungen, durch den Reifen - brennend oder nicht, Rettungsring, Hoola-Hoop - der EZB-Dompteure in die neue Welt, in der alles beim Alten bleibt, aber mit dem Neuen bezahlt werden soll.
Schreibanlass
So etwas verursacht natürlich Turbulenzen, nicht allein im Kleinhirn, wenn man sich im Laden fragt, zu wessen Gunsten hier eigentlich auf- oder abgerundet wurde. Ecken und Kanten hat das neue Geld, und merkwürdige Erlebnisse begleiten die Umgewöhnung. Vom mitternächtlichen Schlangestehen, als die ersten Starter-Sets ausgegeben worden sind, über Erfahrungen mit verstockten Automaten oder überforderten Gemischtwarenhändlern. Oder in England: Dort lebt man zwar nicht gleich in Euroland (außerdem fährt man ja auch vornehm links), aber ein bisschen kann man jenseits des Ärmelkanals doch schon mit dem neuen Nachbarsgeld anfangen.
Krudes, Kurioses, Komisches - das alles will erzählt werden in der Schreibwerkstatt, die sich im Januar den "Geldsorgen" widmet.
Schreibwerkstatt
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